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Folge 15: Gehaltsverhandlung meistern: Deinen Marktwert kennen und selbstbewusst fordern

Cover Folge 15
Bewerbungs- & Karriere-Podcast · Folge 15

Gehaltsverhandlung meistern: Deinen Marktwert kennen und selbstbewusst fordern

Viele Menschen lassen jedes Jahr tausende Euro auf dem Tisch liegen – einfach, weil sie sich nicht trauen, angemessen zu verhandeln. Gehaltsverhandlungen sind kein Bittgang, sondern ein professionelles Gespräch auf Augenhöhe über den fairen Wert deiner Arbeit. Trotzdem kommt bei den meisten schon beim Gedanken daran das mulmige Gefühl hoch: Was, wenn der Chef nein sagt? Was, wenn ich zu viel fordere und meinen Job gefährde? Was, wenn ich meinen eigenen Wert gar nicht richtig einschätzen kann? Diese Ängste sind weit verbreitet – und sie kosten dich bares Geld.

In dieser Folge des PlanGenial-Podcasts nehmen Lia und Maik Marx das Thema Gehaltsverhandlungen gründlich auseinander. Du erfährst, warum so vielen Menschen das Gespräch über Geld schwerfällt, welche kulturellen und psychologischen Hürden dahinterstecken und – vor allem – wie du diese Hürden überwindest. Der Schlüssel liegt in gründlicher Vorbereitung, klarer Kenntnis deines Marktwerts und einer selbstbewussten Verhandlungsstrategie. Maik zeigt dir Schritt für Schritt, wie du herausfindest, was du wert bist, wann der beste Zeitpunkt für die Verhandlung ist und wie du das Gespräch souverän führst. Dieser Beitrag fasst die wichtigsten Erkenntnisse zusammen und ergänzt sie um praktische Tipps, die du sofort umsetzen kannst.

Warum uns das Sprechen über Geld so schwerfällt

Es gibt tieferliegende Gründe, warum Gehaltsverhandlungen für viele ein unangenehmes Thema sind. Erstens spielt die kulturelle Prägung eine große Rolle: In Deutschland – wie in vielen anderen Ländern – gilt es traditionell als unhöflich oder sogar gierig, offen über Geld zu sprechen. Geld ist Tabu, besonders im beruflichen Kontext.

Zweitens steckt hinter der Zurückhaltung oft die Angst vor Ablehnung. Viele befürchten, dass eine Forderung nach mehr Gehalt negativ aufgenommen wird, den Chef verärgert oder im schlimmsten Fall sogar den Job gefährdet. Dabei gehören Gehaltsverhandlungen zum normalen Berufsleben dazu – Arbeitgeber erwarten sie sogar als Zeichen von Professionalität und Selbstbewusstsein.

Ein dritter Grund ist die Unsicherheit über den eigenen Wert. Ohne klares Bild davon, was deine Arbeit auf dem Markt wert ist, fehlt dir die stabile Verhandlungsbasis. Wer nicht weiß, welche Gehaltsspanne angemessen ist, traut sich nicht, konkrete Zahlen zu nennen – aus Angst, lächerlich zu wirken oder zu bescheiden aufzutreten.

Die gute Nachricht: All diese Hürden lassen sich überwinden. Mit der richtigen Vorbereitung und fundierten Informationen über deinen Marktwert gewinnst du die nötige Sicherheit. Das Gespräch über Geld wird dann zu dem, was es sein sollte: eine sachliche Verhandlung über die faire Vergütung deiner Leistung.

  • Kulturelles Tabu: Offenheit über Geld wird oft als unangemessen empfunden – ein tief verankertes Muster
  • Angst vor Konsequenzen: Befürchtung, die Forderung könnte dem Arbeitsverhältnis schaden
  • Mangelnde Marktkenntnis: Ohne Wissen über den eigenen Marktwert fehlt die Verhandlungsgrundlage
  • Fehlendes Selbstbewusstsein: Unsicherheit darüber, ob die eigene Leistung wirklich mehr wert ist
Cover Folge 15 – Gehaltsverhandlungen – wie man seinen Marktwert kennt und selbstbewusst mehr Gehalt fordert
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In Podcast-Folge 15 sprechen Lia und Bewerbungsexperte Maik Marx über ein Thema, das viele ins Schwitzen bringt: Gehaltsverhandlungen. Du erfährst, wie du deinen Marktwert ermittelst, den richtigen Zeitpunkt findest und selbstbewusst mehr Gehalt forderst – ohne Angst vor Ablehnung. Konkrete Strategien, die wirklich funktionieren.

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Deinen Marktwert ermitteln: Die Basis jeder Verhandlung

Bevor du überhaupt das Gespräch suchst, musst du wissen, was du auf dem Arbeitsmarkt wert bist. Diese Recherche ist das Fundament jeder erfolgreichen Gehaltsverhandlung. Maik nennt im Podcast fünf bewährte Methoden, die du kombinieren solltest, um ein realistisches Bild zu bekommen.

Erstens: Gehaltsreports und Online-Plattformen wie Glassdoor, Kununu oder Gehalt.de bieten branchenspezifische Vergleichswerte. Dort findest du nach Position, Region und Erfahrung gefilterte Gehaltsdaten. Diese Zahlen sind nicht in Stein gemeißelt, geben dir aber eine solide Orientierung. Ergänzend liefern auch Studien vom Statistischen Bundesamt wertvolle Vergleichsdaten.

Zweitens: Netzwerk befragen. Diskrete Gespräche mit Kollegen, ehemaligen Kommilitonen oder Kontakten aus der Branche können dir realistische Einblicke verschaffen. Ja, in Deutschland ist das noch ein Tabu – aber es wandelt sich langsam. Transparenz schafft Fairness, und viele sind bereit, ihre Erfahrungen zu teilen, wenn du respektvoll fragst.

Drittens: Stellenanzeigen analysieren. Immer mehr Unternehmen geben in ihren Ausschreibungen Gehaltsspannen an – ein Blick auf ähnliche Positionen zeigt dir, was am Markt üblich ist. Auch wenn nicht überall Zahlen stehen, bekommst du so ein Gefühl für Anforderungsprofile und deren Wertigkeit.

Viertens: Recruiter und Headhunter kontaktieren. Personalberater haben oft den besten Überblick über aktuelle Marktgehälter in ihrer Branche. Ein kurzes Gespräch – auch wenn du gerade nicht aktiv suchst – kann dir wertvolle Benchmarks liefern. Bei der Arbeitsagentur oder über Karrierenetzwerke wie LinkedIn findest du Ansprechpartner.

Fünftens: Die eigene Leistung bewerten. Sammle systematisch deine konkreten Erfolge, übernommenen Verantwortungsbereiche und erreichten Ziele. Das ist nicht nur für die Verhandlung wichtig, sondern auch, um deinen individuellen Mehrwert über die reine Marktposition hinaus zu belegen. Dein Wert setzt sich aus Marktdaten plus deiner persönlichen Performance zusammen.

  • Online-Plattformen: Gehalt.de, Kununu, Glassdoor für branchenspezifische Vergleichswerte
  • Persönliches Netzwerk: Diskrete Gespräche mit Kollegen und Branchenkontakten
  • Stellenanzeigen-Analyse: Ausschreibungen mit Gehaltsangaben als Benchmark nutzen
  • Recruiter-Expertise: Personalberater kennen die aktuellen Marktpreise genau
  • Erfolgssammlung: Eigene Leistungen dokumentieren und quantifizieren
Lia und Maik beim engagierten Brainstorming am Laptop

Welche Faktoren dein Gehalt beeinflussen

Dein Gehalt wird von einer Vielzahl von Faktoren bestimmt – wer diese kennt, kann gezielter argumentieren und realistischere Forderungen stellen. Maik beleuchtet im Podcast die fünf wichtigsten Einflussfaktoren.

Erstens: Branche und Unternehmensgröße. Zwischen verschiedenen Branchen gibt es erhebliche Gehaltsunterschiede. Finanz-, Pharma- und IT-Branche zahlen oft deutlich mehr als soziale oder kreative Bereiche. Ebenso verdienst du in einem Konzern typischerweise mehr als in einem Start-up – wobei junge Unternehmen manchmal mit Firmenanteilen oder anderen Benefits locken. Wenn du in der Solar- und Energiebranche tätig bist, profitierst du aktuell von hoher Nachfrage nach Fachkräften.

Zweitens: Qualifikation und Erfahrung. Ausbildung, Studium, Zertifikate und vor allem relevante Berufserfahrung sind zentrale Faktoren. Jedes zusätzliche Jahr Erfahrung, jede Weiterbildung erhöht deinen Marktwert. Spezialisierungen – etwa im Bereich KI und Digitalisierung – können dein Gehalt deutlich steigern.

Drittens: Regionale Unterschiede. In Großstädten wie München, Frankfurt oder Hamburg sind die Gehälter im Schnitt 15-25% höher als in ländlichen Regionen – allerdings sind auch die Lebenshaltungskosten entsprechend höher. Dieser Faktor sollte in deine Kalkulation einfließen.

Viertens: Verhandlungsgeschick. Zwei Menschen mit identischer Qualifikation können unterschiedlich verdienen, nur weil der eine besser verhandelt hat. Verhandeln ist eine Fähigkeit, die man lernen kann – und die sich buchstäblich auszahlt. Professionelle Unterstützung, etwa durch Bewerbungscoaching bei plangenial, kann hier enorm helfen.

Fünftens: Spezialisierung und Knappheit. Je spezialisierter deine Fähigkeiten und je knapper diese am Markt sind, desto höher dein potenzielles Gehalt. Fachkräftemangel in bestimmten Bereichen – etwa Handwerk und Bau – erhöht deinen Verhandlungsspielraum erheblich. Knappe Skills bedeuten höhere Preise – das ist einfache Marktlogik.

  • Branche: Finanz, Pharma, IT zahlen oft mehr als soziale oder kreative Bereiche
  • Unternehmensgröße: Konzerne vs. Start-ups – unterschiedliche Gehaltsniveaus und Benefits
  • Standort: Großstadt vs. ländliche Region – bis zu 25% Gehaltsunterschied
  • Qualifikation: Jede Weiterbildung und jedes Jahr Erfahrung erhöht deinen Wert
  • Verhandlungsgeschick: Gleiche Qualifikation, unterschiedliches Gehalt durch besseres Verhandeln
Lia und Maik schauen überrascht und erschrocken auf den Bildschirm

Der richtige Zeitpunkt für die Gehaltsverhandlung

Timing ist alles – auch bei Gehaltsverhandlungen. Es gibt günstige und weniger günstige Momente, um das Thema anzusprechen. Maik nennt im Podcast fünf ideale Zeitpunkte.

Erstens: Bei der Einstellung. Der Jobwechsel ist statistisch der größte Hebel für Gehaltssprünge. Hier besteht der meiste Verhandlungsspielraum, weil das Unternehmen dich gewinnen möchte. Idealerweise wartest du, bis dir der Job angeboten wird – dann weißt du, dass sie dich wirklich wollen, und deine Verhandlungsposition ist maximal stark.

Zweitens: Nach der Probezeit. Wenn du dich bewährt hast und die ersten drei bis sechs Monate erfolgreich gemeistert hast, ist ein Gehaltsgespräch absolut legitim. Du hast gezeigt, was du kannst – jetzt kannst du das auch finanziell geltend machen.

Drittens: Jährliche Mitarbeitergespräche. Viele Unternehmen haben feste Zyklen für Gehaltsgespräche – oft einmal pro Jahr im Rahmen des Jahresgesprächs. Nutze diesen Termin aktiv, bereite dich gründlich vor und gehe nicht davon aus, dass der Chef das Thema von sich aus anspricht. Eigeninitiative zahlt sich aus.

Viertens: Nach besonderen Erfolgen. Hast du gerade ein wichtiges Projekt erfolgreich abgeschlossen, einen großen Auftrag gewonnen oder eine besondere Leistung erbracht? Dann ist die Wertschätzung besonders hoch – der ideale Moment, um über Vergütung zu sprechen. Nutze den Erfolg als konkretes Argument.

Fünftens: Bei Übernahme zusätzlicher Verantwortung. Wenn sich dein Aufgabenbereich erweitert – etwa durch Teamleitung, neue Projekte oder zusätzliche Kompetenzen – ist das ein legitimer Anlass, auch über die Vergütung zu sprechen. Mehr Verantwortung sollte sich im Gehalt widerspiegeln. Wenn du deine berufliche Online-Präsenz ausbauen oder sichtbarer werden möchtest, kann das ebenfalls deine Position stärken.

  • Jobwechsel: Größter Hebel für Gehaltssprünge – warte, bis das Angebot vorliegt
  • Nach Probezeit: Bewährung abgeschlossen, jetzt Leistung honorieren lassen
  • Jahresgespräch: Feste Zyklen nutzen, nicht passiv warten
  • Nach Erfolgen: Projektabschlüsse, Auszeichnungen, messbare Leistungen als Anlass
  • Neue Verantwortung: Aufgabenerweiterung = Anlass für Gehaltsanpassung
„Eine Gehaltsverhandlung ist kein Bittgang, sondern ein professionelles Gespräch auf Augenhöhe über den fairen Wert deiner Arbeit.“— Maik Marx, plangenial

Vorbereitung ist alles: So gehst du ins Gespräch

Eine gründliche Vorbereitung ist der entscheidende Erfolgsfaktor. Wer unvorbereitet ins Gehaltsgespräch geht, hat schon verloren. Maik empfiehlt fünf konkrete Vorbereitungsschritte.

Erstens: Konkrete Erfolge dokumentieren. Sammle messbare Ergebnisse, die deinen Wert für das Unternehmen belegen. Statt vager Aussagen („Ich arbeite hart“) lieferst du harte Fakten: Umsatzsteigerungen, eingesparte Kosten, erfolgreich abgeschlossene Projekte, neue Kunden. Zahlen überzeugen – immer. Lege dir eine Erfolgssammlung an, die du laufend aktualisierst.

Zweitens: Marktwert recherchieren. Nutze die bereits besprochenen Methoden (Online-Plattformen, Netzwerk, Stellenanzeigen, Recruiter), um eine realistische Gehaltsspanne zu ermitteln. Gehe nicht mit Bauchgefühl, sondern mit fundierten Daten ins Gespräch. Wenn du dir unsicher bist, kann ein kostenloses Erstgespräch bei plangenial Klarheit schaffen.

Drittens: Verhandlungsstrategie festlegen. Überlege dir drei Zahlen: dein Wunschgehalt (ambitioniert, aber realistisch), deine Minimalforderung (unter die du nicht gehst) und mögliche Alternativen zu einer reinen Gehaltserhöhung. Dazu zählen flexible Arbeitszeiten, Homeoffice-Tage, zusätzliche Urlaubstage, ein Weiterbildungsbudget, Firmenwagen oder ein Diensthandy. Verhandlung bedeutet Flexibilität.

Viertens: Gesprächsleitfaden erstellen. Notiere deine wichtigsten Argumente in Stichpunkten und übe das Gespräch vorab – am besten mit einem Freund oder Coach. So gewinnst du Sicherheit und merkst, wo noch Schwachstellen sind. Du kannst auch typische Gegenargumente des Chefs antizipieren und Antworten vorbereiten.

Fünftens: Mentale Vorbereitung. Arbeite an deinem Selbstbewusstsein und deiner inneren Haltung. Eine Gehaltsverhandlung ist kein Bittgang, sondern ein Gespräch auf Augenhöhe über den fairen Wert deiner Arbeit. Du bist nicht der Bittsteller, sondern ein professioneller Verhandlungspartner. Diese innere Haltung strahlt aus – und macht den Unterschied. Wenn dich das Thema Geld und Gehaltsoptimierung grundsätzlich interessiert, findest du dort weitere spannende Impulse.

  • Erfolgssammlung: Messbare Ergebnisse dokumentieren – Zahlen, Projekte, Erfolge
  • Marktrecherche: Gehaltsspanne ermitteln über Plattformen, Netzwerk, Recruiter
  • Drei Zahlen definieren: Wunschgehalt, Minimalforderung, alternative Benefits
  • Gesprächsleitfaden: Argumente notieren, Gespräch proben, Gegenargumente antizipieren
  • Mentale Stärke: Selbstbewusstsein aufbauen – du bist Verhandlungspartner, kein Bittsteller

AVGS-Coaching: Professionelle Unterstützung für deine Gehaltsverhandlung

Du bist dir unsicher, wie du deine Gehaltsverhandlung angehen sollst, oder möchtest deine Strategie mit einem erfahrenen Coach durchsprechen? Mit einem Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein (AVGS) kannst du professionelles Bewerbungs- und Karriere-Coaching bei plangenial kostenfrei in Anspruch nehmen. Die Kosten übernimmt die Agentur für Arbeit oder das Jobcenter. Im Coaching erarbeitest du gemeinsam mit Maik Marx deine individuelle Verhandlungsstrategie, übst das Gespräch und gewinnst das nötige Selbstbewusstsein. Mehr Infos zum AVGS findest du unter avgs.info oder direkt auf der Seite der Arbeitsagentur. Investiere in dich – es lohnt sich.

Die Gehaltsverhandlung führen: Schritt für Schritt zum Erfolg

Nun kommt der entscheidende Moment: das Gehaltsgespräch selbst. Maik skizziert im Podcast den idealen Ablauf, auch wenn das Transkript mitten im Satz endet. Hier sind die wichtigsten Schritte für eine erfolgreiche Verhandlung.

Erstens: Positiver Einstieg. Beginne mit Wertschätzung für das Unternehmen und deine Rolle. Zeige, dass du gern hier arbeitest und dich mit dem Unternehmen identifizierst – bevor du das Thema Gehalt ansprichst. Das schafft eine konstruktive Atmosphäre und zeigt, dass es dir nicht nur ums Geld geht.

Zweitens: Konkrete Leistungen präsentieren. Führe nun deine Erfolgssammlung ins Feld. Nenne messbare Ergebnisse, konkrete Projekte, Verantwortungserweiterungen. Stelle klar dar, welchen Mehrwert du dem Unternehmen gebracht hast. Fakten schlagen Gefühle – immer.

Drittens: Gehaltsforderung klar aussprechen. Nenne eine konkrete Zahl oder Gehaltsspanne, die auf deiner Marktrecherche basiert. Sei selbstbewusst und direkt – vermeide Konjunktive wie „Ich würde gern …“ oder „Wäre es vielleicht möglich …“. Besser: „Aufgrund meiner Leistungen und der Marktlage halte ich ein Gehalt von X Euro für angemessen.“

Viertens: Zuhören und flexibel reagieren. Lass den Vorgesetzten antworten. Vielleicht kommt sofort Zustimmung, vielleicht Gegenargumente, vielleicht ein niedrigeres Angebot. Höre aktiv zu, bleibe ruhig und argumentiere sachlich. Wenn eine reine Gehaltserhöhung nicht möglich ist, bringe deine Alternativen ins Spiel: Homeoffice, Weiterbildungsbudget, Urlaubstage.

Fünftens: Vereinbarung treffen und dokumentieren. Egal, ob du dein Wunschgehalt erreichst oder einen Kompromiss findest – halte das Ergebnis schriftlich fest. Bitte um eine schriftliche Bestätigung der Gehaltsanpassung oder der vereinbarten Benefits. Mündliche Zusagen sind gut, schriftliche sind besser. Und: Wenn es diesmal nicht klappt, vereinbare einen konkreten Termin für ein Folgegespräch in sechs oder zwölf Monaten.

  • Wertschätzung zeigen: Positive Gesprächseröffnung schafft konstruktive Basis
  • Erfolge präsentieren: Konkrete Zahlen, Projekte, Verantwortung – Mehrwert klar machen
  • Forderung klar aussprechen: Konkrete Zahl nennen, selbstbewusst und direkt
  • Aktiv zuhören: Auf Argumente eingehen, flexibel bleiben, Alternativen anbieten
  • Schriftlich fixieren: Vereinbarung dokumentieren lassen – mündlich reicht nicht

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Häufige Fragen

Wie oft sollte ich eine Gehaltsverhandlung führen?

Idealerweise einmal pro Jahr im Rahmen des Jahresgesprächs oder bei besonderen Anlässen wie Projektabschlüssen, Übernahme neuer Verantwortung oder nach der Probezeit. Häufiger als einmal jährlich wirkt oft ungeduldig, seltener bedeutet, dass du Geld liegen lässt. Regelmäßigkeit ist wichtig, aber ohne Anlass solltest du nicht ständig nachhaken.

Was mache ich, wenn mein Chef meine Gehaltsforderung ablehnt?

Bleibe ruhig und sachlich. Frage nach den konkreten Gründen für die Ablehnung und bitte um eine klare Perspektive: Was müsste sich ändern, damit eine Erhöhung möglich wird? Vereinbare einen Folgetermin in sechs Monaten und bitte um schriftliche Zielvereinbarungen. Wenn auch alternative Benefits (Homeoffice, Weiterbildung, Urlaubstage) abgelehnt werden, solltest du mittelfristig über einen Jobwechsel nachdenken – dein Wert wird woanders geschätzt.

Welche Gehaltssteigerung kann ich realistisch fordern?

Das hängt von verschiedenen Faktoren ab: Bei regulären Gehaltsrunden sind 3-5% üblich, bei besonderen Leistungen oder Beförderungen 10-15%, beim Jobwechsel oft 15-25% oder mehr. Wichtig ist, dass du deine Forderung mit Marktdaten und konkreten Erfolgen begründen kannst. Eine pauschale Antwort gibt es nicht – deine individuelle Leistung und die Marktsituation sind entscheidend.

Sollte ich zuerst eine Zahl nennen oder den Arbeitgeber?

Hier gehen die Meinungen auseinander. Generell gilt: Wer zuerst eine Zahl nennt, setzt den Anker für die Verhandlung. Wenn du deinen Marktwert gut kennst, kannst du ruhig zuerst eine realistische Forderung aussprechen – das zeigt Selbstbewusstsein. Bist du unsicher, kannst du auch höflich zurückfragen: „Was schwebt Ihnen denn vor?“ Beide Wege funktionieren, entscheidend ist deine Vorbereitung und innere Sicherheit.

Kann ich auch im öffentlichen Dienst oder in Tarifbetrieben verhandeln?

Im öffentlichen Dienst und bei streng tarifgebundenen Unternehmen sind die Gehälter oft fest an Eingruppierungen gekoppelt. Verhandlungsspielraum gibt es hier meist bei der Einstufung (welche Erfahrungsstufe, welche Tarifgruppe) oder bei Zusatzleistungen wie Zulagen, Sonderzahlungen oder Benefits. Auch hier lohnt sich das Gespräch – nur die Argumente verschieben sich etwas. Selbst in starren Systemen gibt es Spielräume.

Ein persönliches Wort von Maik

Gehaltsverhandlungen gehören zu den Momenten im Berufsleben, die vielen Menschen Unbehagen bereiten – aber sie sind auch eine der wirksamsten Hebel für deine finanzielle Zukunft. Jedes Jahr, das du mit einem zu niedrigen Gehalt arbeitest, kostet dich nicht nur aktuell Geld, sondern auch in der Zukunft: bei Gehaltserhöhungen, bei der Rente, bei deinem gesamten Vermögensaufbau. Deshalb ist es so wichtig, dass du lernst, deinen Wert zu kennen und ihn selbstbewusst zu kommunizieren. Die gute Nachricht ist: Verhandeln kann man lernen. Es ist keine angeborene Gabe, sondern eine Fähigkeit, die du durch Vorbereitung, Übung und die richtige innere Haltung entwickelst. Du hast es verdient, fair bezahlt zu werden für das, was du leistest. Du musst dich nicht klein machen oder bescheiden sein – im Gegenteil. Deine Arbeit hat einen Wert, und es ist vollkommen legitim, diesen Wert einzufordern. Wenn du dabei Unterstützung brauchst, bin ich für dich da. Gemeinsam finden wir heraus, wo du stehst, was du wert bist und wie du das im Gespräch rüberbringst. Ich glaube an dich und deine Fähigkeiten – und ich möchte, dass du finanziell das bekommst, was dir zusteht. Trau dich, geh den Schritt – du wirst sehen, wie viel sich dadurch verändern kann.

Maik MarxDein Bewerbungs- & Karriere-Coach bei plangenial

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Hinweis: Dieser Podcast wird mit KI-Unterstützung produziert. Die Stimmen von Lia und Maik Marx sind teils KI-generiert. Die Inhalte dienen der allgemeinen Information und ersetzen keine individuelle Rechts-, Förder- oder Karriereberatung. Verantwortlich i.S.d. § 18 Abs. 2 MStV: Maik Marx, plangenial – Plan Genial Unternehmensberatung, Plauener Str. 19, 13055 Berlin.

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