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Gehalt: Warum reden wir nicht darüber?

Gehalt: Warum reden wir nicht darüber?

Karriere-Ratgeber · plangenial

Gehalt: Warum reden wir nicht darüber?

Kaum ein Thema ist so tabuisiert wie das eigene Gehalt – dabei wäre offene Kommunikation für viele Beschäftigte ein echter Gamechanger. Wer schweigt, verhandelt schlechter, bleibt unter Wert bezahlt und merkt oft jahrelang nicht, dass Kolleginnen oder Kollegen deutlich mehr verdienen. Dieser Artikel zeigt, warum das Schweigen so hartnäckig ist, was es rechtlich bedeutet – und wie du das Thema Gehalt endlich selbstbewusst in die Hand nimmst.

Stell dir vor, du sitzt im Pausenraum. Jemand fragt beiläufig: ‚Was verdienst du eigentlich?‘ – und sofort wird es still. Blicke wandern zur Kaffeemaschine, Smartphones werden gezückt. Das Gehalt bleibt das größte Tabu im deutschen Arbeitsleben, noch vor Krankheit, Schulden oder Beziehungsproblemen. Aber warum eigentlich?

Das Schweigen über Geld hat einen Preis – und den zahlst du meistens selbst. Wer nicht redet, kann nicht vergleichen. Wer nicht vergleicht, kann nicht einordnen. Und wer nicht einordnet, verhandelt ins Blaue. In diesem Beitrag erfährst du, was hinter dem Gehaltstabou steckt, welche Rechte du wirklich hast und wie du das Gespräch über dein Gehalt führst, ohne Angst haben zu müssen.

Das Gehaltstabou: Ein deutsches Kulturphänomen

In vielen anderen Ländern ist das Reden über Gehalt völlig normal – in Skandinavien sind Einkommensdaten sogar öffentlich einsehbar. In Deutschland hingegen gilt das Gehalt als streng privat, fast so intim wie der Kontostand oder die Steuererklärung. Das ist keine Naturgegebenheit, sondern das Ergebnis einer kulturellen Prägung.

Arbeitgeber haben historisch kein Interesse daran, dass Beschäftigte ihre Gehälter vergleichen. Wer vergleicht, fordert an. Wer fordert, kostet. Das Tabu hat also eine ganz praktische Funktion: Es hält Lohnkosten niedrig und Machtverhältnisse stabil.

Dazu kommt eine typisch deutsche Mischung aus Bescheidenheit und Statusangst. Wer zu viel verdient, möchte das vielleicht nicht zeigen. Wer zu wenig verdient, schämt sich. Beide Seiten schweigen – und das System bleibt unangetastet.

Das Ergebnis: Gehaltsunterschiede wachsen im Verborgenen. Besonders Frauen, Berufseinsteiger und Menschen, die selten wechseln, zahlen dafür einen dauerhaften Preis. Laut Destatis liegt der Gender Pay Gap in Deutschland noch immer bei rund 18 Prozent – ein Wert, der ohne mehr Transparenz kaum sinken wird.

Offenheit über Gehalt ist also kein Angriff auf den Betriebsfrieden. Sie ist ein Werkzeug für Fairness.

  • Kulturelle Prägung: Geld gilt in Deutschland als Privatangelegenheit
  • Strukturelles Schweigen: Arbeitgeber profitieren von Intransparenz
  • Doppelte Scham: Zu viel oder zu wenig – beide Seiten schweigen
  • Frauen und Berufseinsteiger sind besonders betroffen
Coaching-Gespräch bei plangenial

Was das Schweigen über dein Gehalt wirklich kostet

Wenn du nie über dein Gehalt redest, kannst du es auch nie richtig einschätzen. Du weißt nicht, ob deine Vergütung marktgerecht ist, ob du unterbezahlt wirst oder ob neue Kolleginnen bereits mehr bekommen als du nach zehn Jahren im Betrieb.

Fehlende Vergleichswerte führen direkt zu schwächeren Verhandlungspositionen. Wer ohne Argumente ins Gehaltsgespräch geht, bekommt oft das, was der Arbeitgeber anbietet – nicht das, was er wert ist. Das ist kein Schicksal, sondern das Ergebnis von Informationsmangel.

Besonders kritisch wird es bei Jobwechseln: Viele Menschen nennen ein zu niedriges Wunschgehalt, weil sie keine Ahnung haben, was andere in vergleichbarer Position tatsächlich verdienen. Das setzt eine Lohnspirale nach unten in Gang, die sich über Jahre fortschreibt.

Hinzu kommt der psychologische Effekt: Wer nie über Gehalt redet, lernt auch nie, es selbstbewusst einzufordern. Die Hemmung wächst, die Fähigkeit verkümmert. Dabei ist Gehaltsverhandlung eine Kompetenz – und Kompetenzen kann man trainieren.

Auf finanzpost.de findest du hilfreiche Orientierungswerte und Gehaltsvergleiche, die dir zeigen, wo du im Markt wirklich stehst.

  • Kein Vergleich bedeutet keine realistische Selbsteinschätzung
  • Schwächere Verhandlungsposition bei Gehalts- und Jobgesprächen
  • Langfristige Lohnnachteile durch zu niedrige Einstiegsgehälter
  • Psychologische Hemmung wächst mit jedem Jahr des Schweigens
„Das Schweigen über Gehalt ist kein Zufall – es ist ein System. Wer anfängt zu reden, verändert nicht nur seinen Kontostand, sondern auch sein Selbstbild.“— Maik Marx, plangenial

Deine Rechte: Was du wirklich darfst – und was nicht

Hier herrscht viel Unsicherheit – und viele Mythen. Die gute Nachricht: Du darfst mit Kolleginnen und Kollegen über dein Gehalt sprechen. Das ist in Deutschland grundsätzlich erlaubt und wird durch das allgemeine Persönlichkeitsrecht sowie die Koalitionsfreiheit geschützt.

Was Arbeitgeber in manchen Verträgen schreiben – nämlich eine Verschwiegenheitsklausel über das eigene Gehalt – ist in der Regel nicht wirksam. Solche Klauseln verstoßen gegen §307 BGB (unangemessene Benachteiligung) und sind von Arbeitsgerichten vielfach gekippt worden.

Beim Auskunftsrecht über Kollegengehälter sieht es differenzierter aus: Das Entgelttransparenzgesetz gibt dir seit 2017 das Recht, in Betrieben ab 200 Beschäftigten zu erfahren, wie das durchschnittliche Gehalt einer Vergleichsgruppe aussieht – nicht das individuelle Gehalt einer einzelnen Person.

Kündigung wegen Gehaltsrederei? Das ist in aller Regel nicht zulässig. Eine Kündigung wäre hier unverhältnismäßig und würde arbeitsrechtlich kaum standhalten. Wer das Thema intern anspricht, genießt weitgehenden Schutz.

Fazit: Du hast mehr Rechte, als du vielleicht dachtest. Die Angst vor rechtlichen Konsequenzen ist meist unbegründet – aber sie ist ein mächtiges Werkzeug zur Aufrechterhaltung des Tabus.

  • Reden über das eigene Gehalt ist grundsätzlich erlaubt
  • Vertragliche Verschwiegenheitsklauseln sind meist unwirksam
  • Entgelttransparenzgesetz gilt ab 200 Beschäftigten im Betrieb
  • Kündigung wegen Gehaltsthema ist in aller Regel rechtswidrig
  • Koalitionsfreiheit schützt kollektive Gespräche über Lohn

Warum Karriere-Coaching den Unterschied macht

Viele Menschen wissen theoretisch, dass sie mehr verdienen könnten – aber sie wissen nicht, wie sie das Gespräch angehen sollen. Genau hier setzt professionelles Karriere-Coaching an. Es geht nicht nur um Techniken, sondern um innere Haltung, Selbstbild und Kommunikationsstärke.

Ein guter Coach hilft dir, deinen eigenen Marktwert realistisch einzuschätzen. Nicht zu niedrig – was häufig der Fall ist – aber auch nicht unrealistisch hoch. Diese Einschätzung ist die Grundlage jedes erfolgreichen Gehaltsgesprächs.

Beim Karriere-Coaching mit Maik Marx arbeitest du gezielt an deiner Verhandlungsstrategie, deiner Argumentation und deinem Auftreten. Das Coaching ist AVGS-gefördert – das bedeutet: Wenn du arbeitssuchend oder von Arbeitslosigkeit bedroht bist, übernimmt die Arbeitsagentur die Kosten vollständig.

Besonders wertvoll ist die Kombination aus persönlicher Begleitung und praktischen Werkzeugen. Du lernst, wie du dich auf Gehaltsverhandlungen vorbereitest, wie du mit Einwänden umgehst und wie du souverän bleibst, wenn es unangenehm wird.

Coaching ist keine Schwäche – es ist die klügste Investition, die du in deine berufliche Zukunft machen kannst.

  • Realistischer Marktwert als Grundlage jeder Verhandlung
  • Haltung und inneres Selbstbild vor Techniken und Taktiken
  • AVGS-Förderung macht Coaching oft kostenfrei zugänglich
  • Individuelle Vorbereitung auf konkrete Gehalts- und Jobgespräche
Bewerbungstraining bei plangenial

So bereitest du dich auf das Gehaltsgespräch vor

Gute Vorbereitung ist der wichtigste Hebel. Wer mit konkreten Zahlen, klaren Argumenten und einem realistischen Zielgehalt ins Gespräch geht, verhandelt aus einer Position der Stärke – nicht aus der Hoffnung heraus.

Recherchiere zuerst deinen Marktwert. Nutze Gehaltsvergleiche, sprich mit Menschen in ähnlichen Positionen und schau dir Stellenanzeigen an – viele enthalten inzwischen Gehaltsangaben. Die Jobsuche der Bundesagentur bietet dafür eine gute Grundlage.

Dann formuliere deine Leistungsargumente konkret: Was hast du erreicht? Welche Verantwortung trägst du? Wo hast du mehr geleistet als erwartet? Zahlen, Projekte und messbare Ergebnisse sind überzeugender als allgemeine Aussagen wie ‚Ich arbeite sehr engagiert‘.

Übe das Gespräch – am besten mit jemandem, der dir ehrliches Feedback gibt. Wer das Gehaltsgespräch laut ausspricht, verliert die Scheu davor. Auch KI-gestützte Tools können beim Üben von Gesprächssituationen helfen.

Und: Geh mit zwei Zahlen ins Gespräch – deinem Wunschgehalt und deiner absoluten Untergrenze. Wer nur eine Zahl hat, gerät leichter unter Druck.

  • Marktwert recherchieren: Vergleiche, Stellenanzeigen, Netzwerk
  • Leistungsargumente mit konkreten Zahlen und Projekten belegen
  • Gespräch aktiv üben – laut sprechen baut Hemmungen ab
  • Wunschgehalt und Untergrenze vorab festlegen
  • Timing beachten: Nach Erfolgen oder beim Jahresgespräch einsteigen

Praxis-Tipp: Dein Gehaltsgespräch in 3 Schritten vorbereiten

1. Marktwert recherchieren: Vergleiche dein Gehalt mit Branchendaten, Stellenanzeigen und Gesprächen im Netzwerk – so weißt du, wo du stehst. 2. Argumente sammeln: Schreib auf, was du in den letzten 12 Monaten geleistet hast – konkret, messbar, mit Projekten und Zahlen. 3. Gespräch simulieren: Übe dein Gehaltsgespräch laut – mit einer Vertrauensperson oder mit einem KI-Tool. Wer es einmal ausgesprochen hat, geht selbstbewusster rein.

Mehr Transparenz wagen: Was sich ändern muss

Individuelles Handeln allein reicht nicht. Wenn das Gehaltstabou wirklich fallen soll, braucht es auch einen kulturellen Wandel – in Unternehmen, in Teams und in der Gesellschaft. Und der beginnt damit, dass Einzelne den ersten Schritt wagen.

Arbeitgeber können hier vorangehen: mit transparenten Gehaltsbändern, klaren Kriterien für Gehaltserhöhungen und einer offenen Feedback-Kultur. Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales hat dazu im Rahmen des Entgelttransparenzgesetzes bereits Weichen gestellt – doch die Umsetzung in der Praxis bleibt oft hinter den Möglichkeiten zurück.

Teams können intern anfangen, offener zu werden – nicht mit einer vollständigen Gehaltsoffenbarungsrunde, aber mit dem Mut, Fragen zu stellen: ‚Wie läuft das bei euch mit Gehaltserhöhungen?‘ oder ‚Habt ihr euch auf ein Vorgehen bei der nächsten Runde geeinigt?‘

Berufsverbände und Gewerkschaften spielen ebenfalls eine wichtige Rolle: Sie schaffen Vergleichswerte, setzen Tarifstandards und schützen diejenigen, die das Gespräch suchen. Wer Mitglied ist, profitiert von diesem Rückhalt.

Als Coach und Berater bei maikmarx.de erlebe ich täglich, wie viel Energie Menschen in das Schweigen stecken – und wie befreiend es ist, wenn sie anfangen zu reden. Auch wer in zukunftssichere Branchen wechselt – etwa in die Solarbranche, die auf solarsorglos.de vorgestellt wird – sollte das Thema Gehalt von Anfang an selbstbewusst angehen.

  • Gehaltsbänder und transparente Kriterien in Unternehmen einführen
  • Teamintern offene Fragen stellen – Schritt für Schritt
  • Gewerkschaften und Verbände als Rückhalt nutzen
  • Beim Branchenwechsel das Gehaltsthema von Beginn an aktiv gestalten

Frisch aus unserem Bluesky-Feed

Noch mehr Tipps und Einblicke gibt es täglich auf Bluesky@plangenial.de folgen:

Häufige Fragen

Ist es erlaubt, mit dem Chef über mein Gehalt zu sprechen?

Ja, selbstverständlich. Du hast jederzeit das Recht, mit deiner Führungskraft über dein Gehalt zu sprechen – das ist sogar ausdrücklich erwünscht, denn Gehaltsverhandlungen gehören zur normalen Arbeitsbeziehung. Kein Arbeitgeber kann dir das verbieten. Wie du das Gespräch optimal vorbereitest, erfährst du beim Karriere-Coaching auf plangenial.de.

Habe ich ein Recht auf Auskunft über das Gehalt meiner Kollegen?

Ein direktes Recht auf das individuelle Gehalt einzelner Kolleginnen oder Kollegen gibt es nicht. Allerdings haben Beschäftigte in Betrieben mit mindestens 200 Mitarbeitenden nach dem Entgelttransparenzgesetz das Recht auf Auskunft über das durchschnittliche Gehalt einer vergleichbaren Gruppe. Mehr Hintergründe dazu findest du beim Bundesministerium für Arbeit und Soziales.

Ist es ein Kündigungsgrund, wenn man über sein Gehalt spricht?

Nein, in aller Regel nicht. Wer offen über das eigene Gehalt spricht, kann dafür grundsätzlich nicht wirksam gekündigt werden – eine solche Kündigung wäre unverhältnismäßig und arbeitsrechtlich kaum haltbar. Vertragliche Klauseln, die das Reden über das Gehalt verbieten, sind meist unwirksam. Mehr zum rechtlichen Rahmen erklärt §45 SGB III im Kontext arbeitsmarktlicher Förderung.

Ist es erlaubt, unter Kollegen über das Gehalt zu sprechen?

Ja, das ist erlaubt. Das Reden über das eigene Gehalt ist durch das allgemeine Persönlichkeitsrecht und die Koalitionsfreiheit geschützt. Arbeitgeber dürfen das nicht wirksam untersagen. Natürlich solltest du den richtigen Rahmen und die richtige Vertrauensbasis wählen – aber rechtlich spricht nichts dagegen. Tipps für den richtigen Umgang mit dem Thema gibt es bei der Bundesagentur für Arbeit.

Wie finde ich heraus, ob mein Gehalt marktgerecht ist?

Der beste Ausgangspunkt ist ein Mix aus Gehaltsvergleichen, Stellenanzeigen mit Gehaltsangaben und offenen Gesprächen im beruflichen Netzwerk. Wer systematisch vorgehen möchte, sollte sich professionelle Unterstützung holen – beim Karriere-Coaching auf plangenial.de lernst du, deinen Marktwert realistisch einzuschätzen und überzeugend zu verhandeln.

Ein persönliches Wort von Maik

Ich erlebe es regelmäßig in meinen Coachings: Menschen kommen mit dem Gefühl, unterbezahlt zu sein – aber sie haben nie darüber geredet. Nicht mit Kollegen, nicht mit dem Chef, manchmal nicht mal mit dem Partner. Das Schweigen hat sich so tief eingenistet, dass es sich anfühlt wie eine Tatsache. Dabei ist es nur eine Gewohnheit. Und Gewohnheiten können sich ändern. Was mich besonders berührt: Wenn jemand nach einem Coaching zum ersten Mal selbstbewusst sein Wunschgehalt nennt – und merkt, dass die Welt davon nicht untergeht. Im Gegenteil. Ich bin überzeugt: Wer über Geld spricht, wird fairer behandelt. Das gilt für dich genauso wie für alle anderen. Fang heute an – auch wenn es sich erst komisch anfühlt. Es wird leichter. Ich verspreche es.

Maik MarxDein Bewerbungs- & Karriere-Coach bei plangenialMehr über mich und meine Projekte: maikmarx.de · plangenial.de

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Du weißt jetzt: Das Schweigen über Gehalt hat einen Preis – und du musst ihn nicht länger zahlen. Beim AVGS-geförderten Karriere-Coaching mit Maik Marx arbeitest du gezielt an deinem Marktwert, deiner Verhandlungsstrategie und deinem Auftreten. Das Coaching ist für Arbeitssuchende und von Arbeitslosigkeit bedrohte Personen vollständig förderbar. Mach den ersten Schritt – buche jetzt dein kostenloses Erstgespräch auf plangenial.de.

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Hinweis: Dieser Beitrag wurde mit KI-Unterstützung erstellt und dient der allgemeinen Information; er ersetzt keine individuelle Rechts-, Förder- oder Karriereberatung. Verantwortlich i.S.d. § 18 Abs. 2 MStV: Maik Marx, plangenial – Plan Genial Unternehmensberatung, Plauener Str. 19, 13055 Berlin.

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