Die richtige Rechtsform entscheidet über Haftung, Steuern und Ihren Gestaltungsspielraum. Wir beraten Sie fundiert und praxisnah.
Die Wahl der Rechtsform gehört zu den wichtigsten Entscheidungen bei der Existenzgründung. Sie beeinflusst Ihre persönliche Haftung, die Steuerlast, den Verwaltungsaufwand, die Finanzierungsmöglichkeiten und Ihre Außenwirkung. Eine falsche Wahl kann Sie jahrelang Geld kosten – eine richtige Ihnen entscheidende Vorteile bringen.
Für wen: Solo-Selbstständige und Freiberufler
Vorteile: Einfachste und günstigste Gründungsform. Keine Mindesteinlage, kein Gesellschaftsvertrag, geringer Verwaltungsaufwand. Kleinunternehmerregelung möglich.
Nachteile: Volle persönliche Haftung mit Privatvermögen. Bei wachsendem Umsatz steigt die Einkommensteuer progressiv.
Geeignet für: Berater, Coaches, Freelancer, kleine Dienstleister, Handwerker
Für wen: Teams von 2+ Gründern mit einfachem Geschäftsmodell
Vorteile: Einfache Gründung, kein Mindestkapital, flexibler Gesellschaftsvertrag.
Nachteile: Alle Gesellschafter haften persönlich und gesamtschuldnerisch – auch mit Privatvermögen.
Geeignet für: Kleinere Projekte, gemeinsame Praxen, Arbeitsgemeinschaften
Für wen: Gründer mit wenig Startkapital, die ihre Haftung begrenzen möchten
Vorteile: Haftungsbeschränkung auf das Gesellschaftsvermögen. Gründung ab 1 Euro Stammkapital möglich. Professionelle Außenwirkung.
Nachteile: 25% des Jahresüberschusses müssen als Rücklage einbehalten werden, bis 25.000 Euro erreicht sind. Pflicht zur doppelten Buchführung und Bilanzierung.
Geeignet für: Tech-Startups, Online-Geschäfte, Gründer mit Investoren-Plänen
Für wen: Gründer mit 25.000 Euro Stammkapital und Wachstumsambitionen
Vorteile: Haftungsbeschränkung, hohe Seriosität bei Geschäftspartnern und Banken, steuerliche Optimierungsmöglichkeiten durch Geschäftsführergehalt.
Nachteile: 25.000 Euro Stammkapital (davon 12.500 bei Gründung einzuzahlen), Notarkosten, höherer Verwaltungsaufwand, Pflicht zur Offenlegung im Bundesanzeiger.
Geeignet für: Unternehmen mit höherem Umsatz, Firmen mit Angestellten, B2B-Geschäfte
Für wen: Angehörige der freien Berufe (Ärzte, Anwälte, Berater, Journalisten, Designer, etc.)
Vorteile: Keine Gewerbeanmeldung, keine Gewerbesteuer, keine IHK-Pflichtmitgliedschaft. Einfache Einnahmen-Überschuss-Rechnung reicht aus.
Nachteile: Nur für Katalogberufe und ähnliche Tätigkeiten möglich. Abgrenzung zum Gewerbe nicht immer eindeutig.
Die Wahl hängt von mehreren Faktoren ab:
Im Rahmen unseres AVGS-geförderten Gründer-Coachings beraten wir Sie ausführlich zur optimalen Rechtsform. Wir berechnen die steuerlichen Auswirkungen, wägen Vor- und Nachteile ab und begleiten Sie bei der Umsetzung – von der Entscheidung bis zur Eintragung.