
Quereinsteiger erfolgreich – ohne klassische Ausbildung Fuß fassen
Der Gedanke an einen beruflichen Neuanfang fasziniert dich, aber gleichzeitig hast du Zweifel: Bin ich zu alt? Werde ich ohne formale Ausbildung überhaupt ernst genommen? Kann ich wirklich in einem völlig neuen Bereich Fuß fassen? Diese Fragen kennen viele Menschen, die mit dem Gedanken spielen, als Quereinsteiger durchzustarten. Die gute Nachricht: Nie war der Zeitpunkt günstiger als heute. Der Fachkräftemangel in Deutschland öffnet Türen, die früher verschlossen waren, und viele Branchen suchen händeringend nach motivierten Menschen – auch ohne klassische Ausbildung.
In der 21. Folge des Plan Genial Podcasts sprechen Lia und Maik Marx genau darüber: Wie gelingt der Quereinstieg in einen neuen Beruf? Welche übertragbaren Fähigkeiten bringst du mit, ohne es vielleicht selbst zu wissen? Welche Branchen sind besonders offen, und welche konkreten Schritte musst du gehen? Der Quereinstieg ist keine Notlösung, sondern eine echte Chance – wenn du weißt, wie du sie nutzt. In diesem Beitrag erfährst du die wichtigsten Erkenntnisse aus der Folge, ergänzt um praktische Tipps, konkrete Beispiele und eine klare Roadmap für deinen erfolgreichen Neustart.
Was ist ein Quereinsteiger – und warum sind sie so gefragt?
Ein Quereinsteiger ist jemand, der in einen Beruf oder eine Branche wechselt, ohne die dafür typische Ausbildung oder das entsprechende Studium absolviert zu haben. Das kann die Restaurantfachkraft sein, die in die IT wechselt, der Büroangestellte, der in die Pflege geht, oder die Verkäuferin, die im Vertrieb durchstartet. Keine klassische Laufbahn – aber jede Menge wertvolle Erfahrung.
Warum sind Quereinsteiger heute so gefragt? Ganz einfach: Der Arbeitsmarkt in Deutschland steht unter massivem Druck. Laut Arbeitsmarkt-Statistik der Bundesagentur fehlen in vielen Branchen hunderttausende Fachkräfte – Tendenz steigend. Unternehmen können es sich schlicht nicht mehr leisten, nur auf Bewerber mit der „perfekten“ Ausbildung zu warten. Lebenserfahrung, Soft Skills und die Bereitschaft zu lernen zählen heute genauso viel wie formale Abschlüsse
Quereinsteiger bringen oft eine frische Perspektive mit, andere Denkweisen und Problemlösungsansätze, die in eingespielten Teams fehlen. Wer jahrelang im Einzelhandel gearbeitet hat, kennt Kundenbedürfnisse aus dem Effeff. Wer aus der Gastronomie kommt, weiß, wie man unter extremem Zeitdruck organisiert bleibt. Diese übertragbaren Fähigkeiten sind Gold wert – auch wenn sie auf dem Papier nicht immer sichtbar sind.
Der gesellschaftliche Wandel spielt ebenfalls eine Rolle: Lebensläufe werden bunter, Patchwork-Karrieren sind die Norm, nicht die Ausnahme. Arbeitgeber erkennen zunehmend, dass ein gerader Lebenslauf keine Garantie für Erfolg ist – und dass Umwege oft die interessanteren Menschen hervorbringen.
- Fachkräftemangel in Pflege, IT, Logistik, Handwerk und vielen anderen Branchen öffnet Türen für Quereinsteiger
- Übertragbare Kompetenzen (Soft Skills, Organisationstalent, Stressresistenz) sind oft wichtiger als formale Abschlüsse
- Perspektivenvielfalt: Quereinsteiger bringen neue Ideen und Lösungsansätze in etablierte Teams
- Lebenslanges Lernen wird von Arbeitgebern immer höher geschätzt – Motivation zählt mehr als das Geburtsdatum

Du träumst von einem beruflichen Neustart, hast aber nicht die „klassische“ Ausbildung für deinen Wunschberuf? Kein Problem! In Folge 21 des Plan Genial Podcasts zeigt dir Maik Marx, wie du als Quereinsteiger in einem neuen Berufsfeld durchstartest – mit der richtigen Strategie, übertragbaren Fähigkeiten und gezielter Weiterbildung. Fachkräftemangel macht’s möglich
▶ Zur FolgeDiese Branchen suchen aktiv Quereinsteiger
Nicht jede Branche ist gleich offen für Quereinsteiger – aber viele sind es mehr, als du vielleicht denkst. An erster Stelle steht die Pflege: Krankenhäuser, Pflegeheime und ambulante Dienste suchen verzweifelt nach Personal. Hier kannst du oft mit einer verkürzten Ausbildung oder sogar als Pflegehelfer ohne formale Qualifikation starten und dich dann weiterbilden.
Die IT-Branche ist ein weiteres Eldorado für Quereinsteiger. Hier zählen praktische Fähigkeiten und Projekte oft mehr als ein Informatikstudium. Bootcamps, Online-Kurse und Selbstlernphasen können ausreichen, um als Junior-Developer, IT-Support oder Datenanalyst einzusteigen. Gerade im Bereich digitale Kompetenzen und KI entstehen ständig neue Jobprofile, für die es noch gar keine klassischen Ausbildungswege gibt.
Auch im Vertrieb und Kundenservice sind Quereinsteiger willkommen. Wer kommunikationsstark ist, Empathie mitbringt und gerne mit Menschen arbeitet, hat hier hervorragende Chancen. Die Logistik boomt ebenfalls: Disponenten, Lagerfachkräfte, Fuhrparkmanager – viele dieser Rollen lassen sich durch gezielte Weiterbildung oder On-the-Job-Training erschließen.
Weitere offene Branchen sind der Einzelhandel, soziale Berufe (etwa bei Wohlfahrtsverbänden wie den Maltesern oder der Caritas) und zunehmend auch das Handwerk. Ob Montage und Bau oder Photovoltaik und erneuerbare Energien – überall fehlen Fachkräfte, und viele Betriebe bilden gerne selbst aus oder stellen Quereinsteiger ein.
- Pflege (Kranken- und Altenpflege, ambulante Dienste): massiver Personalmangel, Einstieg oft als Helfer möglich
- IT und Tech (Entwicklung, Support, Datenanalyse): praktische Skills zählen mehr als formale Abschlüsse
- Vertrieb & Kundenservice: Kommunikationsstärke und Kundenfokus sind die Hauptqualifikationen
- Logistik (Disposition, Lager, Transport): boomende Branche mit vielen Einstiegsmöglichkeiten
- Handwerk & Energie (Solar, Bau, Montage): Fachkräftemangel bietet Chancen für praktisch Veranlagte

Übertragbare Fähigkeiten erkennen und richtig einsetzen
Viele Quereinsteiger unterschätzen sich selbst. Sie denken: „Ich habe ja keine Erfahrung in dem neuen Bereich.“ Doch das stimmt so nicht. Du hast übertragbare Fähigkeiten – Kompetenzen, die in jedem Beruf wertvoll sind. Die Kunst besteht darin, sie zu erkennen, zu benennen und in deiner Bewerbung überzeugend darzustellen.
Ein Beispiel: Du hast jahrelang im Einzelhandel gearbeitet. Was hast du dort gelernt? Kundenkommunikation, Beschwerdemanagement, Stressresistenz, Teamarbeit, Kassenabrechnungen, Warenwirtschaft. All das sind Fähigkeiten, die im Kundenservice, im Vertrieb, in der Verwaltung oder sogar in der Pflege (Patientenkontakt!) extrem wertvoll sind. Deine bisherige Berufserfahrung ist kein Ballast, sondern dein Kapital
Oder du kommst aus der Gastronomie: Dort hast du gelernt, unter extremem Zeitdruck zu arbeiten, mehrere Aufgaben parallel zu jonglieren (Multitasking), im Team zu funktionieren und freundlich zu bleiben, auch wenn es hektisch wird. Diese Soft Skills sind in der Logistik, im Eventmanagement, im Projektmanagement und vielen anderen Bereichen gefragt.
Wie identifizierst du deine übertragbaren Fähigkeiten konkret? Setz dich hin und liste alle Aufgaben auf, die du in bisherigen Jobs erledigt hast. Frag dich: Welche Fähigkeiten habe ich dabei eingesetzt? Welche Probleme habe ich gelöst? Welche Erfolge hatte ich? Hol dir auch Feedback von ehemaligen Kollegen oder Freunden: „Was sind deine Stärken?“ Oft sehen andere Dinge, die uns selbst gar nicht auffallen.
- Soft Skills (Kommunikation, Empathie, Teamfähigkeit, Konfliktlösung) sind in fast jeder Branche gefragt
- Organisationstalent und Multitasking aus Gastronomie oder Einzelhandel passen perfekt in Logistik, Verwaltung, Projektmanagement
- Stressresistenz und Flexibilität sind übertragbare Kompetenzen, die besonders in dynamischen Branchen zählen
- Technische Grundkenntnisse (z. B. Kassensysteme, Warenwirtschaft, Office-Programme) lassen sich oft auf neue Tools übertragen

Die Roadmap zum erfolgreichen Quereinstieg: konkrete Schritte
Der Quereinstieg gelingt nicht über Nacht – aber mit einem klaren Plan wird er machbar. Der erste Schritt ist die Selbstreflexion: Was will ich wirklich? Welche Branche interessiert mich? Warum möchte ich wechseln? Geht es um mehr Sinn, bessere Bezahlung, Vereinbarkeit von Familie und Beruf? Klarheit über deine Motivation ist die Basis
Schritt 2: Recherche und Marktanalyse. Welche Anforderungen stellt die Branche? Wie viele offene Stellen gibt es? Schau dir Stellenanzeigen bei der Arbeitsagentur an, analysiere die geforderten Qualifikationen und identifiziere Lücken in deinem Profil. Sprich mit Menschen, die bereits in dem Bereich arbeiten – Informationsgespräche über LinkedIn oder persönliche Kontakte sind Gold wert.
Schritt 3: Gezielte Weiterbildung. Hier wird es konkret: Welche Kenntnisse fehlen dir noch, und wie kannst du sie dir aneignen? Das kann ein mehrmonatiger Kurs sein, ein Zertifikat (z. B. in Buchhaltung, Webdesign, Datenschutz) oder eine Umschulung mit IHK-Abschluss. Viele dieser Maßnahmen lassen sich über einen AVGS-Gutschein oder Bildungsgutschein fördern, wenn du arbeitslos oder von Arbeitslosigkeit bedroht bist. Die Weiterbildungssuche KURSNET hilft dir, passende Angebote zu finden.
Schritt 4: Bewerbungsunterlagen anpassen. Dein Lebenslauf und dein Anschreiben müssen deine übertragbaren Fähigkeiten herausstellen und zeigen, warum du trotz anderem Hintergrund perfekt für die Stelle bist. Eine professionelle Bewerbungsberatung kann hier den entscheidenden Unterschied machen – etwa durch ein Bewerbungscoaching bei plangenial.
Schritt 5: Netzwerken und sichtbar werden. Baue dir ein berufliches Netzwerk auf, sei auf Plattformen wie LinkedIn aktiv, besuche Branchen-Events und zeige, dass du lernbereit und motiviert bist. Eine professionelle Online-Präsenz kann ebenfalls helfen, dich als ernsthaften Kandidaten zu positionieren.
- Selbstreflexion: Kläre deine Motivation, Ziele und Wunschbranche
- Marktanalyse: Recherchiere Stellenangebote, Anforderungen und Bedarf – nutze offizielle Quellen und persönliche Kontakte
- Weiterbildung: Schließe Wissenslücken durch Kurse, Zertifikate oder Umschulungen (oft förderbar)
- Bewerbung optimieren: Stelle übertragbare Fähigkeiten in den Vordergrund, lass dich ggf. coachen
- Netzwerken: Baue Kontakte auf, sei online sichtbar, zeige Engagement und Lernbereitschaft
Weiterbildung und Umschulung: Was ist der Unterschied, und wie wirst du gefördert?
Viele Quereinsteiger stolpern über die Begriffe Weiterbildung und Umschulung – dabei ist der Unterschied entscheidend für deine Planung. Eine Weiterbildung ist kürzer (wenige Wochen bis mehrere Monate) und zielt darauf ab, spezifische Kenntnisse zu vermitteln: etwa ein Kurs in Buchhaltung, Webdesign, Lagerlogistik oder digitale Marketing-Tools. Du erwirbst neue Skills, aber keinen formalen Berufsabschluss.
Eine Umschulung hingegen ist umfassender: Sie dauert in der Regel zwei Jahre (bei Verkürzung auch weniger) und führt zu einem anerkannten Berufsabschluss – meist mit IHK- oder HWK-Prüfung. Umschulungen gibt es in vielen Bereichen: kaufmännische Berufe, Pflege, IT, Handwerk. Eine Umschulung ist quasi eine zweite Ausbildung – maßgeschneidert für Erwachsene mit Berufserfahrung
Wie wird das finanziert? Wenn du arbeitslos bist oder Arbeitslosengeld I beziehst, kann die Arbeitsagentur die Kosten für Weiterbildung oder Umschulung über einen Bildungsgutschein übernehmen – inklusive Prüfungsgebühren, Fahrtkosten und teilweise sogar Kinderbetreuung. Auch wenn du bedroht bist, deinen Job zu verlieren, hast du Anspruch auf Förderung.
Für kürzere Maßnahmen oder Coachings gibt es den AVGS-Gutschein (Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein), geregelt in § 45 SGB III. Mit diesem Gutschein kannst du etwa ein Bewerbungscoaching oder eine berufliche Orientierung bei einem zertifizierten Träger in Anspruch nehmen – für dich kostenfrei. Mehr Infos findest du auf avgs.info.
Wichtig: Beantrage die Förderung vor Beginn der Maßnahme. Lass dich von der Arbeitsagentur oder dem Jobcenter beraten, welche Optionen für dich in Frage kommen. Ein kostenloses Erstgespräch bei einem Coach kann dir helfen, die richtige Weiterbildung zu finden und den Antrag vorzubereiten.
- Weiterbildung: kurz (Wochen bis Monate), vermittelt spezifische Skills, kein formaler Abschluss
- Umschulung: länger (ca. 2 Jahre), führt zu anerkanntem Berufsabschluss (IHK/HWK)
- Bildungsgutschein: Förderung durch Arbeitsagentur für Arbeitslose oder von Arbeitslosigkeit Bedrohte
- AVGS-Gutschein: für Coaching, berufliche Orientierung, Bewerbungsunterstützung – kostenfrei für dich
- Antrag vorher stellen: Fördermittel müssen VOR Maßnahmenbeginn beantragt werden
AVGS-Förderung: Dein Einstieg ins Coaching – kostenfrei
Du bist arbeitslos oder beziehst Arbeitslosengeld I? Dann hast du wahrscheinlich Anspruch auf einen AVGS-Gutschein (Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein). Damit kannst du ein professionelles Bewerbungscoaching oder eine berufliche Orientierung bei einem zertifizierten Träger in Anspruch nehmen – für dich völlig kostenfrei. Der Gutschein deckt etwa die Optimierung deiner Bewerbungsunterlagen, Vorbereitung auf Vorstellungsgespräche oder die Entwicklung einer klaren Bewerbungsstrategie ab. Frag bei deinem Arbeitsvermittler nach oder informiere dich vorab in einem kostenlosen Erstgespräch. So startest du optimal vorbereitet in deinen Quereinstieg.
Vorurteile überwinden: Alter, fehlende Abschlüsse und der Mut zum Neuanfang
„Ich bin zu alt für einen Neuanfang.“ „Ohne Ausbildung nehme ich mich doch nicht ernst.“ „Die wollen eh nur junge Leute mit perfektem Lebenslauf.“ Diese Gedanken kennen viele Quereinsteiger – und sie sind verständlich, aber oft unbegründet. Die Realität auf dem Arbeitsmarkt sieht anders aus
Ja, es gibt Vorurteile. Aber viele Arbeitgeber schätzen die Lebenserfahrung, die Reife und die andere Perspektive, die Quereinsteiger mitbringen. Gerade in Zeiten des Fachkräftemangels können es sich Unternehmen schlicht nicht leisten, talentierte Menschen nur wegen fehlender formaler Qualifikationen abzulehnen. Deine bisherige Berufserfahrung ist ein Pluspunkt, kein Makel
Was das Alter betrifft: Es ist nie zu spät. Maik Marx berichtet im Podcast von Menschen in ihren 50ern, die erfolgreich in neue Berufe gewechselt sind – in die Pflege, in die IT, in soziale Berufe. Entscheidend ist nicht das Geburtsdatum, sondern deine Lernbereitschaft, deine Motivation und deine Fähigkeit, dich auf Neues einzulassen.
Natürlich musst du realistisch sein: Manche Branchen bevorzugen jüngere Bewerber (oft aus falschen Gründen), und manche Umschulungen sind körperlich anspruchsvoll. Aber die Mehrheit der Arbeitgeber sucht Menschen, die anpacken, die mitdenken und die bleiben – und genau das bringen erfahrene Quereinsteiger mit. Lass dich nicht von Selbstzweifeln ausbremsen, sondern investiere in eine professionelle Vorbereitung: vom Lebenslauf über das Vorstellungsgespräch bis zur gezielten Weiterbildung.
- Lebenserfahrung und Reife werden von vielen Arbeitgebern als Vorteil gesehen – nicht als Nachteil
- Alter ist relativ: Menschen in ihren 50ern starten erfolgreich neu – entscheidend sind Motivation und Lernbereitschaft
- Fachkräftemangel zwingt Unternehmen, offener zu werden – formale Abschlüsse verlieren an Gewicht
- Realistische Selbsteinschätzung: Wähle eine Branche, die zu deinen körperlichen und persönlichen Voraussetzungen passt
- Professionelle Unterstützung (Coaching, Beratung) hilft, Selbstzweifel zu überwinden und selbstbewusst aufzutreten
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Häufige Fragen
Bin ich mit 50 zu alt für einen Quereinstieg?
Nein, definitiv nicht. Viele Menschen starten auch in ihren 50ern erfolgreich in neuen Berufen durch. Entscheidend sind deine Motivation, deine Lernbereitschaft und die Wahl einer Branche, die zu deinen Stärken passt. Gerade in Pflege, Sozialberufen oder im Kundenservice wird Lebenserfahrung sehr geschätzt. Dein Alter ist kein Hindernis, sondern kann ein Vorteil sein, wenn du es richtig kommunizierst.
Welche Weiterbildungen sind für Quereinsteiger besonders sinnvoll?
Das hängt von deinem Zielberuf ab. In der IT sind Bootcamps, Online-Kurse (z. B. in Programmierung, Datenanalyse) oder Zertifikate (z. B. Google IT Support) wertvoll. In der Pflege gibt es verkürzte Ausbildungen oder Helferkurse. Für kaufmännische Berufe bieten sich IHK-Zertifikate (z. B. Buchhaltung, Personalwesen) an. Nutze die Weiterbildungssuche KURSNET, um passende, geförderte Angebote zu finden.
Wie finde ich heraus, welche meiner Fähigkeiten übertragbar sind?
Setze dich hin und liste alle Aufgaben auf, die du in bisherigen Jobs erledigt hast. Frag dich: Welche Fähigkeiten habe ich dabei eingesetzt? (z. B. Kommunikation, Organisation, Problemlösung). Welche Erfolge hatte ich? Hol dir auch Feedback von ehemaligen Kollegen oder Freunden: „Was sind meine Stärken?“ Ein Bewerbungscoaching kann dir helfen, diese Fähigkeiten klar zu benennen und in deiner Bewerbung überzeugend darzustellen.
Was ist der Unterschied zwischen Weiterbildung und Umschulung?
Eine Weiterbildung ist kürzer (wenige Wochen bis Monate) und vermittelt spezifische Kenntnisse – ohne formalen Abschluss. Eine Umschulung dauert ca. zwei Jahre und führt zu einem anerkannten Berufsabschluss (z. B. IHK-Prüfung). Umschulungen sind quasi eine zweite Ausbildung für Erwachsene und werden bei Arbeitslosigkeit oft vollständig von der Arbeitsagentur über einen Bildungsgutschein gefördert.
Wie bekomme ich einen AVGS-Gutschein für ein Bewerbungscoaching?
Den AVGS-Gutschein beantragst du bei deinem Arbeitsvermittler bei der Arbeitsagentur oder dem Jobcenter. Erkläre, dass du Unterstützung bei der Bewerbung oder beruflichen Orientierung brauchst. Der Gutschein ist für dich kostenfrei und deckt Leistungen wie Bewerbungsoptimierung, Interviewtraining oder Strategieentwicklung ab. Wichtig: Wähle einen zertifizierten Träger wie plangenial, der den Gutschein akzeptiert. Ein kostenloses Erstgespräch kann dir helfen, den Antrag vorzubereiten.
Ein persönliches Wort von Maik
Der Quereinstieg ist für viele Menschen der Schlüssel zu einem erfüllteren Berufsleben – und ich erlebe das jeden Tag in meiner Arbeit als Coach. Du bist nicht allein mit deinen Zweifeln, mit der Unsicherheit, ob du „gut genug“ bist oder ob dein Alter gegen dich spricht. Aber lass mich dir eines sagen: Du bist gut genug. Deine bisherige Berufserfahrung, deine Lebenserfahrung, deine Fähigkeiten – all das ist wertvoll, auch wenn es nicht auf dem Papier steht. Der Arbeitsmarkt braucht Menschen wie dich, die bereit sind zu lernen, die anpacken und die nicht aufgeben. Es ist nie zu spät für einen Neuanfang. Ich habe Menschen in ihren 50ern begleitet, die erfolgreich in die Pflege gewechselt sind, IT-Quereinsteiger ohne Studium, die heute in Festanstellung arbeiten, Verkäufer, die im Vertrieb durchgestartet sind. Was sie alle gemeinsam hatten: den Mut, den ersten Schritt zu gehen – und die Bereitschaft, sich Unterstützung zu holen. Du musst das nicht alleine schaffen. Nutz die Förderungen, die dir zustehen, investiere in deine Weiterbildung, lass dich coachen und vor allem: Glaub an dich. Dein beruflicher Neustart ist möglich, realistisch und näher, als du denkst. Ich bin für dich da, wenn du bereit bist, loszulegen.
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Hinweis: Dieser Podcast wird mit KI-Unterstützung produziert. Die Stimmen von Lia und Maik Marx sind teils KI-generiert. Die Inhalte dienen der allgemeinen Information und ersetzen keine individuelle Rechts-, Förder- oder Karriereberatung. Verantwortlich i.S.d. § 18 Abs. 2 MStV: Maik Marx, plangenial – Plan Genial Unternehmensberatung, Plauener Str. 19, 13055 Berlin.