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Open Hiring: Wer arbeiten will, bekommt den Job

Open Hiring: Wer arbeiten will, bekommt den Job

Karriere-Ratgeber · plangenial

Open Hiring: Wer arbeiten will, bekommt den Job

Stell dir vor, du bewirbst dich – und wirst genommen, ohne Lebenslauf, ohne Vorstellungsgespräch, ohne Absage. Genau das ist die Idee hinter Open Hiring: Der erste Mensch auf der Warteliste bekommt den Job. Das klingt radikal, funktioniert aber in der Praxis erstaunlich gut. Dieser Artikel erklärt, wie das Konzept funktioniert, wo es schon eingesetzt wird – und was du daraus für deine eigene Jobsuche mitnehmen kannst.

Kein Bewerbungsschreiben, keine Zeugnisse, kein nervöses Warten auf Rückmeldung – und trotzdem einen Job bekommen. Was sich wie eine Utopie anfühlt, hat einen Namen: Open Hiring. Das Modell dreht den klassischen Bewerbungsprozess einfach um. Nicht der Bewerber muss sich beweisen, sondern der Arbeitgeber öffnet die Tür.

In Zeiten von Fachkräftemangel, langen Bewerbungsmarathons und sinkender Motivation bei Jobsuchenden gewinnt Open Hiring an Bedeutung. Besonders für Menschen, die lange aus dem Arbeitsmarkt heraus waren – durch Krankheit, Pflege, Arbeitslosigkeit oder einfach Pech – kann dieses Modell ein echter Neustart sein. Und auch für dich als Jobsuchender lohnt es sich, das Konzept zu verstehen.

Was Open Hiring bedeutet – und woher die Idee kommt

Open Hiring ist ein Einstellungsmodell, bei dem Unternehmen offene Stellen ohne klassisches Bewerbungsverfahren besetzen. Kein Lebenslauf, kein Motivationsschreiben, kein Vorstellungsgespräch – wer sich meldet und arbeiten will, kommt auf eine Warteliste. Wer oben steht, bekommt den Job.

Die Idee stammt aus den USA. Das New Yorker Unternehmen Greyston Bakery praktiziert Open Hiring seit den 1980er-Jahren – und backt damit buchstäblich Brownies für Weltkonzerne. Gründer Bernie Glassman wollte Menschen eine Chance geben, die sonst durchs Raster fallen: Vorbestrafte, Obdachlose, Menschen ohne Berufsausbildung.

In Deutschland ist das Modell noch wenig verbreitet, aber die Diskussion darüber nimmt zu. Besonders im Bereich einfacher Tätigkeiten – Lager, Produktion, Reinigung, Gastronomie – wird es als mögliche Antwort auf den anhaltenden Arbeitskräftemangel diskutiert.

Der Kern des Gedankens ist einfach: Jeder Mensch hat das Potenzial zu arbeiten. Nicht der Lebenslauf entscheidet über den Wert eines Menschen – sondern die Bereitschaft, anzupacken.

Das bedeutet nicht, dass jede Stelle für jeden geeignet ist. Sicherheitsrelevante oder qualifizierte Tätigkeiten setzen weiterhin Nachweise voraus. Aber für einen Teil der offenen Stellen ist Open Hiring eine faire, pragmatische Lösung.

  • Keine Bewerbungsunterlagen notwendig
  • Warteliste statt Auswahlgespräch
  • Herkunft, Lücken im Lebenslauf oder Vorstrafen spielen keine Rolle
  • Betrieb und Bewerber lernen sich durch die Arbeit selbst kennen
Coaching-Gespräch bei plangenial

Wo Open Hiring bereits funktioniert – und warum

In den Niederlanden hat das Konzept unter dem Namen ‚Open Hiring‘ bereits größere Bekanntheit erreicht. Unternehmen wie Tony’s Chocolonely und andere niederländische Mittelständler setzen es gezielt ein – und berichten von niedrigen Fluktuationsraten und motivierten Mitarbeitenden.

Der Grund liegt auf der Hand: Wer eine echte Chance bekommt, bringt sich ein. Wer nie durch Vorurteile aussortiert wurde, startet motiviert. Und wer weiß, dass sein Arbeitgeber ihm vertraut, gibt dieses Vertrauen oft zurück.

In Deutschland erproben einzelne Betriebe ähnliche Ansätze – vor allem in Branchen, die händeringend Personal suchen. Die Bundesagentur für Arbeit beobachtet diese Entwicklungen und hat Fachkräftesicherung als Dauerthema auf der Agenda.

Open Hiring ist kein Allheilmittel, aber ein Werkzeug. Es funktioniert besonders gut dort, wo Einarbeitung möglich ist, die Tätigkeit klar strukturiert ist und Unternehmen bereit sind, in Menschen zu investieren statt in Bewerbungsprozesse.

Für Jobsuchende bedeutet das: Es lohnt sich, gezielt nach Arbeitgebern zu schauen, die offen für ungewöhnliche Wege sind. Die Jobsuche der Arbeitsagentur bietet dafür einen guten Startpunkt.

  • Branchen mit hohem Personalbedarf profitieren am meisten
  • Niedrige Einstiegshürden fördern Vielfalt im Team
  • Einarbeitung ersetzt das klassische Auswahlverfahren
„Open Hiring zeigt uns, was wir im klassischen Bewerbungsprozess oft vergessen: Es geht nicht um den perfekten Lebenslauf – es geht darum, ob jemand wirklich anfangen will. Genau dort setzen wir im Coaching an.“— Maik Marx, plangenial

Was das für deine Jobsuche bedeutet – auch ohne Open Hiring

Die wenigsten Unternehmen praktizieren Open Hiring konsequent. Aber die Philosophie dahinter ist übertragbar: Zeig Bereitschaft, zeig Haltung, zeig Einsatzwillen – das zählt oft mehr als ein lückenloses Profil.

Viele Jobsuchende scheitern nicht am fehlenden Können, sondern an der Überzeugung, nicht gut genug zu sein. Open Hiring erinnert uns daran: Du musst kein perfektes Paket sein. Du musst anfangen wollen.

Wenn du gerade im AVGS-Coaching bist oder eine Förderung nach § 45 SGB III nutzt, kannst du genau dort ansetzen. Coaching hilft dir, deine Stärken zu formulieren – auch dann, wenn dein Lebenslauf Lücken hat.

Tipp: Bewirb dich auch dort, wo du denkst, du hast keine Chance. Manchmal ist der erste Schritt das Mutigste – und Unternehmen erinnern sich an Menschen, die Initiative zeigen, auch wenn der Zeitpunkt noch nicht passt.

Deine Geschichte ist nicht dein Makel. Sie ist dein Profil. Wer sie klar und selbstbewusst erzählt, hat auch im klassischen Bewerbungsverfahren die Nase vorn – das ist die eigentliche Lektion aus Open Hiring.

  • Mut zur Lücke: Lebenslauflücken offen ansprechen
  • Haltung und Motivation klar kommunizieren
  • Auch unkonventionelle Arbeitgeber gezielt ansprechen
  • Coaching nutzen, um die eigene Geschichte zu schärfen

Was du antwortest, wenn man dich fragt, warum du den Job willst

Diese Frage kommt in fast jedem Gespräch – und viele Jobsuchende antworten mit Floskeln: „Ich möchte mich weiterentwickeln“ oder „Das Unternehmen hat mich überzeugt.“ Das klingt einstudiert. Besser: ehrlich und konkret.

Fang mit dem an, was dich an der Tätigkeit wirklich anzieht. Nicht die Unternehmensbroschüre – sondern die echte Verbindung. Magst du Ordnung? Dann sag, dass du gut darin bist, Strukturen zu schaffen. Arbeitest du gern mit Menschen? Dann nenn ein Beispiel.

Dann zeig, dass du das Unternehmen kennst. Ein Satz reicht: „Ich habe gesehen, dass ihr auf kurze Einarbeitungszeiten setzt – das passt zu meiner Art zu lernen.“ Das wirkt, weil es spezifisch ist.

Und schließlich: Verbinde beides. „Ich will diesen Job, weil ich hier meine Stärke X einbringen kann und weil ich genau das tue, was ich gut kann.“ Das ist keine Selbstbeweihräucherung – das ist Klarheit.

Kurz, konkret, ehrlich – das ist die Formel. Wer das beherzigt, muss keine Antwort auswendig lernen, sondern spricht einfach die Wahrheit.

Bewerbungstraining bei plangenial

Bewerben während du noch angestellt bist – was du wissen musst

Ja, du darfst dich bewerben, während du noch angestellt bist. Das ist in Deutschland vollkommen legal und auch weit verbreitet. Der Arbeitsvertrag schützt deinen Job – aber er verbietet dir nicht, den nächsten Schritt zu planen.

Wichtig: Bewerbungsaktivitäten gehören in deine Freizeit. Telefonische Interviews während der Arbeitszeit, das Nutzen von Firmenressourcen oder das Weiterleiten von Arbeitsmaterialien kann arbeitsrechtliche Konsequenzen haben.

Was du konkret beachten solltest: Schreib in Bewerbungen keinen Starttermin, der deinen aktuellen Arbeitgeber unter Druck setzt. Viele neue Arbeitgeber akzeptieren längere Kündigungsfristen – sprich das offen an.

Deine Bewerbungsunterlagen gehören dir. Du darfst sie jederzeit aktualisieren, verschicken und Gespräche führen. Das BMAS informiert umfassend über Arbeitnehmerrechte, falls du dir bei einzelnen Punkten unsicher bist.

Diskrete Jobsuche ist normal. Du schuldest deinem Arbeitgeber keine Ankündigung, bevor du unterschrieben hast. Erst mit der Kündigung – schriftlich und fristgerecht – wird es offiziell.

  • Bewerbungen nur in der Freizeit schreiben und führen
  • Keine Firmenressourcen für die Jobsuche nutzen
  • Starttermin realistisch und mit Puffer angeben
  • Erst nach Unterschrift beim neuen Arbeitgeber kündigen

Praxis-Tipp: Dein Einstieg – auch ohne perfekten Lebenslauf

Du musst nicht alles beisammen haben, bevor du dich bewirbst. Schreib die drei Dinge auf, die du wirklich gut kannst – nicht die, die sich gut lesen. Genau das ist dein Ausgangspunkt. Wenn du nicht weißt, wo du anfangen sollst, hilft ein Gespräch mit einem Karriere-Coach. Beim AVGS-Coaching auf plangenial.de bekommst du genau diese Unterstützung – kostenlos über die Agentur für Arbeit.

Was passiert, wenn dein Chef von deiner Bewerbung erfährt

Das ist die Frage, die viele umtreibt – und die ehrliche Antwort lautet: Es kommt darauf an, wie er davon erfährt. Gerüchte im Büro sind unangenehm. Ein direktes Gespräch, das du selbst führst, kann dagegen sogar Respekt erzeugen.

Rechtlich kann dein Arbeitgeber dich nicht kündigen, weil du dich bewirbst. Eine Kündigung deshalb wäre unwirksam. Aber die Atmosphäre im Betrieb kann sich verändern – das solltest du einkalkulieren.

Wenn du merkst, dass es rauskommt, empfiehlt sich ein offenes Gespräch. Kein Drama, keine Vorwürfe – sondern Klarheit: „Ich merke, dass ich beruflich neue Wege gehen möchte. Ich wollte es dir direkt sagen.“ Das ist mutig, aber professionell.

Auf keinen Fall lügen, wenn du direkt gefragt wirst. Lügen zerstören Vertrauen – und du brauchst möglicherweise noch ein Arbeitszeugnis von dieser Person.

Ein gutes Arbeitszeugnis ist wichtig. Informationen zur Zeugnispflicht findest du beim Statistischen Bundesamt nicht – aber beim BMAS und bei Arbeitsrechtlern. Lass dich im Zweifelsfall beraten, bevor du das Gespräch suchst.

  • Rechtlich: Bewerbung ist kein Kündigungsgrund
  • Wenn es rauskommt: offen und sachlich kommunizieren
  • Niemals lügen – Arbeitszeugnis im Blick behalten
  • Im Zweifel arbeitsrechtliche Beratung suchen

Frisch aus unserem Bluesky-Feed

Noch mehr Tipps und Einblicke gibt es täglich auf Bluesky@plangenial.de folgen:

Häufige Fragen

Was ist das Open-Hiring-Konzept?

Open Hiring ist ein Einstellungsmodell, bei dem Unternehmen offene Stellen ohne klassisches Bewerbungsverfahren besetzen. Es gibt keinen Lebenslauf, kein Vorstellungsgespräch und keine Absage: Wer sich meldet und arbeiten will, kommt auf eine Warteliste – und wer vorn steht, bekommt den Job. Das Modell wurde in den 1980ern von der US-amerikanischen Greyston Bakery entwickelt und wird seither weltweit diskutiert. Mehr zu offenen Stellen in Deutschland findest du direkt bei der Jobsuche der Bundesagentur für Arbeit.

Was passiert, wenn mein Chef erfährt, dass ich mich bewerbe?

Rechtlich darf dein Arbeitgeber dich nicht kündigen, weil du dich bewirbst – eine solche Kündigung wäre unwirksam. Trotzdem kann es die Stimmung im Betrieb belasten. Wenn es rauskommt, ist ein ruhiges, offenes Gespräch oft die beste Strategie. Lüge nie, wenn du direkt gefragt wirst – du brauchst möglicherweise noch ein gutes Arbeitszeugnis. Im Zweifel hilft ein Coaching-Gespräch bei plangenial.de, um die Situation professionell zu navigieren.

Was antwortet man auf die Frage, warum man den Job will?

Kurz, konkret und ehrlich – das ist die Formel. Nenn zuerst, was dich an der Tätigkeit wirklich anspricht, zeig dann mit einem Satz, dass du das Unternehmen kennst, und verbinde beides: Warum passt du zu diesem Job? Vermeide Floskeln wie „Ich möchte mich weiterentwickeln“ – sie klingen einstudiert. Wer seine Stärken klar benennen will, findet im AVGS-Coaching bei plangenial.de einen guten Rahmen dafür.

Darf ich mich bewerben, wenn ich noch angestellt bin?

Ja, absolut. In Deutschland ist es vollkommen legal, sich während eines laufenden Arbeitsverhältnisses zu bewerben. Wichtig ist nur: Bewerbungsaktivitäten gehören in die Freizeit, und Firmenressourcen dürfen dafür nicht genutzt werden. Erst die schriftliche Kündigung – fristgerecht und nach Vertragsunterzeichnung beim neuen Arbeitgeber – macht den Wechsel offiziell. Informationen zu deinen Rechten als Arbeitnehmer bietet das Bundesministerium für Arbeit und Soziales.

Kann ich Open Hiring als Vorbild für meine eigene Jobsuche nutzen?

Ja – auch wenn du dich nicht bei einem Open-Hiring-Betrieb bewirbst. Die Philosophie dahinter ist übertragbar: Zeig Bereitschaft, Haltung und echten Einsatzwillen, statt dich hinter einem polierten Lebenslauf zu verstecken. Wer Lücken offen anspricht und erklärt, was er daraus gelernt hat, wirkt authentisch. Wer dabei Unterstützung braucht, kann ein gefördertes Karriere-Coaching über den Coach Maik Marx nutzen.

Ein persönliches Wort von Maik

Open Hiring hat mich fasziniert, seit ich das erste Mal davon gehört habe – nicht weil es die Welt des Bewerbens auf den Kopf stellt, sondern weil es uns daran erinnert, warum wir überhaupt arbeiten: um etwas beizutragen. In meiner Arbeit als Karriere-Coach erlebe ich täglich, wie viele Menschen glauben, sie seien nicht gut genug – zu alt, zu unqualifiziert, zu lange draußen gewesen. Das stimmt einfach nicht. Ich sehe in jedem Coaching-Gespräch, wie viel Potenzial in Menschen steckt, das kein Lebenslauf der Welt abbilden kann. Open Hiring macht dieses Potenzial sichtbar – und du kannst das auch, wenn du lernst, dich anders zu erzählen. Ob du dich traust, den nächsten Job anzugehen, während du noch angestellt bist, oder ob du nach einer langen Pause wieder Fuß fassen willst: Es gibt einen Weg. Ich helfe dir, ihn zu finden – ohne Urteile, ohne Schubladen, mit echtem Blick auf das, was du mitbringst. Ruf einfach an oder trag dich ein. Manchmal ist der erste Schritt der wichtigste.

Maik MarxDein Bewerbungs- & Karriere-Coach bei plangenialMehr über mich und meine Projekte: maikmarx.de · plangenial.de

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Du weißt, was du kannst – aber weißt du, wie du es überzeugend zeigst? Im AVGS-Karriere-Coaching bei plangenial.de arbeiten wir genau daran: deine Stärken sichtbar machen, deine Geschichte klar erzählen und den richtigen Job finden – egal ob dein Lebenslauf Lücken hat oder du gerade noch angestellt bist. Das Erstgespräch ist kostenlos. Melde dich jetzt an und starte ohne Umweg in deinen nächsten Berufsabschnitt.

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Hinweis: Dieser Beitrag wurde mit KI-Unterstützung erstellt und dient der allgemeinen Information; er ersetzt keine individuelle Rechts-, Förder- oder Karriereberatung. Verantwortlich i.S.d. § 18 Abs. 2 MStV: Maik Marx, plangenial – Plan Genial Unternehmensberatung, Plauener Str. 19, 13055 Berlin.

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