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Folge 13: Umgang mit Absagen bei der Jobsuche motiviert bleiben und aus Rückschlägen lernen

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Bewerbungs- & Karriere-Podcast · Folge 13

Umgang mit Absagen bei der Jobsuche – motiviert bleiben und aus Rückschlägen lernen

Absagen gehören zur Jobsuche dazu wie Regen zum April – und doch trifft jede einzelne mitten ins Herz. Egal ob du frisch von der Uni kommst, nach Jahren in deinem Beruf etwas Neues suchst oder nach einer Pause wieder einsteigen möchtest: Eine Absage fühlt sich immer persönlich an, selbst wenn sie es nicht ist. In dieser Podcast-Folge nimmt dich Maik Marx mit auf eine Reise durch die psychologischen Mechanismen, die hinter dem Schmerz stehen, und zeigt dir konkrete Wege, wie du trotz Rückschlägen motiviert bleibst und aus jeder Absage etwas Wertvolles mitnehmen kannst.

Die Zuschriften zur letzten Folge über Homeoffice zeigen: Praktische Lösungen wirken. Ein Hörer hat seine Produktivität verdoppelt, indem er klare Grenzen gezogen hat. Genau diese konkrete Hilfe möchten wir dir auch beim Thema Absagen bieten. Denn der Umgang mit Rückschlägen entscheidet oft über deinen langfristigen Erfolg – nicht die Anzahl der Absagen selbst. Dabei geht es nicht um bloße Durchhalteparolen, sondern um echte Perspektivwechsel, emotionale Strategien und handwerkliche Tricks, die dir helfen, jede Absage als Schritt nach vorne zu nutzen. Lass uns gemeinsam herausfinden, wie das geht.

Warum Absagen so schwer wiegen – die Psychologie dahinter

Fast jeder kennt das Gefühl: Du hast eine Bewerbung verfasst, die du für richtig gut hältst, vielleicht sogar ein oder zwei Vorstellungsgespräche absolviert – und dann kommt die Absage. Der Boden unter den Füßen wankt, und plötzlich fühlt sich alles falsch an. Aber warum ist das so?

Maik erklärt im Podcast fünf psychologische Gründe, die Absagen so schmerzhaft machen. Erstens: Wir nehmen Absagen persönlich. Eine Absage wird schnell als Ablehnung unserer Person oder unserer Fähigkeiten interpretiert – obwohl in Wahrheit oft ganz andere Faktoren eine Rolle spielen, etwa interne Kandidaten, Budgetkürzungen oder schlicht eine andere fachliche Ausrichtung. Laut Statistiken der Arbeitsagentur kommen auf viele offene Stellen Dutzende oder sogar Hunderte Bewerbungen – die Konkurrenz ist enorm, und eine Absage sagt nichts über deinen Wert aus.

Zweitens: Unser Gehirn neigt zum negativen Fokus. Zehn positive Rückmeldungen verblassen schnell, aber eine Absage brennt sich ein. Dieser Negativitätsbias ist evolutionär bedingt – unsere Vorfahren mussten Gefahren stärker gewichten als Chancen, um zu überleben. In der modernen Jobsuche führt das allerdings dazu, dass wir Fortschritte und kleine Erfolge übersehen und nur die Rückschläge sehen.

Drittens verstärken Absagen Selbstzweifel – besonders, wenn sie sich häufen oder nach längerer Arbeitslosigkeit kommen. Fragen wie „Was stimmt nicht mit mir?“ oder „Werde ich jemals einen Job finden?“ tauchen auf und können in eine Abwärtsspirale führen. Viertens erleben wir einen Kontrollverlust: Der Bewerbungsprozess enthält viele Faktoren, die wir nicht beeinflussen können, was zu Frustration und Hilflosigkeit führt. Und fünftens spielt der gesellschaftliche Druck eine Rolle – in unserer leistungsorientierten Gesellschaft wird beruflicher Erfolg oft überbewertet, was den Druck bei der Jobsuche zusätzlich erhöht.

  • Persönliche Interpretation: Absagen werden als Ablehnung der eigenen Person verstanden, nicht nur als Nicht-Passung für diese spezielle Stelle
  • Negativitätsbias: Eine Absage wiegt psychologisch schwerer als mehrere positive Signale oder Fortschritte
  • Selbstzweifel: Besonders bei mehreren Absagen hintereinander entsteht schnell das Gefühl, „nicht gut genug“ zu sein
  • Kontrollverlust: Viele Entscheidungen im Bewerbungsprozess liegen außerhalb deiner Kontrolle – das erzeugt Frustration
  • Sozialer Druck: Arbeitslosigkeit oder längere Jobsuche werden gesellschaftlich oft stigmatisiert, was den inneren Druck verstärkt
Cover Folge 13 – Umgang mit Absagen bei der Jobsuche – wie man motiviert bleibt und aus Rückschlägen lernt
Folge 13 · Jetzt anhören

In Folge 13 des PlanGenial-Podcasts sprechen Lia und Bewerbungsexperte Maik Marx über eines der schwierigsten Themen der Jobsuche: den Umgang mit Absagen. Du erfährst, warum Absagen so schmerzhaft sind, welche emotionalen Phasen du durchläufst und vor allem, wie du konstruktiv damit umgehst und gestärkt daraus hervorgehst. Eine Folge voller praktischer Strategien und psychologischer Einblicke – für alle, die gerade kämpfen oder anderen helfen wollen.

▶ Zur Folge

Die emotionalen Phasen nach einer Absage – und warum du sie zulassen solltest

Ähnlich wie bei anderen Verlusten durchlaufen Menschen nach Absagen oft einen emotionalen Zyklus. Maik beschreibt im Podcast fünf typische Phasen: Schock und Unglaube, Enttäuschung und Trauer, Wut oder Frustration, Selbstzweifel und schließlich Akzeptanz und Neuorientierung. Diese Phasen sind völlig normal und zeigen, dass du die Situation ernst nimmst und emotional verarbeitest.

Die erste Phase – Schock und Unglaube – tritt besonders dann auf, wenn du dir gute Chancen ausgerechnet hattest. „Das kann doch nicht wahr sein!“ ist eine typische Reaktion. Danach folgt oft Enttäuschung und Trauer: Die Erkenntnis, dass eine erhoffte Möglichkeit nicht Realität wird, kann sehr schmerzhaft sein. Diese Emotion ist ganz natürlich und sollte nicht unterdrückt werden.

In der dritten Phase kommen Wut oder Frustration hoch – oft gerichtet gegen das Unternehmen, den Prozess oder sogar gegen dich selbst. „Wie konnten die nur jemand anderen nehmen?“ ist ein sehr menschlicher Impuls. Viertens tauchen Selbstzweifel auf, die sich in Fragen manifestieren wie „Bin ich wirklich qualifiziert?“ oder „Stimmt etwas nicht mit mir?“. Das Unterdrücken dieser negativen Gefühle kostet mehr Energie, als sie zuzulassen.

Schließlich erreichst du die fünfte Phase: Akzeptanz und Neuorientierung. Hier akzeptierst du die Absage als Teil des Prozesses und richtest den Blick wieder nach vorne. Wichtig ist: Diese Phasen verlaufen nicht immer linear, und wie lange sie dauern, ist individuell verschieden. Entscheidend ist, dass du dir erlaubst, diese Emotionen zu fühlen, sie aber nicht zum Dauerzustand werden lässt. Wenn du merkst, dass du in negativen Emotionen feststeckst, kann ein professionelles Coaching oder der Austausch mit anderen Betroffenen helfen.

  • Schock & Unglaube: „Das kann nicht sein!“ – besonders nach guten Gesprächen oder hohen Erwartungen
  • Enttäuschung & Trauer: Die erhoffte Zukunft löst sich auf, das schmerzt emotional
  • Wut & Frustration: Ärger auf das Unternehmen, den Prozess oder dich selbst – völlig normal
  • Selbstzweifel: Fragen nach der eigenen Qualifikation und dem Selbstwert tauchen auf
  • Akzeptanz & Neuorientierung: Die Absage wird als Teil des Weges akzeptiert, der Blick geht nach vorn
Lia und Maik erschöpft aber glücklich mit Kaffee nach langem Tag

Perspektivwechsel – wie du Absagen konstruktiv neu bewertest

Der Schlüssel zu einem gesunden Umgang mit Absagen liegt in der Perspektive. Maik betont im Podcast: Erfolgreiche Jobsuche ist oft ein Zahlenspiel. Je mehr Bewerbungen du versendest, desto höher die Chance auf Erfolg. Jede Absage bringt dich dem Ja näher – das klingt zunächst wie eine Floskel, entspricht aber statistisch der Realität. Wenn du weißt, dass im Schnitt etwa jede zehnte oder zwanzigste Bewerbung zu einem Angebot führt, dann ist jede Absage schlicht ein notwendiger Schritt auf diesem Weg.

Zweitens: Absagen nicht persönlich nehmen. Eine Absage bedeutet nicht, dass du nicht qualifiziert bist, sondern nur, dass es in diesem speziellen Fall eine bessere Passung gab – sei es fachlich, kulturell oder zeitlich. Vielleicht hatte ein interner Kandidat Vorrang, vielleicht suchte das Unternehmen jemanden mit exakt dieser einen Nischenerfahrung, die du (noch) nicht hast. Das zu verinnerlichen ist eine der größten Herausforderungen, aber auch eine der wichtigsten.

Drittens: Richte deinen Fokus auf das Kontrollierbare. Du kannst nicht beeinflussen, wie viele andere sich bewerben oder welche internen Entscheidungen getroffen werden. Du kannst aber deine Bewerbungsunterlagen verbessern, Vorstellungsgespräche üben, dein berufliches Netzwerk bei LinkedIn ausbauen oder neue Qualifikationen erwerben. Dieses Gefühl von Handlungsfähigkeit ist enorm wichtig für die Motivation.

Viertens: Würdige deine Erfolge und Fortschritte. Auch wenn es noch kein Jobangebot gibt – jedes Vorstellungsgespräch, jede positive Rückmeldung, jede neu erlernte Fähigkeit ist ein Erfolg. Führe am besten ein Erfolgsjournal, in dem du diese kleinen Siege festhältst. Das hilft dir, den Blick auf das Positive zu lenken und dich selbst wertzuschätzen. Und fünftens: Suche Unterstützung. Ob Familie, Freunde, andere Jobsuchende oder professionelle Beratung – teile deine Erfahrungen, hole dir Feedback und emotionale Unterstützung. Du musst das nicht allein durchstehen.

  • Zahlenspiel akzeptieren: Erfolgreiche Jobsuche bedeutet oft viele Bewerbungen – jede Absage ist ein Schritt zum Ziel
  • Nicht persönlich nehmen: Eine Absage sagt nichts über deinen Wert, sondern nur über die Passung in diesem Fall
  • Fokus auf Kontrollierbares: Verbessere Unterlagen, übe Gespräche, baue Netzwerke – das kannst du steuern
  • Kleine Erfolge feiern: Jedes Gespräch, jedes Feedback, jede neue Fähigkeit ist ein Fortschritt
  • Unterstützung organisieren: Familie, Freunde, Coaching oder Selbsthilfegruppen – du bist nicht allein
Lia und Maik im angeregten Networking-Gespräch mit lebhaften Gesten

Aus Absagen lernen – Feedback und Musteranalyse als Schlüssel

Absagen können wertvolle Lernchancen sein – wenn du sie richtig nutzt. Maik empfiehlt im Podcast erstens, Feedback einzuholen, wann immer möglich. Nicht alle Unternehmen antworten, aber wenn du Feedback bekommst, ist es Gold wert. Eine höfliche Nachfrage könnte so klingen: „Vielen Dank für Ihre Rückmeldung. Um mich bei zukünftigen Bewerbungen verbessern zu können, wäre ich Ihnen für ein kurzes Feedback dankbar, welche Faktoren bei Ihrer Entscheidung ausschlaggebend waren.“ Diese Formulierung ist professionell und nicht vorwurfsvoll.

Zweitens: Muster erkennen. Wenn du mehrere Absagen erhältst, analysiere, ob es Gemeinsamkeiten gibt. Fehlt dir eine bestimmte Qualifikation oder Erfahrung? Wirst du immer nach der gleichen Phase im Prozess abgelehnt – etwa nach dem ersten Telefoninterview? Solche Muster zeigen dir konkret, wo du ansetzen kannst. Eine Musteranalyse deiner Absagen klingt vielleicht technisch, ist aber extrem hilfreich.

Drittens: Überarbeite deine Bewerbungsunterlagen und deine Gesprächstechnik. Wenn du feststellst, dass du oft keine Einladungen bekommst, liegt es möglicherweise an deinem Lebenslauf oder Anschreiben. Wenn du regelmäßig zu Gesprächen eingeladen wirst, aber danach Absagen erhältst, solltest du an deiner Interview-Technik arbeiten. Hier kann ein gezieltes Bewerbungscoaching oder ein Mock-Interview mit Freunden oder Profis Wunder wirken.

Viertens: Identifiziere Skill-Lücken. Vielleicht zeigt das Feedback, dass dir eine bestimmte Software-Kenntnis, eine Zertifizierung oder Branchenerfahrung fehlt. Dann kannst du gezielt in Weiterbildung investieren – oft sogar gefördert durch einen Bildungsgutschein oder AVGS. Und fünftens: Nutze Absagen zur Selbstreflexion. Waren die angestrebten Stellen wirklich passend? Hast du dich vielleicht zu weit unter oder über deinem Level beworben? Ehrliche Selbstreflexion ist unbequem, aber unverzichtbar für Wachstum.

  • Feedback einholen: Frage höflich nach Gründen – nicht alle antworten, aber jede Rückmeldung ist wertvoll
  • Muster erkennen: Analysiere deine Absagen – gibt es wiederkehrende Themen oder Phasen?
  • Unterlagen optimieren: Lebenslauf, Anschreiben, Online-Präsenz – passe an, was nicht funktioniert
  • Skill-Lücken schließen: Investiere in Weiterbildung, Zertifikate oder praktische Erfahrung, wo nötig
  • Selbstreflexion üben: Passen die Stellen wirklich zu dir? Bewirbst du dich auf dem richtigen Level?
„Absagen sind keine Endpunkte, sondern Wegweiser. Sie zeigen dir, wo du hinwachsen kannst – und jede einzelne bringt dich näher zu dem Job, der wirklich zu dir passt.“— Maik Marx, plangenial

Praktische Strategien zur Motivation – wie du durchhältst

Die Jobsuche kann zu einem Marathon werden – und wie bei jedem Langstreckenlauf brauchst du Strategien, um motiviert zu bleiben. Maik empfiehlt erstens, dir klare Routinen zu schaffen. Setze dir tägliche oder wöchentliche Ziele: etwa fünf Bewerbungen pro Woche, zwei Stunden Networking, eine Weiterbildung. Struktur gibt Halt und verhindert, dass du dich treiben lässt.

Zweitens: Belohne dich selbst. Nach jeder versendeten Bewerbung, nach jedem Gespräch – gönne dir etwas Schönes. Das kann ein Spaziergang sein, eine Folge deiner Lieblingsserie oder ein gutes Essen. Unser Gehirn lernt durch positive Verstärkung, und diese kleinen Belohnungen halten dich am Ball. Drittens: Vernetze dich mit anderen Jobsuchenden. Ob in Social-Media-Gruppen, bei lokalen Meetups oder in Foren – der Austausch mit Menschen in ähnlichen Situationen wirkt oft entlastend und motivierend. Ihr könnt euch gegenseitig Tipps geben, Erfolge feiern und Rückschläge teilen.

Viertens: Erweitere deine Kompetenzen. Nutze die Zeit zwischen Bewerbungen, um dich weiterzuentwickeln. Das können digitale Skills bei liasmart, Sprachkurse, Branchenzertifikate oder auch Soft Skills wie Rhetorik oder Konfliktmanagement sein. Jede neue Fähigkeit stärkt dein Selbstbewusstsein und macht dich attraktiver für Arbeitgeber. Fünftens: Sorge für Ausgleich. Sport, Hobbys, soziale Kontakte – all das ist nicht Zeitverschwendung, sondern essenziell für deine psychische Gesundheit und Leistungsfähigkeit.

Sechstens: Arbeite an deiner Sichtbarkeit. Eine professionelle Website oder ein gepflegtes LinkedIn-Profil können Türen öffnen, die du durch klassische Bewerbungen nie erreicht hättest. Viele Jobs werden über Netzwerke vergeben, bevor sie überhaupt ausgeschrieben werden. Und siebtens: Hol dir professionelle Unterstützung, wenn du merkst, dass du allein nicht weiterkommst. Ein Coach kann dir helfen, blinde Flecken zu erkennen, deine Strategie zu schärfen und neue Perspektiven zu entwickeln.

  • Routinen etablieren: Tägliche oder wöchentliche Ziele geben Struktur und Halt im Bewerbungsprozess
  • Belohnungen einbauen: Positive Verstärkung nach jeder Bewerbung oder jedem Gespräch hält die Motivation hoch
  • Mit anderen vernetzen: Austausch mit Gleichgesinnten entlastet emotional und bringt neue Ideen
  • Kompetenzen erweitern: Nutze die Zeit für Weiterbildung – das stärkt Selbstbewusstsein und Marktchancen
  • Sichtbarkeit erhöhen: Website, LinkedIn, Netzwerke – viele Jobs werden nie öffentlich ausgeschrieben

AVGS-Förderung nutzen – Coaching kostenlos erhalten

Viele wissen nicht, dass sie als Arbeitsuchende oder von Arbeitslosigkeit Bedrohte Anspruch auf einen Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein (AVGS) haben. Damit kannst du ein professionelles Bewerbungscoaching vollständig kostenfrei in Anspruch nehmen – die Kosten übernimmt die Agentur für Arbeit oder das Jobcenter. Der AVGS ist dein Recht, keine Gnade. Sprich deine Vermittlerin oder deinen Vermittler darauf an oder informiere dich auf avgs.info über zertifizierte Träger. So bekommst du individuelle Unterstützung beim Umgang mit Absagen, beim Optimieren deiner Unterlagen und bei deiner gesamten Bewerbungsstrategie – ohne dass es dich einen Cent kostet.

Langfristige Resilienz aufbauen – von der Jobsuche zum Lebenskompass

Der Umgang mit Absagen ist nicht nur eine Fähigkeit für die Jobsuche, sondern eine Lebenskompetenz. Resilienz – die Fähigkeit, sich von Rückschlägen zu erholen – lässt sich trainieren und zahlt sich in allen Lebensbereichen aus. Maik betont: Jede Absage ist eine Übung in Resilienz, und wer lernt, konstruktiv damit umzugehen, wird auch in anderen Krisen gestärkt daraus hervorgehen.

Erstens: Akzeptiere Unsicherheit. Die Vorstellung, alles kontrollieren zu können, ist eine Illusion. Wer lernt, mit Ungewissheit zu leben und trotzdem handlungsfähig zu bleiben, entwickelt eine tiefe innere Stärke. Zweitens: Pflege dein Selbstwertgefühl unabhängig von äußeren Erfolgen. Dein Wert als Mensch hängt nicht von deinem Job, deinem Gehalt oder deinem Titel ab. Diese Erkenntnis klingt simpel, ist aber fundamental für psychische Gesundheit.

Drittens: Baue ein Unterstützungsnetzwerk auf, das dich auch in schweren Zeiten trägt. Familie, Freunde, Mentoren, Coaches – Menschen, die an dich glauben und dir ehrliches Feedback geben. Viertens: Reflektiere regelmäßig. Was hast du gelernt? Wo bist du gewachsen? Welche Muster erkennst du? Journaling oder Gespräche mit einem Coach können hier sehr hilfreich sein. Und fünftens: Sieh die Jobsuche als Lernreise, nicht als Prüfung. Jede Bewerbung, jedes Gespräch, jede Absage lehrt dich etwas – über den Arbeitsmarkt, über Unternehmen, über dich selbst.

Langfristig entwickelst du so eine Haltung, die dich nicht nur durch die Jobsuche trägt, sondern dir auch in Gehaltsverhandlungen, beruflichen Veränderungen oder persönlichen Krisen hilft. Wenn du merkst, dass du gerade in einer besonders schwierigen Phase steckst – etwa nach langer Arbeitslosigkeit oder einem Branchenwechsel – scheue dich nicht, externe Hilfe in Anspruch zu nehmen. Viele Angebote sind kostenlos oder werden durch Gutscheine nach § 45 SGB III gefördert.

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Häufige Fragen

Wie viele Absagen sind normal bei der Jobsuche?

Es gibt keine feste Zahl, aber Studien und Erfahrungswerte zeigen, dass im Schnitt etwa 10-20 Bewerbungen nötig sind, um zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen zu werden, und mehrere Gespräche, bis es zu einem Angebot kommt. Je nach Branche, Qualifikation und Arbeitsmarkt kann das stark variieren. Wichtig ist: Absagen sind absolut normal und sagen nichts über deinen Wert oder deine Fähigkeiten aus. Sieh jede Absage als statistisch notwendigen Schritt auf dem Weg zum Erfolg.

Sollte ich nach jeder Absage um Feedback bitten?

Ja, wenn es zeitlich und emotional machbar ist. Nicht jedes Unternehmen wird antworten, aber selbst eine kleine Rückmeldung kann wertvoll sein. Formuliere deine Anfrage höflich und konstruktiv, ohne Vorwürfe. Etwa: „Vielen Dank für Ihre Rückmeldung. Für meine persönliche Weiterentwicklung wäre ich für ein kurzes Feedback sehr dankbar.“ Auch wenn nur jedes dritte Unternehmen antwortet, gewinnst du wertvolle Einblicke und zeigst Professionalität und Lernbereitschaft.

Wie lange sollte ich mir Zeit geben, um eine Absage zu verarbeiten?

Das ist individuell verschieden und hängt von der Bedeutung der Stelle und deiner aktuellen Situation ab. Erlaube dir, enttäuscht oder frustriert zu sein – das ist völlig normal. Einige Stunden oder ein Tag Pause sind in Ordnung. Wichtig ist, dass du nicht tagelang in negativen Emotionen verharrst. Wenn du merkst, dass dich eine Absage länger lähmt, hilft oft der Austausch mit Freunden, Familie oder einem Coach, um wieder in die Handlungsfähigkeit zu kommen.

Was kann ich tun, wenn ich nach vielen Absagen das Gefühl habe, nicht gut genug zu sein?

Erstens: Erkenne, dass dieses Gefühl normal, aber nicht wahr ist. Absagen sagen nichts über deinen Wert aus. Zweitens: Analysiere objektiv, ob es Muster gibt – fehlen Qualifikationen, sind die Unterlagen verbesserungswürdig? Hole dir Feedback von außen, etwa durch ein professionelles Coaching oder Freunde mit Personaler-Erfahrung. Drittens: Fokussiere dich auf kleine Erfolge – Einladungen zu Gesprächen, positives Feedback, neue Skills. Ein Erfolgsjournal hilft, den Blick auf das Positive zu lenken.

Kann ich einen AVGS-Gutschein beantragen, um Unterstützung bei der Jobsuche zu erhalten?

Ja, definitiv! Der Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein (AVGS) steht Arbeitsuchenden und von Arbeitslosigkeit bedrohten Personen zu und ermöglicht dir ein kostenloses professionelles Coaching. Sprich deine Ansprechperson bei der Arbeitsagentur oder dem Jobcenter darauf an. Die Kosten für das Coaching übernimmt die Behörde vollständig. Du hast Anspruch darauf, es ist keine Bitte, sondern dein Recht. Informiere dich auch auf avgs.info über zertifizierte Träger und den Antragsprozess.

Ein persönliches Wort von Maik

Absagen tun weh – das weiß ich aus unzähligen Gesprächen mit Menschen, die ich begleiten durfte. Und ich weiß auch: Hinter jeder Absage steckt ein Mensch mit Hoffnungen, Träumen und oft auch Selbstzweifeln. Deshalb möchte ich dir heute sagen: Du bist gut genug. Deine Fähigkeiten, deine Erfahrungen, deine Persönlichkeit – all das hat Wert, unabhängig davon, wie viele Absagen du gerade erhältst. Eine Absage ist keine Bewertung deines Wertes, sondern nur ein Zeichen, dass diese spezielle Tür sich nicht geöffnet hat. Vielleicht, weil dahinter gar nicht das Richtige für dich lag. Vielleicht, weil sich woanders eine bessere Tür öffnen wird. Ich erlebe immer wieder, dass genau die Menschen, die am meisten gekämpft haben, am Ende in Jobs landen, die sie wirklich erfüllen – weil sie durch die Absagen gelernt haben, was sie wirklich wollen und brauchen. Nutze jede Absage als Lernchance, pflege dein Selbstwertgefühl, hole dir Unterstützung, wenn du sie brauchst, und gib nicht auf. Dein Weg ist einzigartig, und jede Erfahrung – auch die schmerzhaften – formt dich zu der Fachkraft, die du werden willst. Ich glaube an dich, auch wenn du gerade vielleicht nicht an dich selbst glaubst. Und ich bin hier, um dich auf diesem Weg zu begleiten – wann immer du bereit bist.

Maik MarxDein Bewerbungs- & Karriere-Coach bei plangenial

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Hinweis: Dieser Podcast wird mit KI-Unterstützung produziert. Die Stimmen von Lia und Maik Marx sind teils KI-generiert. Die Inhalte dienen der allgemeinen Information und ersetzen keine individuelle Rechts-, Förder- oder Karriereberatung. Verantwortlich i.S.d. § 18 Abs. 2 MStV: Maik Marx, plangenial – Plan Genial Unternehmensberatung, Plauener Str. 19, 13055 Berlin.

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