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Folge 3: Umgang mit Lücken im Lebenslauf so machst du sie zum Pluspunkt

Cover Folge 3
Bewerbungs- & Karriere-Podcast · Folge 3

Umgang mit Lücken im Lebenslauf – so machst du sie zum Pluspunkt

Fast jeder Lebenslauf weist irgendwann eine Lücke auf – und fast jeder hat Angst davor, dass genau diese Lücke die Jobchancen zunichtemacht. Vielleicht warst du nach dem Studium länger auf Jobsuche, hast eine Elternzeit genommen, dich nach einer Kündigung neu orientiert oder bist sogar monatelang durch Südostasien gereist. Die gute Nachricht: Lücken sind menschlich und längst kein Karrierekiller mehr – wenn du richtig damit umgehst.

In dieser dritten Folge des plangenial-Podcasts beleuchten Moderatorin Lia und Karriere-Coach Maik Marx das Thema aus allen Perspektiven: Warum haben Personaler überhaupt Vorbehalte? Welche Lücken sind gesellschaftlich akzeptiert, welche nicht? Und vor allem: Wie formulierst du deine Auszeiten so, dass sie deine Persönlichkeit und Kompetenzen unterstreichen, statt Misstrauen zu wecken? Dieser Beitrag fasst die wichtigsten Erkenntnisse zusammen – und liefert dir konkrete Strategien, Formulierungsbeispiele und psychologische Hintergründe, damit du mit Selbstbewusstsein und Ehrlichkeit ins nächste Bewerbungsgespräch gehst.

Warum Lücken im Lebenslauf überhaupt ein Thema sind

Lücken im Lebenslauf lösen bei vielen Personalverantwortlichen reflexartig Skepsis aus. Das hat weniger mit böswilligen Vorurteilen zu tun als mit Unsicherheit: Hat die Person den Anschluss verpasst? Sind die Fachkenntnisse noch aktuell? Gibt es einen problematischen Grund, der verschwiegen wird?

Diese Fragen entstehen, weil der klassische Karrierepfad – Ausbildung, Berufseinstieg, kontinuierliche Beschäftigung bis zur Rente – tief in unserer Arbeitskultur verankert ist. Abweichungen fallen auf und verlangen nach Erklärung. Dabei zeigen Zahlen des Statistischen Bundesamts, dass Erwerbsunterbrechungen längst zur Normalität gehören: Rund 1,5 Millionen Menschen waren 2023 in Deutschland länger als zwölf Monate arbeitslos, Millionen weitere in Elternzeit, Weiterbildung oder Umorientierung.

Die Angst vor der Lücke ist also weit verbreitet – und sie ist oft unbegründet. Entscheidend ist nicht, ob du eine Lücke hast, sondern wie du sie kommunizierst. Denn jede Auszeit birgt Potenzial für persönliche Entwicklung, neue Kompetenzen und Selbstreflexion – Eigenschaften, die in der modernen Arbeitswelt hoch im Kurs stehen.

Viele Bewerberinnen und Bewerber neigen dazu, Lücken zu verschleiern – etwa indem sie nur Jahreszahlen statt Monate angeben oder Beschäftigungszeiten künstlich strecken. Doch solche Tricks wirken im Vorstellungsgespräch schnell unglaubwürdig und beschädigen das Vertrauen nachhaltig. Transparenz und eine positive Erzählung sind der bessere Weg.

  • Unsicherheit bei Personalern: Fachkenntnisse veraltet? Motivation noch vorhanden?
  • Gesellschaftliche Norm: Der lückenlose Lebenslauf gilt als Idealfall – Abweichungen erklärungsbedürftig
  • Statistische Realität: Erwerbsunterbrechungen betreffen Millionen Menschen jährlich
  • Verschleierungstaktiken scheitern: Spätestens im Gespräch fallen geschönte Zeitangaben auf
  • Transparenz schafft Vertrauen: Ehrliche Kommunikation ist die Basis jeder erfolgreichen Bewerbung
Cover Folge 3 – Umgang mit Lücken im Lebenslauf
Folge 3 · Jetzt anhören

In Podcast-Folge 3 sprechen Lia und Maik Marx über ein Thema, das viele Bewerberinnen und Bewerber beschäftigt: Lücken im Lebenslauf. Ob Arbeitslosigkeit, Elternzeit, Weltreise oder Krankheit – mit der richtigen Strategie werden vermeintliche Schwächen zu echten Stärken. Erfahre jetzt, wie du deine Lücken transparent, positiv und überzeugend darstellst.

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Die häufigsten Gründe für Lücken – und wie Arbeitgeber sie bewerten

Nicht jede Lücke wird gleich bewertet. Manche Unterbrechungen sind gesellschaftlich akzeptiert, andere lösen nach wie vor Stirnrunzeln aus. Klassische Gründe sind Arbeitslosigkeit nach einer Kündigung, längere Krankheitsphasen, Elternzeit, die Pflege von Angehörigen, Sabbaticals oder Weltreisen, sowie Umorientierungsphasen oder nicht-formale Weiterbildungen.

Elternzeit etwa wird heute kaum noch negativ wahrgenommen – im Gegenteil, sie signalisiert Verantwortungsbewusstsein und Organisationstalent. Auch die Pflege von Angehörigen wird zunehmend anerkannt. Schwieriger wird es bei längerer Arbeitslosigkeit oder unklaren Auszeiten. Hier fragen Personaler: War die Person erfolglos auf Jobsuche? Hat sie die Zeit genutzt?

Eine Weltreise oder ein Sabbatical können zum Pluspunkt werden, wenn du zeigst, was du gelernt hast: interkulturelle Kompetenz, Sprachkenntnisse, Selbstorganisation und Anpassungsfähigkeit. Gerade für Positionen mit internationalem Bezug sind solche Erfahrungen Gold wert – vorausgesetzt, du formulierst sie aktiv.

Bei Weiterbildungen ohne formalen Abschluss – etwa Online-Kurse, Fachliteratur oder selbstständige Projekte – kommt es darauf an, konkrete Skills und Ergebnisse zu benennen. Statt einfach „Weiterbildung“ zu schreiben, liste auf: „Excel-VBA-Kurs bei der Arbeitsagentur, Python-Grundlagen via Coursera, Aufbau einer eigenen Website mit WordPress“.

Die Bewertung hängt weniger vom Grund der Lücke ab als von der Art, wie du sie präsentierst. Selbst längere Arbeitslosigkeit lässt sich positiv darstellen, wenn du aktive Schritte nachweisen kannst: Bewerbungstraining, ehrenamtliches Engagement, Netzwerkaufbau oder die Beschäftigung mit neuen Technologien.

  • Elternzeit & Pflege: Gesellschaftlich akzeptiert, zeigt Verantwortung und Organisationsstärke
  • Weltreise & Sabbatical: Potenzial für interkulturelle Kompetenz, Sprachen, Selbstreflexion
  • Arbeitslosigkeit: Kritisch gesehen, aber positiv darstellbar durch aktive Weiterbildung und Engagement
  • Umorientierung: Kann Mut und Selbstkenntnis signalisieren – wichtig: konkretes Ziel benennen
  • Krankheit: Privatsphäre schützen, sachlich bleiben, Genesung und Leistungsfähigkeit betonen
Lia übt ihre Selbstpräsentation vor dem Spiegel, Maik coacht

Die goldene Regel: Steh zu deinen Lücken – aber positiv

Der wichtigste Grundsatz im Umgang mit Lücken: Ehrlich währt am längsten. Versuche niemals, Lücken zu verstecken oder zu verschleiern – das fällt früher oder später auf und kostet dich Glaubwürdigkeit. Personaler haben ein geschultes Auge für Ungereimtheiten im Lebenslauf. Spätestens im Vorstellungsgespräch werden Nachfragen kommen.

Gleichzeitig sollst du dich aber nicht rechtfertigen oder entschuldigen. Eine Lücke ist keine Schande, sondern Teil deiner Biografie. Die Kunst besteht darin, sie sachlich zu benennen und gleichzeitig zu zeigen, was du in dieser Zeit gelernt, erlebt oder entwickelt hast.

Statt im Lebenslauf einfach „Arbeitslosigkeit 01/2022 – 08/2022″ zu schreiben, formuliere aktiv: „Berufliche Neuorientierung und gezielte Weiterbildung“. Darunter listest du konkrete Aktivitäten: „Excel-Advanced-Kurs (IHK), eigenständige Marktanalyse zur Digitalisierung im Einzelhandel, ehrenamtliche Mitarbeit bei der Tafel (Logistikorganisation)“.

Eine positive Formulierung lenkt den Blick von der Lücke auf deine Kompetenzen und dein Engagement. Du zeigst damit: Ich bin nicht passiv geblieben, sondern habe die Zeit aktiv genutzt. Das signalisiert Eigeninitiative, Lernbereitschaft und Resilienz – alles Eigenschaften, die Arbeitgeber schätzen.

Auch im Gespräch gilt: Bereite eine kurze, sachliche Erklärung vor – zwei bis drei Sätze reichen. Keine langen Rechtfertigungen, keine emotionalen Ausschweifungen, keine negativen Kommentare über frühere Arbeitgeber. Bleib bei den Fakten, zeige, was du gemacht hast, und schlage die Brücke zur ausgeschriebenen Stelle.

  • Keine Verschleierungstaktik: Ehrlichkeit schafft Vertrauen, Tricksereien zerstören es
  • Aktive Formulierung: Statt „arbeitslos“ schreibe „berufliche Neuorientierung“ oder „gezielte Weiterbildung“
  • Konkrete Aktivitäten benennen: Online-Kurse, Projekte, Ehrenamt, Fachliteratur, Networking
  • Kurze, sachliche Erklärung: Zwei bis drei Sätze im Gespräch, keine Rechtfertigung
  • Brücke zur Stelle schlagen: Zeige, wie die Erfahrungen dich für die Position qualifizieren
Lia atmet erleichtert auf nach dem Vorstellungsgespräch, Maik klopft ihr auf die Schulter

Konkrete Formulierungsbeispiele für verschiedene Lücken-Szenarien

Theorie ist gut, Praxis ist besser. Deshalb hier konkrete Formulierungen für die häufigsten Lücken-Szenarien – für Lebenslauf und Vorstellungsgespräch. Diese Beispiele kannst du als Vorlage nutzen und an deine Situation anpassen.

Szenario 1: Arbeitslosigkeit nach Kündigung (8 Monate) Lebenslauf: „Berufliche Neuorientierung und Weiterbildung (01/2023 – 08/2023): Excel-VBA-Kurs (IHK), Python-Grundlagen (Udemy), ehrenamtliche Logistikkoordination bei der Tafel“ Gespräch: „Nach der Schließung meiner Abteilung war ich acht Monate auf Jobsuche. In dieser Zeit habe ich gezielt meine digitalen Kompetenzen ausgebaut und mich ehrenamtlich engagiert, wo ich Logistikprozesse optimiert habe – eine Erfahrung, die mir für diese Position zugutekommt.“

Szenario 2: Weltreise (12 Monate) Lebenslauf: „Auslandsaufenthalt Südostasien (09/2021 – 08/2022): Interkulturelle Erfahrungen, Vertiefung Englischkenntnisse, selbstständige Reiseplanung und Budgetmanagement in sechs Ländern“ Gespräch: „Ich habe mir bewusst ein Jahr genommen, um andere Kulturen kennenzulernen und meine Sprachkenntnisse zu vertiefen. Diese Erfahrung hat meine Anpassungsfähigkeit und mein Verständnis für interkulturelle Zusammenarbeit enorm gestärkt – Kompetenzen, die in Ihrem international agierenden Team sicher wertvoll sind.“

Szenario 3: Elternzeit (3 Jahre) Lebenslauf: „Elternzeit (04/2020 – 03/2023): Familienphase, nebenberufliche Fortbildung Online-Marketing (Google Ads Zertifikat), Organisation einer Elterninitiative (Budgetverantwortung, Veranstaltungsplanung)“ Gespräch: „Während meiner Elternzeit habe ich nicht nur meine Familie versorgt, sondern auch meine fachlichen Kenntnisse aktuell gehalten und eine Elterninitiative mitorganisiert. Diese Erfahrung hat meine Projektmanagement-Fähigkeiten und mein Organisationstalent geschärft.“

Szenario 4: Längere Krankheit (6 Monate) Lebenslauf: „Gesundheitsbedingte Auszeit (02/2023 – 07/2023): vollständige Genesung, schrittweiser Wiedereinstieg“ Gespräch: „Ich hatte eine gesundheitsbedingte Pause, bin aber seit August wieder voll belastbar. In dieser Zeit habe ich mich intensiv mit aktuellen Entwicklungen in der Solarbranche beschäftigt und bin hochmotiviert, wieder voll durchzustarten.“ Detaillierte medizinische Angaben sind tabu – schütze deine Privatsphäre.

  • Bei Arbeitslosigkeit: Weiterbildung, Projekte und Engagement konkret benennen
  • Bei Reisen: Interkulturelle Kompetenz, Sprachen, Selbstorganisation hervorheben
  • Bei Elternzeit: Fortbildungen, Ehrenamt, Projektarbeit einbinden – zeigt Aktivität
  • Bei Krankheit: Genesung betonen, keine Details, Leistungsfähigkeit versichern
„Eine Lücke im Lebenslauf ist kein Makel, sondern eine Chance, deine Persönlichkeit und deine Lernbereitschaft zu zeigen – wenn du ehrlich und positiv damit umgehst.“— Maik Marx, plangenial

Das Vorstellungsgespräch: So reagierst du souverän auf kritische Fragen

Im Vorstellungsgespräch wirst du mit hoher Wahrscheinlichkeit auf deine Lücke angesprochen – und genau darauf solltest du vorbereitet sein. Die Frage kommt meist freundlich, aber bestimmt: „Ich sehe, Sie waren von Januar bis August ohne Beschäftigung. Was haben Sie in dieser Zeit gemacht?“

Deine Antwort sollte selbstbewusst, sachlich und positiv sein. Keine nervösen Rechtfertigungen, keine Entschuldigungen. Du hast nichts Falsches getan. Eine gute Antwort dauert 30 bis 60 Sekunden und folgt diesem Aufbau: 1. Grund benennen, 2. Aktivitäten auflisten, 3. Lerneffekt/Nutzen für die Stelle betonen.

Beispiel: „Nach meiner Kündigung habe ich mich bewusst Zeit für eine berufliche Neuorientierung genommen. In dieser Phase habe ich einen Weiterbildungskurs zu Digitalisierung im Vertrieb absolviert, mich intensiv mit CRM-Systemen beschäftigt und ein ehrenamtliches Projekt zur Kundenbetreuung übernommen. Diese Erfahrungen haben mir gezeigt, wie wichtig strukturierte Prozesse und Kundennähe sind – genau das, was Sie in dieser Position suchen.“

Wichtig: Vermeide negative Aussagen über frühere Arbeitgeber, Kollegen oder die Umstände deiner Kündigung. Auch wenn du ungerecht behandelt wurdest – im Bewerbungsgespräch wirkt das unprofessionell. Bleib konstruktiv, zukunftsorientiert und zeige, was du aus der Situation gelernt hast.

Falls du während der Lücke wirklich wenig gemacht hast: Sei ehrlich, aber formuliere es positiv. „Ich habe intensiv Bewerbungen geschrieben und den Arbeitsmarkt analysiert. Dabei habe ich viel über verschiedene Branchen und Unternehmenskulturen gelernt und kann nun sehr klar sagen, warum Ihr Unternehmen perfekt zu mir passt.“ Das zeigt Reflexion und Zielklarheit – zwei wichtige Kompetenzen.

  • Vorbereitung ist alles: Formuliere deine Erklärung vorab und übe sie laut
  • 30–60 Sekunden Redezeit: Grund, Aktivitäten, Lerneffekt – kurz und prägnant
  • Keine Negativität: Vermeide Kritik an früheren Arbeitgebern oder Selbstmitleid
  • Brücke zur Stelle: Zeige, wie die Lücke dich für die Position qualifiziert
  • Bei wenig Aktivität: Betone Reflexion, Marktanalyse, Zielklarheit – auch das sind Kompetenzen

AVGS-Coaching: Dein Recht auf professionelle Unterstützung

Wenn du arbeitssuchend gemeldet bist, hast du Anspruch auf einen Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein (AVGS) – und damit auf ein kostenloses, professionelles Bewerbungscoaching. Der AVGS deckt bis zu 100 % der Koachingkosten und ermöglicht dir individuelle Beratung zu Lebenslauf, Anschreiben, Vorstellungsgespräch und Gehaltsverhandlung. Gerade beim Thema Lücken im Lebenslauf hilft ein erfahrener Coach, die richtigen Formulierungen zu finden und dein Selbstbewusstsein zu stärken. Informiere dich bei deiner Arbeitsagentur oder direkt bei einem zertifizierten AVGS-Träger über deine Möglichkeiten. Die gesetzliche Grundlage findest du in § 45 SGB III.

Soft Skills und Erfahrungen aus Lücken sichtbar machen

Viele Bewerberinnen und Bewerber unterschätzen den Wert nicht-formaler Erfahrungen. Doch gerade in Zeiten von Arbeitslosigkeit, Elternzeit oder Auszeiten entwickelst du oft Soft Skills, die im Berufsalltag Gold wert sind: Resilienz, Selbstorganisation, Anpassungsfähigkeit, interkulturelle Kompetenz, Kreativität oder Empathie.

Nehmen wir das Beispiel einer Weltreise: Du hast dich in fremden Kulturen zurechtgefunden, Budgets geplant, spontan auf unvorhergesehene Situationen reagiert, Konflikte gelöst und vielleicht sogar in einer Fremdsprache verhandelt. All das sind übertragbare Kompetenzen, die in vielen Berufen gefragt sind – von Projektmanagement über Kundenbetreuung bis hin zu internationalem Vertrieb.

Oder Elternzeit: Du hast gleichzeitig mehrere „Projekte“ gemanagt (Kind, Haushalt, vielleicht noch Nebenprojekte), Prioritäten gesetzt, Deadlines eingehalten (Kita-Abholzeiten!), mit verschiedenen Stakeholdern kommuniziert (Ärzte, Erzieher, Familie) und unter Ressourcenknappheit (Zeit, Energie) Lösungen gefunden. Das ist lupenreines Projektmanagement.

Auch ehrenamtliches Engagement während der Arbeitslosigkeit lässt sich wunderbar in Kompetenzen übersetzen. Logistikkoordination bei der Tafel? Prozessoptimierung und Teamarbeit. Organisation einer Nachbarschaftsinitiative? Kommunikation, Netzwerkaufbau und Führungsqualitäten. Nachhilfe für Geflüchtete? Didaktik, interkulturelle Sensibilität und Geduld.

Der Schlüssel liegt darin, diese Erfahrungen nicht als Privatangelegenheit abzutun, sondern sie bewusst in die Sprache der Arbeitswelt zu übersetzen. Nutze dafür gängige Kompetenzbegriffe und stelle konkrete Bezüge zur ausgeschriebenen Stelle her. Wenn du mehr Unterstützung bei dieser Übersetzungsarbeit brauchst, bietet ein kostenloses Erstgespräch die Möglichkeit, gemeinsam mit einem Coach deine Stärken herauszuarbeiten.

  • Weltreise: Interkulturelle Kompetenz, Anpassungsfähigkeit, Sprachkenntnisse, Krisenmanagement
  • Elternzeit: Projektmanagement, Priorisierung, Kommunikation, Multitasking
  • Ehrenamt: Teamarbeit, Prozessoptimierung, Führung, soziale Kompetenz
  • Arbeitslosigkeit: Resilienz, Selbstreflexion, Lernbereitschaft, Eigeninitiative
  • Übersetzungsarbeit: Formuliere private Erfahrungen in beruflich relevante Kompetenzen um

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Häufige Fragen

Wie lange darf eine Lücke im Lebenslauf sein, ohne negativ aufzufallen?

Es gibt keine feste Grenze, aber Lücken ab drei Monaten sollten erklärt werden. Entscheidend ist nicht die Dauer, sondern die Begründung und was du in dieser Zeit gemacht hast. Selbst längere Lücken von einem Jahr oder mehr sind kein Problem, wenn du aktive Nutzung (Weiterbildung, Projekte, Reisen) nachweisen kannst. Ehrlichkeit und positive Darstellung schlagen jeden Verschleierungsversuch.

Soll ich im Lebenslauf nur Jahre oder auch Monate angeben?

Gib immer Monat und Jahr an – das wirkt transparent und professionell. Nur Jahreszahlen erwecken den Eindruck, du willst etwas verschleiern, und Personaler werden im Gespräch gezielt nachfragen. Transparenz schafft Vertrauen, Verschleierung wirkt unseriös. Wenn du eine kurze Lücke von ein bis zwei Monaten hast, ist das ohnehin unproblematisch – viele Jobwechsel haben natürliche Übergangsphasen.

Wie formuliere ich eine längere Krankheitsphase im Lebenslauf?

Schreibe sachlich „Gesundheitsbedingte Auszeit“ oder „Krankheitsbedingte Pause“ mit Zeitraum – ohne medizinische Details. Betone im Gespräch kurz deine vollständige Genesung und aktuelle Leistungsfähigkeit. Deine Privatsphäre ist geschützt – du musst keine Diagnosen nennen. Zeige stattdessen, dass du die Zeit für Reflexion oder (falls möglich) leichte Weiterbildung genutzt hast.

Was, wenn ich während der Lücke wirklich nichts Produktives gemacht habe?

Auch dann kannst du ehrlich und konstruktiv bleiben: „Ich habe intensiv Bewerbungen geschrieben, den Arbeitsmarkt analysiert und mich mit verschiedenen Branchen auseinandergesetzt. Das hat mir geholfen, meine beruflichen Ziele zu schärfen.“ Diese Selbstreflexion und Zielklarheit sind wertvolle Kompetenzen. Falls möglich, ergänze jetzt noch kurzfristig einen Online-Kurs oder ein Projekt – selbst ein zwei-Wochen-Kurs zeigt Eigeninitiative.

Können Lücken im Lebenslauf wirklich ein Vorteil sein?

Ja, wenn du sie richtig nutzt. Eine Weltreise zeigt Mut und interkulturelle Kompetenz, eine Umorientierungsphase signalisiert Selbstkenntnis und Zielstrebigkeit, Elternzeit beweist Organisationstalent. Viele Arbeitgeber schätzen Bewerber, die über den Tellerrand geblickt haben und reflektiert sind. Lücken zeigen, dass du ein Mensch mit Geschichte bist – keine seelenlosen Karrieremaschine. Nutze sie als Gesprächsanker, um deine Persönlichkeit zu zeigen.

Ein persönliches Wort von Maik

Ich weiß, wie belastend es sein kann, wenn du das Gefühl hast, dich für eine Auszeit rechtfertigen zu müssen. Viele meiner Klientinnen und Klienten kommen mit genau dieser Sorge zu mir: Sie haben Angst, dass ihre Lücke sie disqualifiziert, dass sie als unmotiviert oder inkompetent wahrgenommen werden. Aber ich kann dir aus tiefer Überzeugung sagen: Das Gegenteil ist wahr. Deine Lücke ist Teil deiner Geschichte – und Geschichten machen uns menschlich, interessant und wertvoll. Jede Auszeit, jede Krise, jede Neuorientierung hat dich geprägt und Kompetenzen in dir geweckt, die andere vielleicht nie entwickeln werden. Es geht nicht darum, perfekt zu sein, sondern authentisch, ehrlich und selbstbewusst. Wenn du lernst, deine Lücken als das zu sehen, was sie sind – nämlich Erfahrungen – dann öffnen sich Türen, die du vielleicht gar nicht erwartet hast. Ich glaube fest daran, dass jede und jeder von euch das Potenzial hat, den eigenen Weg zu gehen und dabei auch mit vermeintlichen Schwächen zu überzeugen. Trau dich, zu deiner Biografie zu stehen. Du bist mehr als dein Lebenslauf – und genau das darfst du zeigen.

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Hinweis: Dieser Podcast wird mit KI-Unterstützung produziert. Die Stimmen von Lia und Maik Marx sind teils KI-generiert. Die Inhalte dienen der allgemeinen Information und ersetzen keine individuelle Rechts-, Förder- oder Karriereberatung. Verantwortlich i.S.d. § 18 Abs. 2 MStV: Maik Marx, plangenial – Plan Genial Unternehmensberatung, Plauener Str. 19, 13055 Berlin.

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