
Selbstmarketing ohne Angeberei – So präsentierst du deine Stärken authentisch
Eigenlob stinkt – diesen Satz haben viele von uns schon als Kinder gehört. Er sitzt tief und prägt unser Verhalten bis ins Erwachsenenalter. Doch im modernen Arbeitsmarkt kommst du um Selbstmarketing nicht herum. Wer seine Stärken nicht sichtbar macht, wird bei Beförderungen übersehen, bei Gehaltsverhandlungen übergangen und im Bewerbungsprozess schlicht übersehen. Die Kunst liegt darin, authentisch zu bleiben – ohne in unangenehme Angeberei abzurutschen.
In der aktuellen Podcast-Folge beleuchten Lia und Maik genau diese Gratwanderung. Sie zeigen auf, warum uns das Sprechen über eigene Erfolge so schwerfällt, welche psychologischen Mechanismen dahinterstecken und vor allem: wie du es besser machen kannst. Selbstmarketing ist keine Charakterschwäche, sondern eine erlernbare Kompetenz, die deine berufliche Zukunft maßgeblich beeinflusst. Dieser Artikel fasst die wichtigsten Erkenntnisse zusammen und ergänzt sie um konkrete Strategien für deinen Alltag.
Warum fällt uns Selbstmarketing so schwer? Die fünf Haupthürden
Bevor wir uns Strategien anschauen, müssen wir verstehen, warum so viele Menschen beim Thema Selbstmarketing ins Stocken geraten. Maik nennt in der Folge fünf zentrale Gründe, die tief in unserer Psyche und Kultur verankert sind.
Erstens: Kulturelle Prägung. Im deutschsprachigen Raum wird Bescheidenheit traditionell hochgeschätzt. „Lass lieber andere über dich sprechen“ oder „Tu Gutes und schweig darüber“ – solche Sätze prägen unsere Sozialisation. Laut einer Studie des Statistischen Bundesamts sehen sich 68% der Deutschen selbst als eher bescheiden ein, während in den USA dieser Wert bei nur 34% liegt. Diese kulturelle Differenz spiegelt sich direkt im Karriereverhalten wider.
Zweitens: Angst vor negativen Reaktionen. Viele befürchten, als arrogant oder unsympathisch wahrgenommen zu werden. Die Sorge, Neid bei Kollegen zu erzeugen oder sozial ausgegrenzt zu werden, lähmt das natürliche Mitteilungsbedürfnis über eigene Erfolge. Diese Angst ist oft übertrieben, basiert aber auf realen sozialen Erfahrungen aus Kindheit und Jugend.
Drittens: Das Impostor-Syndrom. Selbst hochqualifizierte Fachkräfte erleben häufig das Gefühl, ihre Erfolge nicht wirklich verdient zu haben. Sie führen Erfolge auf Glück, Zufall oder die Hilfe anderer zurück – niemals auf eigene Kompetenz. Bis zu 70% aller Menschen erleben das Impostor-Syndrom mindestens einmal im Berufsleben, wie Forschungen zeigen. Dieses Phänomen verhindert wirksames Selbstmarketing von Grund auf.
Viertens: Mangelnde Übung. In der Schule lernen wir Mathematik und Rechtschreibung, aber niemand bringt uns bei, wie wir angemessen über unsere Stärken und Erfolge sprechen. Diese fehlende Praxis führt zu Unbeholfenheit und Unsicherheit, sobald es darauf ankommt – etwa im Vorstellungsgespräch oder bei der Arbeitsagentur.
Fünftens: Perfektionismus. Viele denken, sie müssten erst perfekt sein, bevor sie über ihre Leistungen sprechen dürfen. Sie fokussieren sich so stark auf ihre Schwächen und Entwicklungsbereiche, dass sie ihre tatsächlichen Stärken völlig aus dem Blick verlieren. Dieser innere Kritiker sabotiert jedes Selbstmarketing im Keim.
- Kulturelle Bescheidenheit erschwert das Herausstellen eigener Leistungen, besonders im deutschen Kulturraum
- Soziale Ängste vor Neid, Ablehnung oder dem Ruf der Arroganz hemmen die Sichtbarkeit
- Impostor-Syndrom lässt Menschen ihre Erfolge systematisch kleinreden oder externalisieren
- Fehlende Übung im Formulieren eigener Stärken führt zu Unbeholfenheit in entscheidenden Momenten
- Perfektionistisches Denken blockiert Selbstmarketing, bis man „gut genug“ ist – was nie eintritt

In Folge 11 unseres Podcasts widmen sich Lia und Maik einem Thema, das vielen Menschen Bauchschmerzen bereitet: Selbstmarketing ohne Angeberei. Wie gelingt es dir, deine Stärken und Erfolge sichtbar zu machen, ohne arrogant zu wirken? Erfahre, warum authentisches Selbstmarketing für deine Karriere unverzichtbar ist und wie du die Balance zwischen Bescheidenheit und Selbstbewusstsein findest.
▶ Zur FolgeFünf überzeugende Gründe, warum Selbstmarketing unverzichtbar ist
Trotz aller psychologischen Hürden: Selbstmarketing ist im modernen Arbeitsmarkt keine Option mehr, sondern eine Notwendigkeit. Maik nennt fünf zentrale Gründe, warum du nicht darauf verzichten kannst.
Erstens: Sichtbarkeit im Arbeitsmarkt. Der Arbeitsmarkt ist überfüllt mit qualifizierten Fachkräften. Laut aktuellen Zahlen der Bundesagentur für Arbeit kommen auf manche Stellen über 100 Bewerbungen. In diesem Wettbewerb musst du herausstechen – durch klare Positionierung deiner einzigartigen Stärken und Erfolge. Wer nicht sichtbar ist, existiert nicht.
Zweitens: Realistische Selbsteinschätzung. Gutes Selbstmarketing beginnt mit einer ehrlichen Bestandsaufnahme deiner Kompetenzen. Dieser Prozess stärkt nicht nur deine Außenwirkung, sondern auch dein inneres Selbstbewusstsein. Wer seine Stärken kennt, tritt sicherer auf – in Verhandlungen, Projekten und im Alltag.
Drittens: Karriereentwicklung. Studien zeigen: Menschen, die ihre Leistungen aktiv kommunizieren, werden um 40% häufiger befördert als gleich qualifizierte Kollegen, die „nur“ gute Arbeit leisten. Vorgesetzte können nicht hellsehen. Wenn du nicht zeigst, was du leistest, wird ein anderer die Lorbeeren ernten. Bei plangenial erleben wir das regelmäßig in unseren Coachings.
Viertens: Netzwerkaufbau. Wenn Menschen wissen, worin du wirklich gut bist, können sie dich gezielt weiterempfehlen, für Projekte anfragen oder als Partner gewinnen. Ein starkes berufliches Netzwerk – etwa auf LinkedIn – entsteht nur, wenn andere dein Profil und deine Kompetenzen kennen. Netzwerken ohne Selbstmarketing ist wie Angeln ohne Köder.
Fünftens: Verhandlungsstärke. Bei Gehaltsverhandlungen, Projektbudgets oder Arbeitsbedingungen brauchst du Argumente. Wer seinen Wert kennt und belegen kann, erzielt nachweislich bessere Ergebnisse. Eine Gehaltserhöhung von 10-15% ist realistisch, wenn du deine Erfolge konkret benennen kannst. In unserer kostenlosen Erstberatung bereiten wir dich gezielt auf solche Verhandlungen vor.
- Sichtbarkeit entscheidet darüber, ob du überhaupt wahrgenommen wirst – in Bewerbungen, bei Projekten, im Team
- Selbstkenntnis durch Reflexion der eigenen Stärken steigert dein Selbstbewusstsein nachhaltig
- Beförderungen gehen häufiger an Menschen, die ihre Leistungen aktiv kommunizieren (Studien: +40%)
- Empfehlungen und Kooperationen entstehen nur, wenn andere deine Fähigkeiten kennen und einschätzen können
- Bessere Konditionen in Gehalts- und Vertragsverhandlungen durch fundierte Argumentation deines Wertes

Der entscheidende Unterschied: Selbstmarketing vs. Angeberei
Die Angst, als Angeber dazustehen, ist die größte Bremse beim Selbstmarketing. Doch wo genau verläuft die Grenze? Maik erklärt fünf klare Unterscheidungskriterien, die dir Sicherheit geben.
Erstens: Authentizität versus Übertreibung. Selbstmarketing basiert auf Fakten und realen Leistungen. Du bleibst bei der Wahrheit, nennst konkrete Zahlen, Projekte, Ergebnisse. Angeberei hingegen übertreibt, schmückt aus oder erfindet sogar. Wenn du die Wahrheit sagst, kann es keine Angeberei sein – höchstens ungeschickte Kommunikation.
Zweitens: Kontext und Relevanz. Gutes Selbstmarketing bringt die richtigen Informationen zum richtigen Zeitpunkt. Im Vorstellungsgespräch sind deine Projekterfolge relevant, beim Smalltalk auf der Geburtstagsfeier eher nicht. Angeberei erkennt man daran, dass jemand bei jeder Gelegenheit von seinen Erfolgen erzählt – unabhängig davon, ob es passt oder ob jemand danach gefragt hat.
Drittens: Wertschätzung versus Abwertung. Du kannst deine Stärken betonen, ohne andere kleinzumachen. „Ich habe das Projekt erfolgreich abgeschlossen“ ist Selbstmarketing. „Ich habe das Projekt gerettet, weil die anderen zu inkompetent waren“ ist Angeberei. Erfolg ist kein Nullsummenspiel. Wer andere würdigt, während er eigene Leistungen benennt, wirkt authentisch und sympathisch.
Viertens: Zuhören versus Monologisieren. Selbstmarketing bedeutet nicht, pausenlos über sich zu reden. Es beinhaltet auch, anderen zuzuhören, Fragen zu stellen, auf die Bedürfnisse des Gegenübers einzugehen. Ein Dialog, kein Monolog. Angeberei dagegen ist ein Endlos-Vortrag über die eigene Großartigkeit, bei dem das Gegenüber zur Staffage verkommt.
Fünftens: Ergebnisorientierung versus Selbstdarstellung. Gutes Selbstmarketing verfolgt ein Ziel: einen Job bekommen, ein Projekt gewinnen, eine Gehaltserhöhung erreichen. Es ist strategisch und zielgerichtet. Angeberei dient nur dem Ego – dem Gefühl, sich selbst wichtig zu machen, ohne dass ein beruflicher Nutzen dahintersteht. Frage dich immer: Wozu erzähle ich das gerade?
- Faktenbasiert statt übertrieben: Bleibe bei nachprüfbaren Leistungen und Ergebnissen
- Kontextbewusst statt aufdringlich: Teile Erfolge nur, wenn sie relevant und angemessen sind
- Wertschätzend statt abwertend: Betone deine Stärken, ohne andere herabzusetzen
- Dialogisch statt monologisch: Höre zu und reagiere auf dein Gegenüber, statt nur zu senden
- Zielgerichtet statt egozentrisch: Verfolge berufliche Ziele, nicht nur Selbstbestätigung

So identifizierst du deine echten Stärken – vier bewährte Methoden
Bevor du über deine Stärken sprechen kannst, musst du sie erst einmal kennen. Viele Menschen haben erstaunlich wenig Klarheit darüber, was sie wirklich gut können. Maik empfiehlt vier praxiserprobte Methoden.
Erstens: Erfolgsanalyse. Denke systematisch an Situationen, in denen du besonders erfolgreich warst – beruflich oder privat. Was genau hast du getan? Welche Fähigkeiten hast du eingesetzt? Ein konkretes Beispiel: Du hast ein schwieriges Kundengespräch gemeistert. War es deine Kommunikationsfähigkeit? Dein Einfühlungsvermögen? Deine strukturierte Vorbereitung? Führe ein Erfolgsjournal, in dem du solche Momente festhältst.
Zweitens: Feedback einholen. Frage gezielt Kollegen, Vorgesetzte, Freunde oder Familie: „Worin siehst du meine größten Stärken?“ Oft nehmen andere Qualitäten an uns wahr, die wir selbst nicht erkennen – weil sie uns so selbstverständlich erscheinen. Diese Außenperspektive ist Gold wert und liefert oft überraschende Erkenntnisse. Deine Stärken sind dort, wo anderen etwas leicht von der Hand geht, das anderen schwerfällt.
Drittens: Stärkenassessments. Es gibt wissenschaftlich fundierte Tests, die deine natürlichen Talente und Stärken systematisch ermitteln. Der CliftonStrengths (früher StrengthsFinder) oder der VIA-Survey für Charakterstärken sind bewährte Instrumente. Solche Assessments kosten zwar oft eine kleine Gebühr, liefern aber strukturierte Ergebnisse, die als Grundlage für dein Selbstmarketing dienen. Auch bei Weiterbildungsangeboten der Arbeitsagentur werden solche Analysen häufig integriert.
Viertens: Reflexion über Energiequellen. Überlege, welche Tätigkeiten dir Energie geben, statt sie zu rauben. Diese Aktivitäten sind oft Hinweise auf deine natürlichen Stärken. Wenn du nach einem Tag voller Kundengespräche energiegeladen bist, ist Kommunikation vermutlich eine deiner Stärken. Wenn dich detaillierte Datenanalyse beflügelt, liegt dort dein Talent. Energie folgt Stärke – nutze diese Spur.
- Erfolgsjournal führen: Notiere regelmäßig Situationen, in denen du erfolgreich warst, und analysiere die zugrunde liegenden Fähigkeiten
- Aktiv Feedback einholen: Frage mindestens fünf Menschen aus unterschiedlichen Kontexten nach deinen Stärken
- Stärkenassessments nutzen: Investiere in wissenschaftlich fundierte Tests wie CliftonStrengths oder VIA-Survey
- Energiequellen identifizieren: Achte darauf, welche Tätigkeiten dich energetisieren statt erschöpfen – dort liegen oft deine Talente
Authentisches Selbstmarketing im Alltag – praktische Strategien
Theorie ist gut, Praxis ist besser. Wie setzt du authentisches Selbstmarketing nun konkret um? Hier sind bewährte Strategien, die du sofort anwenden kannst.
Strategie 1: Die Ich-hab-das-erreicht-Formulierung. Statt „Wir haben das Projekt abgeschlossen“ sage „Ich habe das Projekt koordiniert und zum Abschluss gebracht“. Das ist nicht arrogant, sondern präzise. Du kannst anschließend durchaus erwähnen, wer dich unterstützt hat – aber benenne zunächst klar deinen eigenen Beitrag. Vage Formulierungen machen dich unsichtbar.
Strategie 2: Zahlen, Daten, Fakten. Konkrete Ergebnisse wirken überzeugender als Adjektive. Nicht: „Ich bin sehr erfolgreich im Vertrieb.“ Sondern: „Ich habe im letzten Jahr den Umsatz in meinem Bereich um 23% gesteigert.“ Solche messbaren Erfolge sind das Rückgrat guten Selbstmarketings. Sie sind nachprüfbar, glaubwürdig und bleiben im Gedächtnis.
Strategie 3: Storytelling statt Aufzählung. Menschen liegen Geschichten mehr als Bullet-Points. Statt zu sagen „Ich bin kommunikationsstark
erzähle: „Letztes Jahr stand ich vor einer Gruppe verägerter Kunden. Durch aktives Zuhören und eine maßgeschneiderte Lösung konnte ich die Situation entschärfen – drei Kunden haben danach ihre Verträge verlängert.“ Geschichten machen deine Stärken greifbar und glaubwürdig.
Strategie 4: Online-Präsenz aufbauen. Dein digitales Profil ist heute deine Visitenkarte. Ein vollständiges LinkedIn-Profil, eine professionelle Website oder ein Portfolio zeigen deine Kompetenzen rund um die Uhr. Teile Fachartikel, kommentiere Branchenthemen, zeige deine Expertise. Selbstmarketing findet heute zu großen Teilen online statt – nutze diese Reichweite.
Strategie 5: Strategisches Netzwerken. Gehe zu Branchenevents, Webinaren, Workshops. Nicht, um Visitenkarten zu verteilen, sondern um echte Gespräche zu führen. Stelle Fragen, biete Hilfe an, teile dein Wissen. Wenn du gibst, bevor du nimmst, entsteht authentisches Selbstmarketing wie von selbst. Menschen erinnern sich an jene, die einen Mehrwert liefern.
- Präzise Ich-Formulierungen: Benenne klar deinen eigenen Beitrag zu Projekten und Erfolgen
- Messbare Ergebnisse: Nutze Zahlen, Prozentsätze, konkrete Resultate statt vager Aussagen
- Storytelling: Verpacke deine Stärken in nachvollziehbare, authentische Geschichten
- Digitale Sichtbarkeit: Baue ein überzeugendes Online-Profil auf (LinkedIn, Portfolio, eigene Website)
- Mehrwert-Netzwerken: Gib Wissen und Unterstützung, bevor du um etwas bittest – authentische Beziehungen folgen
Praxis-Tipp: Die 30-Sekunden-Selbstpräsentation
Entwickle eine prägnante Selbstpräsentation von maximal 30 Sekunden, die du jederzeit abrufen kannst. Formuliere: Wer bin ich? Was ist meine zentrale Stärke? Was habe ich kürzlich erreicht? Beispiel: „Ich bin Projektmanagerin im E-Commerce-Bereich. Meine Stärke ist es, komplexe Projekte termingerecht umzusetzen – letztes Jahr habe ich drei Produktlaunches koordiniert, die alle im geplanten Budget blieben und unseren Umsatz um 18% steigerten.“ Übe diese Präsentation, bis sie natürlich klingt. Sie ist dein Werkzeug für Netzwerksituationen, Vorstellungsrunden und spontane Gelegenheiten. Authentisches Selbstmarketing beginnt mit Vorbereitung.
Typische Fallen und wie du sie vermeidest
Selbst mit den besten Absichten kann Selbstmarketing schiefgehen. Hier sind die häufigsten Fallen und wie du sie umgehst.
Falle 1: Zu viel auf einmal. Manche Menschen überschütten ihr Gegenüber regelrecht mit Erfolgen, aus Angst, etwas zu vergessen. Das wirkt verzweifelt. Weniger ist mehr. Wähle zwei, drei zentrale Stärken oder Erfolge und formuliere sie prägnant. Qualität schlägt Quantität – immer.
Falle 2: Vergleiche mit anderen. „Ich war der Beste im Team“ oder „Ich habe mehr erreicht als mein Vorgänger“ – solche Vergleiche wirken unsympathisch. Konzentriere dich auf deine absoluten Leistungen, nicht auf relative. Dein Wert entsteht durch das, was du leistest, nicht durch das, was andere nicht leisten.
Falle 3: Falscher Zeitpunkt. Selbstmarketing braucht den richtigen Kontext. Im Bewerbungsgespräch ist es angebracht, bei der Trauerfeier eines Kollegen eher nicht. Achte auf soziale Signale und passe deine Kommunikation an die Situation an. Feingefühl ist Teil authentischen Selbstmarketings.
Falle 4: Fehlende Authentizität. Wenn du versuchst, jemand zu sein, der du nicht bist, merken das Menschen sofort. Bleibe bei deinen echten Stärken und Werten. Wenn du introvertiert bist, musst du nicht plötzlich zum Rampensau werden. Finde deine Form des Selbstmarketings – schriftlich, in Einzelgesprächen, über Fachartikel. Authentizität ist unwiderstehlich.
Falle 5: Statisches Selbstbild. Deine Stärken entwickeln sich weiter. Was vor fünf Jahren galt, muss heute nicht mehr stimmen. Reflektiere regelmäßig – mindestens einmal jährlich – was sich verändert hat. Vielleicht hast du neue Kompetenzen erworben, etwa im Bereich Digitalisierung und KI. Aktualisiere dein Selbstmarketing entsprechend.
- Dosierung beachten: Wenige, starke Beispiele überzeugen mehr als eine Flut von Aufzählungen
- Keine Vergleiche: Fokussiere auf absolute Leistungen, nicht auf Abgrenzung von anderen
- Kontextsensibilität: Achte auf den richtigen Zeitpunkt und die passende Situation
- Authentisch bleiben: Finde deine eigene Art des Selbstmarketings, die zu deiner Persönlichkeit passt
- Regelmäßig aktualisieren: Überprüfe dein Stärkenprofil mindestens jährlich und passe es an
Frisch aus unserem LinkedIn-Feed
Noch mehr Tipps und Einblicke gibt es täglich auf LinkedIn – @plangenial.de folgen:
Häufige Fragen
Ist Selbstmarketing nicht irgendwie unehrlich oder manipulativ?
Nein, im Gegenteil. Authentisches Selbstmarketing basiert auf der Wahrheit über deine Fähigkeiten und Erfolge. Es geht nicht darum, dich besser darzustellen, als du bist, sondern darum, deine tatsächlichen Leistungen sichtbar zu machen. Manipulation beginnt erst bei Übertreibung oder Täuschung – solange du bei den Fakten bleibst, ist Selbstmarketing eine Form ehrlicher Kommunikation. Es ist unfair dir gegenüber, deine Erfolge zu verschweigen.
Wie gehe ich mit dem Impostor-Syndrom um, wenn ich über meine Erfolge sprechen soll?
Das Impostor-Syndrom ist weit verbreitet und entsteht oft aus überhöhten Selbstansprüchen. Hilfreich ist es, deine Erfolge zu dokumentieren – führe eine Liste mit konkreten Projekten, Zahlen, positivem Feedback. Fakten helfen gegen Gefühle. Sprich auch mit vertrauten Menschen über deine Selbstzweifel – oft merkst du dann, wie irrational diese Ängste sind. Professionelle Unterstützung, etwa durch ein Coaching, kann dir helfen, eine realistischere Selbstwahrnehmung zu entwickeln.
Was mache ich, wenn ich wirklich keine besonderen Stärken bei mir erkenne?
Diese Wahrnehmung ist meist verzerrt, nicht realistisch. Jeder Mensch hat Stärken – oft sind sie uns so selbstverständlich, dass wir sie nicht als besonders wahrnehmen. Nutze die im Artikel genannten Methoden: Hole aktiv Feedback ein, mache Stärkenassessments, analysiere deine Erfolge. Was dir leicht fällt, ist anderen oft schwer – genau dort liegen deine Talente. Ein externer Blick, etwa durch einen Coach oder Mentor, kann hier Wunder wirken und verborgene Stärken sichtbar machen.
Wie oft sollte ich über meine Erfolge sprechen, ohne nervig zu wirken?
Es gibt keine feste Regel, aber Kontextsensibilität ist entscheidend. Teile Erfolge, wenn sie relevant sind – im Jahresgespräch, bei Bewerbungen, wenn jemand gezielt danach fragt oder wenn es zum Gesprächsthema passt. In sozialen Medien gilt: Mehrwert vor Eigenlob. Wenn du neunmal hilfreiche Inhalte teilst und einmal einen eigenen Erfolg, wirkt das authentisch. Vermeide es, bei jeder Gelegenheit ungefragt von deinen Leistungen zu erzählen – das ist der Punkt, wo Selbstmarketing zur Angeberei wird.
Funktioniert Selbstmarketing auch für introvertierte Menschen?
Absolut! Introvertierte Menschen können hervorragendes Selbstmarketing betreiben – nur eben anders als Extrovertierte. Nutze schriftliche Kanäle: LinkedIn-Artikel, Blogbeiträge, Fachpublikationen, ein durchdachtes Portfolio oder eine eigene Website. Setze auf Einzelgespräche statt große Netzwerkevents. Authentisches Selbstmarketing bedeutet, einen Weg zu finden, der zu deiner Persönlichkeit passt – nicht, dich zu verbiegen. Viele der erfolgreichsten Selbstmarketer sind introvertiert und nutzen genau diese Kanäle strategisch.
Ein persönliches Wort von Maik
Ich weiß, wie schwer es vielen Menschen fällt, über die eigenen Erfolge zu sprechen. In unzähligen Coachings habe ich erlebt, wie talentierte, hochqualifizierte Menschen ihre Fähigkeiten kleinreden oder verstecken – aus Angst, arrogant zu wirken, aus kultureller Prägung oder weil das Impostor-Syndrom ihnen einflüstert, sie seien nicht gut genug. Doch diese Zurückhaltung kostet dich Chancen, Gehalt, Karriereschritte und letztlich auch Lebenszufriedenheit. Authentisches Selbstmarketing ist keine Charakterschwäche, sondern eine erlernbare, wertvolle Kompetenz. Es bedeutet nicht, jemand anderes zu werden oder dich zu verbiegen. Es bedeutet, der Welt zu zeigen, wer du wirklich bist und was du wirklich kannst – ehrlich, klar und selbstbewusst. Nimm dir die Zeit, deine echten Stärken zu identifizieren. Übe, über deine Erfolge zu sprechen, ohne dich unwohl zu fühlen. Finde deinen eigenen, authentischen Weg der Sichtbarkeit – ob schriftlich, mündlich, digital oder im persönlichen Gespräch. Du hast so viel zu bieten, und die Welt braucht genau das, was du mitbringst. Verstecke es nicht länger. Zeige, wer du bist – authentisch, ohne Angeberei, aber auch ohne falsche Bescheidenheit. Du hast es verdient, gesehen zu werden.
Folge dem plangenial-Team
Mehr Tipps zu Bewerbung, Karriere und Förderung gibt es täglich auf unseren Kanälen – folge uns und verpasse nichts:
Dein Weg zu authentischem Selbstmarketing – wir unterstützen dich!
Du möchtest lernen, deine Stärken überzeugend zu präsentieren, ohne dich zu verbiegen? Wir helfen dir dabei, dein individuelles Selbstmarketing-Profil zu entwickeln – authentisch, wirkungsvoll und passend zu deiner Persönlichkeit.
Jetzt reinhören
Hinweis: Dieser Podcast wird mit KI-Unterstützung produziert. Die Stimmen von Lia und Maik Marx sind teils KI-generiert. Die Inhalte dienen der allgemeinen Information und ersetzen keine individuelle Rechts-, Förder- oder Karriereberatung. Verantwortlich i.S.d. § 18 Abs. 2 MStV: Maik Marx, plangenial – Plan Genial Unternehmensberatung, Plauener Str. 19, 13055 Berlin.