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Folge 30: Selbstständigkeit als Alternative Vor- und Nachteile, Schritte & Tipps

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Bewerbungs- & Karriere-Podcast · Folge 30

Selbstständigkeit als Alternative – Vor- und Nachteile, Schritte & Tipps

Rund 4 Millionen Menschen in Deutschland sind selbstständig – das entspricht etwa 10 bis 11 Prozent aller Erwerbstätigen. Die Zahl ist in den letzten Jahren stabil geblieben, mit einem leichten Trend nach oben, besonders bei digitalen Berufen und Freelancern. Freiheit, Flexibilität, eigene Entscheidungen – das sind die Versprechen, die viele Menschen zur Selbstständigkeit locken. Doch hinter dem Traum vom eigenen Business stehen auch Unsicherheit, Verantwortung und finanzielles Risiko. Bevor du den Schritt wagst, solltest du genau wissen, worauf du dich einlässt.

In dieser Podcast-Folge beleuchten Lia und Maik Marx das Thema Selbstständigkeit von allen Seiten: Was sind die echten Vorteile? Welche Nachteile werden oft unterschätzt? Wie hoch ist das finanzielle Risiko wirklich, und welche Rücklagen brauchst du? Welche rechtlichen Schritte musst du gehen, und was ist der Unterschied zwischen Freiberufler und Gewerbetreibendem? Dieser Beitrag fasst die wichtigsten Erkenntnisse zusammen und gibt dir eine klare, praxisnahe Orientierung. Selbstständigkeit ist kein Sprint, sondern ein Marathon – und du solltest gut vorbereitet starten.

Warum Menschen sich selbstständig machen – die 5 Hauptmotive

Die Gründe für den Schritt in die Selbstständigkeit sind so vielfältig wie die Menschen selbst. Maik Marx nennt in der Folge fünf zentrale Motive, die immer wieder auftauchen – und die auch in der Praxis bestätigt werden.

Erstens: Selbstverwirklichung. Viele wollen ihre eigenen Ideen umsetzen, kreativ sein und etwas aufbauen, das wirklich ihnen gehört. Die Möglichkeit, die eigene Vision zu leben, ist für viele der stärkste Antrieb. Du bist nicht länger Rädchen im Getriebe, sondern Architekt deines Erfolgs.

Zweitens: Unabhängigkeit. Der Wunsch, eigener Chef zu sein und selbst zu entscheiden, ohne von Vorgesetzten abhängig zu sein, ist ein starkes Motiv. Gerade wer in starren Hierarchien gearbeitet hat, sehnt sich oft nach dieser Freiheit. Selbstständigkeit bedeutet, dass du die Regeln selbst schreibst.

Drittens: Flexibilität. Arbeitszeit, Arbeitsort, Work-Life-Balance – all das kannst du als Selbstständiger selbst gestalten. Du entscheidest, wann du arbeitest, ob im Home-Office, im Café oder auf Reisen. Für viele ist diese Flexibilität unbezahlbar, besonders mit Familie oder besonderen Lebensumständen.

Viertens: Einkommenspotenzial. Viele hoffen, als Selbstständige deutlich mehr zu verdienen als in einer Festanstellung. Und tatsächlich: Nach oben gibt es keine Grenze. Erfolgreiche Selbstständige können ein Vielfaches ihres früheren Gehalts verdienen – wenn die Geschäftsidee trägt und die Auftragslage stimmt.

Fünftens: Notwendigkeit. Nicht jeder wird aus freien Stücken selbstständig. Manche finden keine Festanstellung, andere gründen aus der Arbeitslosigkeit heraus. Gerade bei der Arbeitsagentur gibt es Förderungen wie den Gründungszuschuss, die den Start erleichtern sollen. Dieser Weg erfordert besondere Entschlossenheit – aber er kann funktionieren.

  • Selbstverwirklichung – eigene Ideen umsetzen, kreativ arbeiten, etwas Eigenes aufbauen
  • Unabhängigkeit – eigener Chef sein, selbst entscheiden, keine Hierarchien
  • Flexibilität – Arbeitszeit und -ort frei wählen, Work-Life-Balance gestalten
  • Einkommenspotenzial – nach oben keine Grenze, mehr verdienen als in Festanstellung möglich
  • Notwendigkeit – aus Arbeitslosigkeit oder weil keine passende Festanstellung gefunden wird
Cover Folge 30 – Selbstständigkeit als Alternative – Vor- und Nachteile, Schritte und was du beachten musst
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In Folge 30 sprechen Lia und Maik Marx über Selbstständigkeit als echte Alternative zur Festanstellung. Du erfährst, welche Vorteile und Risiken auf dich warten, welche Schritte du gehen musst und worauf du unbedingt achten solltest. Eine fundierte Entscheidungshilfe für alle, die den Sprung wagen wollen – oder zumindest davon träumen.

▶ Zur Folge

Die größten Vorteile der Selbstständigkeit – was dich wirklich erwartet

Maik Marx bringt es auf den Punkt: Freiheit und Flexibilität stehen ganz oben auf der Liste der Vorteile. Du entscheidest, wann, wo und wie du arbeitest. Du kannst Projekte ablehnen, die dir nicht gefallen, und deine Arbeitszeit an dein Leben anpassen – nicht umgekehrt. Du bist Herr deiner Zeit.

Zweiter Vorteil: Selbstverwirklichung. Du setzt deine eigenen Ideen um, baust etwas auf, das dir gehört. Das gibt ein Gefühl von Sinn und Stolz, das viele in der Festanstellung vermissen. Du arbeitest nicht für fremde Ziele, sondern für deine eigenen.

Dritter Vorteil: Einkommenspotenzial. Nach oben gibt es keine Grenze. Wenn du erfolgreich bist, kannst du deutlich mehr verdienen als in einer Festanstellung. Dein Einkommen hängt direkt von deiner Leistung und deinem Erfolg ab – und nicht von starren Gehaltstabellen oder Budgetgrenzen.

Vierter Vorteil: Vielfalt. Als Selbstständiger arbeitest du oft mit verschiedenen Kunden und Projekten. Das sorgt für Abwechslung, du lernst ständig Neues und bleibst auf dem neuesten Stand. Langeweile ist selten ein Thema – eher das Gegenteil. Wenn du eine professionelle Website aufbauen möchtest, um deine Dienstleistungen zu präsentieren, kann das ein wichtiger Baustein deiner Vielfalt sein.

Fünfter Vorteil: steuerliche Vorteile. Du kannst viele Ausgaben als Betriebsausgaben absetzen: Laptop, Handy, Büromaterial, Fahrten, Weiterbildungen, sogar Teile der Miete für dein Home-Office. Das senkt deine Steuerlast spürbar – wenn du die Regeln kennst und ein gutes Buchhaltungssystem hast.

  • Freiheit & Flexibilität – du bestimmst Arbeitszeit, -ort und Projekte selbst
  • Selbstverwirklichung – eigene Ideen verwirklichen, etwas Eigenes aufbauen
  • Einkommenspotenzial – nach oben keine Grenze, Verdienst hängt von deinem Erfolg ab
  • Vielfalt – verschiedene Kunden und Projekte, ständig Neues lernen
  • Steuerliche Vorteile – viele Ausgaben als Betriebsausgaben absetzbar
Lia und Maik üben ein Vorstellungsgespräch, einander gegenübersitzend

Die größten Nachteile – was oft unterschätzt wird

So verlockend die Vorteile klingen – die Nachteile der Selbstständigkeit sind real und werden oft unterschätzt. Maik Marx nennt hier fünf zentrale Punkte, die du unbedingt kennen solltest.

Erstens: Unsicherheit. Du hast kein festes Gehalt. Die Auftragslage schwankt – mal verdienst du gut, mal wenig oder gar nichts. Diese finanzielle Unsicherheit ist für viele die größte Herausforderung und erfordert ein hohes Maß an Disziplin und Rücklagen. Ohne Sicherheitsnetz fällt man tiefer.

Zweitens: soziale Absicherung. Als Selbstständiger musst du dich selbst um Krankenversicherung, Altersvorsorge und gegebenenfalls Arbeitslosenversicherung kümmern. Das ist teuer und komplex. Viele unterschätzen die Kosten – die Krankenversicherung allein kann mehrere hundert Euro im Monat kosten. Sozialversicherung ist ein großer Posten, den du von Anfang an einplanen musst.

Drittens: Arbeitsbelastung. Selbstständige arbeiten oft deutlich mehr als Angestellte. 50, 60, 70 Stunden pro Woche sind keine Seltenheit – besonders in der Startphase. Die Work-Life-Balance kann leiden, auch wenn du theoretisch flexibel bist. Die Freiheit, jederzeit arbeiten zu können, wird oft zur Verpflichtung, immer zu arbeiten.

Viertens: Verantwortung und Stress. Du trägst das volle Risiko, musst alle Entscheidungen selbst treffen und hast niemanden, der dich auffängt. Fehler gehen direkt auf deine Kosten. Dieser Druck kann enorm sein – gerade wenn es um größere Investitionen oder Verpflichtungen geht. Laut Statistiken der Bundesagentur für Arbeit scheitern viele Gründungen in den ersten drei Jahren.

Fünftens: Verwaltungsaufwand. Buchhaltung, Steuern, Rechnungen, Akquise – all das kostet Zeit und Nerven. Viele Selbstständige verbringen mehr Zeit mit Verwaltung als mit ihrer eigentlichen Arbeit. Wenn du kein Organisationstalent bist, kann das schnell zur Belastung werden.

  • Unsicherheit – kein festes Gehalt, schwankende Auftragslage, finanzielle Risiken
  • Soziale Absicherung – Krankenversicherung, Altersvorsorge, Arbeitslosenversicherung selbst organisieren und zahlen
  • Arbeitsbelastung – oft 50–70 Stunden/Woche, besonders in der Startphase
  • Verantwortung & Stress – volles Risiko, alle Entscheidungen selbst, niemand fängt dich auf
  • Verwaltungsaufwand – Buchhaltung, Steuern, Rechnungen, Akquise kosten viel Zeit
Maik tröstet Lia nach einer Jobabsage, einfühlsamer Moment

Finanzielles Risiko und Rücklagen – wie viel Geld brauchst du wirklich?

Maik Marx betont: Das finanzielle Risiko hängt stark von der Art deiner Selbstständigkeit ab. Wenn du als Freelancer mit geringen Investitionen startest – zum Beispiel als Texter, Designer, Berater oder Coach – ist das Risiko überschaubar. Du brauchst nur einen Laptop und Internet. Digitale Berufe haben den niedrigsten Einstieg.

Wenn du aber ein Ladengeschäft eröffnest, eine Produktionsfirma gründest oder Mitarbeiter einstellst, ist das Risiko deutlich höher. Du hast hohe Fixkosten, eventuell Kredite, Verpflichtungen gegenüber Vermietern oder Lieferanten. Viele Gründungen scheitern in den ersten drei Jahren – gerade weil die Liquidität fehlt.

Wie viele Rücklagen solltest du haben? Maik empfiehlt als Faustregel: mindestens sechs Monate Lebenshaltungskosten. Besser noch ein Jahr. In der Anfangsphase verdienst du oft wenig oder gar nichts, weil du erst Kunden akquirieren, dich aufbauen und investieren musst. Ein finanzielles Polster gibt dir den nötigen Atem, um durchzuhalten.

Zusätzlich solltest du Startkapital für Investitionen haben: Website, Equipment, Marketing, Büro, eventuell Warenlager oder Werkzeug. Viele machen den Fehler, ohne Rücklagen zu starten und geraten dann schnell in finanzielle Not. Dann wird aus dem Traum schnell ein Albtraum.

Ein realistischer Finanzplan ist daher unverzichtbar. Kalkuliere deine monatlichen Kosten (privat und geschäftlich), schätze deine Einnahmen vorsichtig und plane einen Puffer ein. Wenn du Unterstützung brauchst, kann ein kostenloses Erstgespräch bei plangenial dir helfen, die Weichen richtig zu stellen – gerade wenn du aus der Arbeitslosigkeit gründest und Förderungen nutzen willst.

  • Mindestens 6–12 Monate Lebenshaltungskosten als Rücklagen einplanen
  • Startkapital für Website, Equipment, Marketing, Büro einkalkulieren
  • Finanzplan erstellen: monatliche Kosten, Einnahmen, Puffer
  • Risiko einschätzen: digitale Freelancer haben geringes, Ladengeschäfte hohes Risiko
  • Fördermöglichkeiten prüfen, z. B. Gründungszuschuss oder AVGS-Coaching
„Selbstständigkeit ist kein Sprint, sondern ein Marathon. Wer gut vorbereitet startet, mit realistischen Erwartungen und einem soliden Finanzpolster, hat die besten Chancen, langfristig erfolgreich zu sein.“— Maik Marx, plangenial

Freiberufler vs. Gewerbetreibender – rechtliche Unterschiede verstehen

Ein oft unterschätzter Punkt: die rechtliche Unterscheidung zwischen Freiberufler und Gewerbetreibendem. Maik Marx erklärt, dass Freiberufler Personen sind, die einen sogenannten katalogisierten freien Beruf ausüben. Dazu gehören zum Beispiel Ärzte, Anwälte, Steuerberater, Journalisten, Künstler, Dozenten. Freiberufler zahlen keine Gewerbesteuer.

Sie müssen kein Gewerbe anmelden, sondern melden ihre Tätigkeit direkt beim Finanzamt. Das spart nicht nur die Gewerbesteuer, sondern auch administrative Schritte. Die Abgrenzung ist aber manchmal unklar – etwa bei beratenden Tätigkeiten oder kreativen Berufen. Hier solltest du unbedingt mit einem Steuerberater klären, ob du als Freiberufler giltst.

Gewerbetreibende sind alle anderen Selbstständigen: Händler, Handwerker, Dienstleister im klassischen Sinne. Sie müssen ein Gewerbe anmelden beim Gewerbeamt und zahlen Gewerbesteuer (abhängig vom Gewinn und der Gemeinde). Die Gewerbesteuer wird erst ab einem Freibetrag von 24.500 Euro Gewinn fällig – aber das erreichst du schneller, als du denkst.

Die Wahl der Rechtsform (Einzelunternehmen, GmbH, UG, GbR) hat ebenfalls erhebliche steuerliche und haftungsrechtliche Konsequenzen. Als Einzelunternehmer haftest du mit deinem Privatvermögen – bei einer GmbH oder UG ist die Haftung beschränkt. Das solltest du ebenfalls frühzeitig klären, besonders wenn du größere Investitionen oder Risiken eingehst.

  • Freiberufler: z. B. Ärzte, Anwälte, Journalisten, Künstler – keine Gewerbesteuer, Anmeldung beim Finanzamt
  • Gewerbetreibende: Händler, Handwerker, Dienstleister – Gewerbeanmeldung, Gewerbesteuer (ab 24.500 € Gewinn)
  • Rechtsform wählen: Einzelunternehmen, GmbH, UG – unterschiedliche Haftung und Steuern
  • Abgrenzung oft unklar – Steuerberater konsultieren, um Rechtssicherheit zu haben

AVGS-Coaching für Gründer – Förderung nutzen

Wenn du aus der Arbeitslosigkeit heraus gründest oder dich beruflich neu orientierst, kannst du dir professionelle Unterstützung über einen Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein (AVGS) fördern lassen. Das Coaching ist für dich kostenfrei – die Kosten übernimmt die Arbeitsagentur oder das Jobcenter. Wir bei plangenial helfen dir, deine Geschäftsidee zu entwickeln, deinen Businessplan zu erstellen und alle Schritte in die Selbstständigkeit strukturiert zu gehen. Nutze staatliche Förderung für deinen Start. Mehr Infos findest du auch auf avgs.info.

Die 7 Schritte in die Selbstständigkeit – dein praktischer Fahrplan

Maik Marx gibt in der Folge einen klaren Fahrplan mit sieben Schritten, die du gehen solltest, um dich erfolgreich selbstständig zu machen. Diese Struktur hilft dir, nichts zu vergessen und von Anfang an professionell zu starten.

Schritt 1: Geschäftsidee entwickeln. Was willst du anbieten? Wer ist deine Zielgruppe? Was ist dein Alleinstellungsmerkmal (USP)? Ohne klare Antworten auf diese Fragen wird es schwer. Viele scheitern, weil sie eine Idee haben, aber keinen Markt dafür. Deine Idee muss ein echtes Problem lösen.

Schritt 2: Businessplan schreiben. Auch wenn du keine Finanzierung brauchst, zwingt dich ein Businessplan, deine Idee durchzudenken. Wie sieht dein Geschäftsmodell aus? Wie finanzierst du dich? Was sind deine Ziele? Welche Risiken gibt es? Ein guter Businessplan ist auch wichtig, wenn du Förderungen beantragst – etwa den Gründungszuschuss. Laut § 45 SGB III kannst du als Arbeitsloser unter bestimmten Bedingungen gefördert werden.

Schritt 3: Rechtsform wählen. Einzelunternehmen, GmbH, UG – jede Form hat Vor- und Nachteile. Lass dich hier beraten, um die richtige Wahl zu treffen. Die Rechtsform beeinflusst Haftung, Steuern und Formalitäten.

Schritt 4: Anmeldungen. Gewerbeanmeldung beim Gewerbeamt oder als Freiberufler beim Finanzamt. Vergiss nicht, dich auch bei der Berufsgenossenschaft anzumelden, falls nötig. Diese Schritte sind Pflicht – und oft schneller erledigt, als du denkst.

Schritt 5: Versicherungen. Krankenversicherung (gesetzlich oder privat), Berufshaftpflicht, Altersvorsorge – das sind die Basics. Je nach Branche können weitere Versicherungen sinnvoll sein (z. B. Rechtsschutz, Betriebshaftpflicht). Die Kosten dafür solltest du von Anfang an einplanen.

Schritt 6: Buchhaltung einrichten. Geschäftskonto eröffnen, Rechnungsprogramm einrichten, Steuerberater suchen. Eine saubere Buchhaltung von Anfang an spart dir später viel Ärger und Geld. Viele Selbstständige scheitern nicht an ihrer Arbeit, sondern an der Verwaltung.

Schritt 7: Marketing. Website, Social Media, Netzwerken – du brauchst Sichtbarkeit. Ohne Marketing keine Kunden. Investiere Zeit und eventuell Geld in eine professionelle Online-Präsenz und baue dein Netzwerk auf. Gerade auf Plattformen wie LinkedIn kannst du dich als Experte positionieren und Kontakte knüpfen.

  • Geschäftsidee entwickeln – Angebot, Zielgruppe, Alleinstellungsmerkmal klären
  • Businessplan schreiben – Geschäftsmodell, Finanzierung, Ziele, Risiken durchdenken
  • Rechtsform wählen – Einzelunternehmen, GmbH, UG; Haftung und Steuern beachten
  • Anmeldungen – Gewerbe/Finanzamt, Berufsgenossenschaft, eventuell IHK
  • Versicherungen – Krankenversicherung, Haftpflicht, Altersvorsorge organisieren
  • Buchhaltung einrichten – Geschäftskonto, Rechnungsprogramm, Steuerberater
  • Marketing starten – Website, Social Media, Netzwerken, Sichtbarkeit schaffen

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Häufige Fragen

Wie viel Geld brauche ich, um mich selbstständig zu machen?

Das hängt stark von deiner Geschäftsidee ab. Als Freelancer in digitalen Berufen (Texter, Designer, Berater) reichen oft wenige tausend Euro für Laptop, Website und Marketing. Bei einem Ladengeschäft oder Handwerksbetrieb können es schnell 50.000 Euro oder mehr sein. Zusätzlich solltest du mindestens 6–12 Monate Lebenshaltungskosten als Rücklagen haben. Ein realistischer Finanzplan ist unverzichtbar.

Kann ich mich nebenberuflich selbstständig machen?

Ja, das ist eine sehr gute Möglichkeit, das Risiko zu minimieren. Du behältst dein Festgehalt und testest deine Geschäftsidee in der Freizeit. Achte aber darauf, dass dein Arbeitgeber informiert ist (falls im Arbeitsvertrag geregelt) und dass du keine Konkurrenz zu deinem Arbeitgeber machst. Nebenberufliche Selbstständigkeit ist der sicherste Einstieg. Viele erfolgreiche Unternehmer haben so begonnen.

Was ist der Unterschied zwischen Freiberufler und Gewerbetreibendem?

Freiberufler üben einen katalogisierten freien Beruf aus (z. B. Arzt, Anwalt, Journalist, Künstler) und zahlen keine Gewerbesteuer. Sie melden ihre Tätigkeit direkt beim Finanzamt. Gewerbetreibende (z. B. Händler, Handwerker) müssen ein Gewerbe anmelden und Gewerbesteuer zahlen (ab 24.500 € Gewinn). Die Abgrenzung kann unklar sein – lass dich von einem Steuerberater beraten.

Welche Versicherungen brauche ich als Selbstständiger?

Mindestens eine Krankenversicherung (gesetzlich oder privat), eine Berufshaftpflichtversicherung (je nach Branche) und eine private Altersvorsorge. Optional, aber oft sinnvoll: Rechtsschutz, Betriebshaftpflicht, Arbeitslosenversicherung (freiwillig möglich). Die Kosten variieren stark – kalkuliere mindestens 300–600 Euro pro Monat für Kranken- und Altersvorsorge ein.

Wie wichtig ist ein Businessplan wirklich?

Sehr wichtig – auch wenn du keine Finanzierung brauchst. Ein Businessplan zwingt dich, deine Idee durchzudenken: Wer sind deine Kunden? Wie erreichst du sie? Was kostet dich das? Was verdienst du? Welche Risiken gibt es? Viele scheitern, weil sie diese Fragen nicht beantwortet haben. Außerdem brauchst du einen Businessplan für Förderungen wie den Gründungszuschuss oder AVGS-Coaching.

Ein persönliches Wort von Maik

Selbstständigkeit ist eine der spannendsten und herausforderndsten Entscheidungen, die du in deinem Berufsleben treffen kannst. Ich habe in meiner Laufbahn viele Menschen begleitet, die diesen Schritt gewagt haben – und ich kann dir sagen: Es gibt kein richtig oder falsch, es gibt nur dein richtig oder falsch. Manche blühen in der Selbstständigkeit auf, andere merken nach einer Weile, dass die Sicherheit einer Festanstellung besser zu ihnen passt. Beides ist völlig in Ordnung. Wichtig ist, dass du die Entscheidung gut informiert triffst, mit realistischen Erwartungen und einem soliden Plan. Unterschätze nicht die Herausforderungen – finanzielle Unsicherheit, Verwaltungsaufwand, die Last der Verantwortung. Aber unterschätze auch nicht deine eigene Kraft, deine Kreativität und deine Fähigkeit, zu wachsen. Ich habe erlebt, wie Menschen über sich hinauswachsen, wenn sie für ihre eigene Vision arbeiten. Wenn du den Schritt ernsthaft in Erwägung ziehst, nimm dir Zeit für die Vorbereitung. Bau dir ein finanzielles Polster auf, schreib einen ehrlichen Businessplan, hol dir Rat von Menschen, die den Weg schon gegangen sind. Und vor allem: Hab Mut. Nicht den blinden Mut des Draufgängers, sondern den informierten Mut dessen, der weiß, worauf er sich einlässt – und es trotzdem wagt. Ich glaube an dich und deine Möglichkeiten. Du hast mehr Potenzial, als du vielleicht gerade siehst. Und wenn du Unterstützung brauchst, bin ich für dich da.

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Hinweis: Dieser Podcast wird mit KI-Unterstützung produziert. Die Stimmen von Lia und Maik Marx sind teils KI-generiert. Die Inhalte dienen der allgemeinen Information und ersetzen keine individuelle Rechts-, Förder- oder Karriereberatung. Verantwortlich i.S.d. § 18 Abs. 2 MStV: Maik Marx, plangenial – Plan Genial Unternehmensberatung, Plauener Str. 19, 13055 Berlin.

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