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Folge 27: Teilzeitarbeit und Karriere Aufstieg in Teilzeit möglich?

Cover Folge 27
Bewerbungs- & Karriere-Podcast · Folge 27

Teilzeitarbeit und Karriere – Aufstieg in Teilzeit möglich?

Teilzeitarbeit gilt in vielen Unternehmen noch immer als Karrierekiller. Wer weniger Stunden arbeitet, wird schnell mit mangelndem Engagement gleichgesetzt – obwohl das völlig unbegründet ist. Viele Teilzeitkräfte arbeiten hocheffizient, produktiv und engagiert. Trotzdem haben sie oft schlechtere Aufstiegschancen, werden bei wichtigen Projekten übergangen und in Führungspositionen sind sie kaum zu finden. Das ist ein strukturelles Problem, das sich aber langsam ändert. In dieser Podcast-Folge beleuchten Lia und Maik Marx die Realität von Teilzeitarbeit und Karriere – ehrlich, fundiert und mit konkreten Tipps, wie du trotz reduzierter Arbeitszeit beruflich vorankommst.

Die Gründe für Teilzeit sind vielfältig: Kinderbetreuung, Pflege von Angehörigen, Weiterbildung, gesundheitliche Einschränkungen oder der Wunsch nach mehr Work-Life-Balance. Laut dem Statistischen Bundesamt arbeitet fast jede zweite erwerbstätige Frau in Deutschland in Teilzeit – bei Männern sind es nur rund 12 Prozent. Teilzeit ist nicht gleich Teilzeit: Manche reduzieren auf 30 Stunden, andere auf 20 oder sogar 15. Die Motive und Lebensrealitäten sind sehr unterschiedlich. Doch eines haben alle gemeinsam: Sie wollen nicht auf ihre berufliche Entwicklung verzichten. In diesem Beitrag erfährst du, welche rechtlichen Ansprüche du hast, wie du sichtbar bleibst, welche Branchen Teilzeit-Karrieren fördern – und wie du das Gespräch mit deinem Arbeitgeber führst.

Teilzeit und Karriere – geht das überhaupt?

Die Antwort ist ein klares Ja – aber es ist herausfordernd. Teilzeitarbeit wird in vielen Unternehmen noch immer mit fehlender Verfügbarkeit und mangelndem Ehrgeiz assoziiert. Das ist ein Vorurteil, das sich hartnäckig hält, obwohl Studien längst zeigen, dass Teilzeitkräfte oft fokussierter und effizienter arbeiten als ihre Vollzeit-Kollegen.

Das Problem liegt weniger in der Leistung, sondern in der Wahrnehmung und in strukturellen Barrieren. Viele Karrierepfade sind auf Vollzeit ausgelegt: Führungspositionen setzen Präsenz voraus, wichtige Meetings finden spätabends statt, und wer nicht „immer erreichbar“ ist, gilt schnell als weniger engagiert. Sichtbarkeit ist oft wichtiger als Leistung.

Doch die Arbeitswelt wandelt sich. Flexible Arbeitsmodelle, Homeoffice und eine zunehmende Sensibilität für Diversität und Vereinbarkeit sorgen dafür, dass Teilzeit langsam auch in höheren Positionen akzeptiert wird. Unternehmen, die auf Teilzeitkräfte setzen, profitieren von zwei Perspektiven, mehr Skills und höherer Mitarbeiterzufriedenheit.

Entscheidend ist, dass du als Teilzeitkraft aktiv deine Karriere gestaltest. Das bedeutet: deine Erfolge sichtbar machen, in wichtigen Projekten präsent sein, gezielt netzwerken und klar kommunizieren, was du leisten kannst – und willst. Qualität schlägt Quantität.

  • Vorurteil entkräften: Zeige durch Ergebnisse, dass deine reduzierte Arbeitszeit kein Hindernis ist – sondern ein Vorteil durch Fokus und Effizienz.
  • Aktiv kommunizieren: Mache deine Verfügbarkeit transparent und signalisiere Engagement und Zuverlässigkeit.
  • Netzwerken: Bleibe sichtbar, auch wenn du weniger Stunden vor Ort bist – durch regelmäßige Updates, Teilnahme an Meetings und Austausch mit Kollegen.
  • Erfolge dokumentieren: Führe eine Liste deiner Projekte und Erfolge, um bei Beurteilungen oder Beförderungen konkret argumentieren zu können.
Cover Folge 27 – Teilzeitarbeit und Karriere – Aufstieg in Teilzeit möglich und welche Rechte du hast
Folge 27 · Jetzt anhören

In Folge 27 des plangenial-Podcasts sprechen Lia und Maik Marx darüber, wie Teilzeitarbeit und Karriere zusammenpassen – und welche rechtlichen Ansprüche du hast. Kann man in Teilzeit wirklich aufsteigen? Welche Hürden gibt es, und wie überwindest du sie? Erfahre, wie du sichtbar bleibst, deine Rechte kennst und trotz reduzierter Arbeitszeit beruflich vorankommst.

▶ Zur Folge

Deine rechtlichen Ansprüche auf Teilzeit

Seit 2001 regelt das Teilzeit- und Befristungsgesetz (TzBfG) deine Rechte als Arbeitnehmer. Grundsätzlich hast du einen Anspruch auf Verringerung der Arbeitszeit, wenn dein Arbeitsverhältnis länger als sechs Monate besteht und dein Betrieb mehr als 15 Mitarbeiter beschäftigt. Das ist ein starkes Recht, das viele nicht kennen.

Du musst deinen Wunsch spätestens drei Monate vor dem gewünschten Beginn schriftlich mitteilen. Der Arbeitgeber darf nur ablehnen, wenn betriebliche Gründe entgegenstehen – etwa erhebliche Beeinträchtigungen der Arbeitsabläufe oder unverhältnismäßige Kosten. Die Beweislast liegt beim Arbeitgeber. Schweigt er, gilt die Teilzeit als genehmigt.

Seit 2019 gibt es zusätzlich die Brückenteilzeit. Sie ermöglicht eine befristete Reduzierung der Arbeitszeit für einen Zeitraum von einem bis fünf Jahren. Danach hast du automatisch wieder Anspruch auf deine ursprüngliche Arbeitszeit. Das ist besonders wichtig, wenn du Angst hast, nach der Teilzeit nicht mehr zurück in Vollzeit zu können.

Allerdings gilt die Brückenteilzeit nur in Betrieben mit mehr als 45 Mitarbeitern. Zudem gibt es Quoten: Pro angefangene 15 Beschäftigte muss der Arbeitgeber nur einem die Brückenteilzeit gewähren. Mehr dazu findest du auf der Website der Bundesagentur für Arbeit, die umfassend über Arbeitsrecht und Fördermöglichkeiten informiert.

  • Anspruch prüfen: Arbeitsverhältnis länger als 6 Monate, Betrieb über 15 Mitarbeiter → du hast einen Rechtsanspruch auf Teilzeit.
  • Schriftlich beantragen: Mindestens 3 Monate vor dem gewünschten Beginn, mit konkreter Stundenanzahl und Verteilung.
  • Brückenteilzeit nutzen: Wenn du nur vorübergehend reduzieren willst, sichere dir automatisch die Rückkehr zur Vollzeit (ab 45 Mitarbeiter).
  • Ablehnungsgründe kennen: Der Arbeitgeber muss betriebliche Gründe nachweisen – nicht nur Vermutungen oder Unannehmlichkeiten.
Lia und Maik besprechen vertieft einen Karriereplan am Tisch

Gehalt, Rente und finanzielle Auswirkungen

Dein Gehalt wird proportional zur Arbeitszeit reduziert. Arbeitest du statt 40 nur noch 30 Stunden, bekommst du 75 Prozent deines bisherigen Gehalts. Der Stundenlohn muss aber gleich bleiben – alles andere wäre Diskriminierung und gesetzlich verboten. Teilzeitkräfte haben Anspruch auf dieselben Leistungen, Boni und Zulagen wie Vollzeitkräfte, nur eben anteilig.

Doch die Realität sieht oft anders aus. Viele Teilzeitkräfte erhalten weniger Boni, werden bei Prämien benachteiligt oder haben schlechtere Aufstiegschancen – was sich langfristig auf das Gehalt auswirkt. Hinzu kommt: Weniger Arbeitszeit bedeutet auch weniger Einzahlungen in die Rentenversicherung. Teilzeit kann die spätere Rente erheblich schmälern.

Laut Zahlen des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales liegt die durchschnittliche Rente von Frauen, die oft in Teilzeit arbeiten, rund 46 Prozent unter der von Männern. Das ist ein strukturelles Problem, das sich nur durch private Vorsorge oder eine spätere Rückkehr in Vollzeit abfedern lässt. Wenn du Teilzeit in Erwägung ziehst, solltest du die finanziellen Folgen realistisch durchrechnen.

Auch für Gehaltsverhandlungen ist Teilzeit ein Thema. Du solltest selbstbewusst auftreten und deutlich machen, dass deine Leistung zählt, nicht deine Anwesenheit. Tipps für erfolgreiche Verhandlungen findest du auch auf finanzpost.de, wo du dich rund um Gehalt und Finanzen informieren kannst.

  • Stundenlohn bleibt gleich: Achte darauf, dass dein Stundensatz nicht sinkt – das wäre Diskriminierung.
  • Rentenansprüche prüfen: Lass dir von der Rentenversicherung ausrechnen, wie sich Teilzeit langfristig auf deine Rente auswirkt.
  • Boni und Prämien: Kläre vertraglich, dass du anteilig an allen Sonderzahlungen beteiligt bist.
  • Finanzielle Planung: Rechne realistisch, ob du mit dem reduzierten Gehalt auskommst – inklusive aller Lebenshaltungskosten und Vorsorge.
Lia und Maik gehen lachend und im Gespräch durch eine helle Büro-Lobby

Die größten Karrierehürden für Teilzeitkräfte

Die erste große Hürde ist Sichtbarkeit. Wer weniger da ist, wird weniger wahrgenommen – so einfach ist das. Wichtige Entscheidungen fallen oft in informellen Gesprächen am Kaffeeautomaten oder in spontanen Meetings am Freitagnachmittag. Wenn du dann nicht da bist, verpasst du nicht nur Informationen, sondern auch Chancen.

Zweitens: Vorurteile. Teilzeit wird oft mit mangelndem Ehrgeiz, fehlender Flexibilität oder geringerer Belastbarkeit gleichgesetzt. Das ist sachlich falsch, aber emotional wirksam. Viele Führungskräfte bevorzugen unbewusst Mitarbeitende, die „immer da sind“ – selbst wenn deren Ergebnisse schlechter sind.

Drittens: Ausschluss von Projekten. Wichtige Aufgaben werden gerne an Vollzeitkräfte vergeben, weil man davon ausgeht, dass sie mehr Zeit haben. Auch Meetings werden oft außerhalb der Teilzeitzeiten angesetzt – ohne Rücksicht auf deine Arbeitszeiten. Das führt zu einem schleichenden Kompetenzverlust und weniger Entwicklungsmöglichkeiten.

Viertens: Fehlende Vorbilder. In Führungspositionen gibt es kaum Teilzeitkräfte. Das signalisiert: Wer aufsteigen will, muss Vollzeit arbeiten. Solange es keine sichtbaren Role Models gibt, bleibt Teilzeit ein Karrierehindernis. Fünftens: Strukturelle Barrieren. Viele Karrierepfade, Beurteilungssysteme und Beförderungskriterien sind auf Vollzeit ausgelegt – etwa Präsenzpflichten, Verfügbarkeit oder Reisebereitschaft.

  • Sichtbarkeit aktiv managen: Nimm an wichtigen Meetings teil, melde dich in Projekten, teile deine Erfolge regelmäßig.
  • Vorurteile ansprechen: Sprich offen mit deinem Vorgesetzten über deine Karriereziele und zeige, dass Teilzeit kein Hindernis ist.
  • Flexible Meeting-Zeiten einfordern: Bitte darum, dass wichtige Besprechungen in deiner Arbeitszeit stattfinden – das ist dein gutes Recht.
  • Netzwerken: Bleibe in Kontakt mit Kollegen, auch außerhalb deiner Arbeitszeit – digital oder bei gelegentlichen Events.
„Teilzeit ist kein Karrierekiller – wenn du aktiv deine Sichtbarkeit managst, deine Erfolge kommunizierst und selbstbewusst deine Rechte einforderst.“— Maik Marx, plangenial

Branchen und Berufe: Wo Teilzeit-Karrieren funktionieren

Nicht in allen Branchen ist Teilzeit gleich akzeptiert. Im öffentlichen Dienst ist Teilzeitarbeit weit verbreitet und strukturell verankert. Hier gibt es klare Regelungen, faire Aufstiegschancen und oft auch Teilzeitführungskräfte. Auch im Gesundheitswesen, in der Bildung und in sozialen Berufen ist Teilzeit die Norm – allerdings oft aus finanziellen Zwängen, nicht aus Wahl.

In der IT-Branche gibt es zunehmend flexible Modelle. Viele Tech-Unternehmen setzen auf Remote Work, ergebnisorientiertes Arbeiten und flexible Arbeitszeitmodelle. Hier zählt oft die Leistung mehr als die Anwesenheit. Wenn du in der IT-Branche einsteigen willst, findest du auf plangenial.de Unterstützung und Coaching.

Auch in Beratungsunternehmen gibt es Pilotprojekte für Teilzeitführungskräfte – etwa bei großen Consultancies wie McKinsey oder BCG. Allerdings sind diese Modelle noch die Ausnahme und erfordern starke Verhandlungsposition und Leistungsnachweis. In traditionellen Branchen wie Industrie, Finanzen oder Anwaltskanzleien ist Teilzeit deutlich schwieriger. Hier gelten lange Arbeitszeiten oft als Statussymbol.

Wenn du in einer weniger flexiblen Branche arbeitest, lohnt sich ein Blick über den Tellerrand. Vielleicht bietet ein Wechsel in eine modernere Branche oder ein anderes Unternehmen bessere Chancen. Auch der Aufbau einer eigenen Online-Präsenz kann neue berufliche Perspektiven eröffnen – professionelle Unterstützung gibt es etwa bei firstnetworks.de.

  • Öffentlicher Dienst: Klare Teilzeitregelungen, faire Aufstiegschancen, hohe Akzeptanz – ideal für Teilzeit-Karrieren.
  • IT und Tech: Flexible Arbeitsmodelle, Remote-Optionen, ergebnisorientiertes Arbeiten – zunehmend teilzeitfreundlich.
  • Gesundheit und Soziales: Teilzeit ist weit verbreitet, aber oft aus Kostengründen – Aufstiegschancen variieren.
  • Traditionelle Branchen: Industrie, Finanzen, Recht – hier ist Teilzeit noch mit Vorurteilen behaftet und strukturell schwierig.

So sprichst du den Teilzeit-Wunsch beim Arbeitgeber an

Bereite das Gespräch gründlich vor. Überlege dir: Warum möchte ich Teilzeit? Wie viele Stunden, an welchen Tagen? Wie kann ich meine Aufgaben trotzdem erfüllen? Biete Lösungen an, nicht nur Probleme. Betone im Gespräch, dass du weiterhin engagiert bist und gute Arbeit leisten willst. Sei offen für Kompromisse – vielleicht sind nicht genau deine Wunschstunden möglich, aber eine andere Lösung. Zeige, dass Teilzeit für beide Seiten funktionieren kann. Nutze die Unterstützung eines professionellen Coachings, etwa bei plangenial, um deine Argumente zu schärfen und selbstbewusst aufzutreten.

Führung in Teilzeit und Job-Sharing

Kann man als Führungskraft in Teilzeit arbeiten? Ja – aber es ist noch selten. Es gibt verschiedene Modelle: individuelle Teilzeitführung, bei der eine Person in reduzierter Zeit führt, oder Job-Sharing, bei dem sich zwei Personen eine Führungsposition teilen. Beide Modelle funktionieren, erfordern aber gute Organisation, klare Kommunikation und ein unterstützendes Unternehmen.

Job-Sharing bedeutet, dass zwei oder mehr Personen sich eine Stelle teilen. Jede arbeitet Teilzeit, zusammen decken sie die volle Stelle ab. Das funktioniert besonders gut, wenn die Chemie stimmt und beide sich ergänzen. Der Vorteil: Das Unternehmen bekommt zwei Perspektiven, zwei Skillsets und bei Urlaub oder Krankheit ist immer jemand da.

Studien zeigen, dass Teilzeitführungskräfte oft effizienter arbeiten. Sie delegieren besser, setzen klare Prioritäten und arbeiten fokussierter. Weniger Stunden bedeuten nicht weniger Führungsqualität. Im Gegenteil: Viele Teilzeitführungskräfte sind zufriedener, ausgeglichener und bringen frische Perspektiven ein.

Doch die Realität ist: Führung in Teilzeit wird noch immer kritisch beäugt. Viele Unternehmen glauben, dass Führung Vollzeit-Präsenz erfordert. Wenn du als Führungskraft in Teilzeit arbeiten willst, brauchst du Mut, klare Kommunikation und die Bereitschaft, Vorurteile aktiv zu widerlegen. Vereinbare ein Gespräch mit deinem Arbeitgeber und zeige konkret, wie du die Aufgaben trotz reduzierter Zeit erfüllen kannst. Ein kostenloses Erstgespräch bei plangenial kann dir helfen, dieses Gespräch vorzubereiten.

  • Individuelle Teilzeitführung: Du führst in reduzierter Zeit – erfordert klare Prioritäten, Delegation und Vertrauen.
  • Job-Sharing: Zwei Personen teilen sich eine Führungsposition – bietet Flexibilität, Kontinuität und doppelte Kompetenz.
  • Effizienz steigt: Teilzeitführungskräfte arbeiten oft fokussierter, delegieren besser und setzen klare Prioritäten.
  • Vorurteile überwinden: Zeige durch Ergebnisse, dass Führung nicht von der Stundenanzahl abhängt, sondern von Kompetenz und Organisation.

Frisch aus unserem Threads-Feed

Noch mehr Tipps und Einblicke gibt es täglich auf Threads@plangenial.de folgen:

Häufige Fragen

Habe ich einen rechtlichen Anspruch auf Teilzeit?

Ja, wenn dein Arbeitsverhältnis länger als sechs Monate besteht und dein Betrieb mehr als 15 Mitarbeiter hat. Du musst den Wunsch spätestens drei Monate vorher schriftlich mitteilen. Der Arbeitgeber darf nur bei betrieblichen Gründen ablehnen – und muss diese nachweisen. Schweigt er, gilt die Teilzeit als genehmigt.

Was ist die Brückenteilzeit?

Die Brückenteilzeit ermöglicht eine befristete Reduzierung der Arbeitszeit für ein bis fünf Jahre. Danach hast du automatisch wieder Anspruch auf deine ursprüngliche Arbeitszeit. Das schützt dich vor dem Risiko, dauerhaft in Teilzeit „stecken zu bleiben“. Allerdings gilt sie nur in Betrieben mit mehr als 45 Mitarbeitern, und es gibt Quoten.

Wie wirkt sich Teilzeit auf meine Rente aus?

Weniger Arbeitszeit bedeutet weniger Einzahlungen in die Rentenversicherung – und damit eine niedrigere spätere Rente. Laut Studien liegt die Rente von Frauen, die oft in Teilzeit arbeiten, rund 46 Prozent unter der von Männern. Plane deshalb frühzeitig private Vorsorge ein oder kehre später in Vollzeit zurück. Die Rentenversicherung berät dich kostenlos.

Kann ich als Führungskraft in Teilzeit arbeiten?

Ja, aber es ist noch selten. Möglich sind individuelle Teilzeitführung oder Job-Sharing, bei dem sich zwei Personen eine Führungsposition teilen. Studien zeigen, dass Teilzeitführungskräfte oft effizienter arbeiten. Wichtig sind klare Kommunikation, gute Organisation und ein unterstützendes Unternehmen. Zeige konkret, wie du die Aufgaben trotz reduzierter Zeit erfüllst.

In welchen Branchen funktioniert Teilzeit am besten?

Im öffentlichen Dienst, im Gesundheitswesen, in der Bildung und zunehmend in der IT-Branche ist Teilzeit akzeptiert und strukturell verankert. Schwieriger ist es in traditionellen Branchen wie Industrie, Finanzen oder Recht, wo lange Arbeitszeiten als Statussymbol gelten. Wähle eine Branche, die flexible Arbeitsmodelle wertschätzt und fördert.

Ein persönliches Wort von Maik

Teilzeitarbeit ist kein Zeichen von mangelndem Engagement – im Gegenteil. Sie zeigt, dass du dein Leben bewusst gestaltest, Prioritäten setzt und trotzdem beruflich erfolgreich sein willst. Ich erlebe immer wieder, wie Teilzeitkräfte mit Vorurteilen kämpfen, obwohl sie hocheffizient, produktiv und motiviert sind. Das frustriert mich, denn es ist ein strukturelles Problem, das wir gemeinsam angehen müssen. Deine Leistung zählt, nicht deine Anwesenheit. Wenn du in Teilzeit arbeitest oder arbeiten möchtest, dann kommuniziere das selbstbewusst. Zeige deine Erfolge, bleibe sichtbar, netzwerke aktiv und fordere deine Rechte ein. Du hast einen gesetzlichen Anspruch auf Teilzeit – nutze ihn. Und wenn dein Unternehmen Teilzeit als Hindernis sieht, dann ist vielleicht nicht die Teilzeit das Problem, sondern die Unternehmenskultur. Es gibt Branchen und Arbeitgeber, die flexible Modelle wertschätzen und fördern. Lass dich nicht entmutigen. Deine Karriere gehört dir – auch in Teilzeit. Ich bin fest davon überzeugt, dass die Arbeitswelt sich wandelt. Immer mehr Unternehmen erkennen, dass Vielfalt, Flexibilität und Vereinbarkeit nicht nur soziale Werte sind, sondern auch wirtschaftliche Vorteile bringen. Du bist Teil dieses Wandels. Geh deinen Weg mit Mut, Klarheit und Selbstbewusstsein.

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Hinweis: Dieser Podcast wird mit KI-Unterstützung produziert. Die Stimmen von Lia und Maik Marx sind teils KI-generiert. Die Inhalte dienen der allgemeinen Information und ersetzen keine individuelle Rechts-, Förder- oder Karriereberatung. Verantwortlich i.S.d. § 18 Abs. 2 MStV: Maik Marx, plangenial – Plan Genial Unternehmensberatung, Plauener Str. 19, 13055 Berlin.

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