
Führung ohne Führungsposition – So nimmst du Einfluss ohne Titel
Hast du dich schon einmal gefragt, warum manche Menschen in Meetings gehört werden, obwohl sie keine Führungsposition innehaben? Warum ihre Ideen umgesetzt werden, ihre Vorschläge Gewicht haben – und das ganz ohne formale Macht? Die Antwort liegt in einer Fähigkeit, die in modernen Organisationen immer wichtiger wird: laterale Führung. In unserer 33. Podcast-Folge tauchen Lia und Maik Marx tief in dieses Thema ein und zeigen, wie du auch ohne Cheftitel Einfluss nimmst und Teams wirklich bewegst.
Die Arbeitswelt hat sich radikal verändert. Flache Hierarchien, agile Teams, Projektstrukturen über Abteilungsgrenzen hinweg – all das erfordert neue Führungskompetenzen. Du musst Menschen überzeugen können, die dir nicht unterstellt sind. Du musst Vertrauen aufbauen, ohne Sanktionsmöglichkeiten zu haben. Führung ist heute kein Titel mehr, sondern eine Haltung. In diesem ausführlichen Beitrag erfährst du, welche konkreten Strategien und Werkzeuge dir dabei helfen, genau das zu erreichen. Egal ob du Projektleiter, Fachexperte, Scrum Master oder einfach jemand bist, der etwas bewegen will – hier bekommst du praxiserprobte Methoden an die Hand.
Was ist laterale Führung – und warum wird sie immer wichtiger?
Laterale Führung bedeutet, Einfluss zu nehmen, ohne formale Macht zu besitzen. Du hast keine Weisungsbefugnis, keine disziplinarische Verantwortung, kein Budget – und trotzdem bewegst du Menschen und Projekte voran. Diese Art der Führung basiert auf Überzeugung, Kompetenz und Beziehungen, nicht auf Hierarchie.
Früher waren Organisationen klar strukturiert: Der Chef gibt die Richtung vor, die Mitarbeiter folgen. Heute arbeiten wir in Matrix-Organisationen, interdisziplinären Teams und agilen Strukturen. Laut einer Studie der Bundesagentur für Arbeit arbeiten bereits über 60 % der Wissensarbeiter regelmäßig in bereichsübergreifenden Projekten. In solchen Settings kannst du den Kollegen aus der anderen Abteilung nichts befehlen – du musst sie für deine Sache gewinnen.
Besonders die jüngere Generation, Millennials und Gen Z, wollen nicht mehr autoritär geführt werden. Sie erwarten Führung auf Augenhöhe, transparente Entscheidungen und echte Partizipation. Laterale Führung ist die Antwort auf diese kulturelle Verschiebung. Wer heute Karriere machen will, braucht nicht unbedingt einen Cheftitel – sondern die Fähigkeit, andere zu inspirieren.
Für wen ist diese Kompetenz relevant? Für Projektleiter ohne Personalverantwortung, Teamleiter in flachen Hierarchien, Fachexperten, die Kollegen anleiten, Scrum Master und Product Owner, sowie für alle, die Veränderungen anstoßen wollen. Im Grunde braucht heute fast jeder im Berufsalltag laterale Führungskompetenz – weil Zusammenarbeit über Grenzen hinweg zum Standard geworden ist.
- Projektleiter ohne disziplinarische Verantwortung: Müssen Teams motivieren, ohne Beförderungen oder Abmahnungen aussprechen zu können
- Fachexperten und Spezialisten: Leiten Kollegen durch Wissen und Erfahrung, nicht durch Titel
- Scrum Master und agile Rollen: Moderieren und facilitieren, ohne klassische Führungsmacht
- Change Agents: Treiben Veränderungsprozesse voran, oft ohne formale Autorität
- Alle, die in interdisziplinären Teams arbeiten: Müssen überzeugen, verhandeln, Beziehungen aufbauen

In der modernen Arbeitswelt reicht formale Macht längst nicht mehr aus. In Folge 33 sprechen Lia und Maik Marx darüber, wie du auch ohne Führungsposition Teams bewegst, Projekte vorantreibst und echten Einfluss gewinnst – durch Kompetenz, Beziehungen und Überzeugungskraft statt Weisungsbefugnis.
▶ Zur FolgeDie größten Herausforderungen beim Führen ohne Macht
Die zentrale Herausforderung: Du kannst nicht anordnen. Keine Sanktionen, keine Belohnungen, keine Karriereversprechen. Menschen müssen freiwillig mitmachen. Das erfordert völlig andere Fähigkeiten als klassische Top-down-Führung. Du musst Menschen intrinsisch motivieren, nicht durch externe Anreize.
Zweite Herausforderung: Fehlende Ressourcen. Oft hast du kein eigenes Budget, keine zugewiesenen Mitarbeiter, keine Zeit. Du musst mit dem arbeiten, was da ist – und kreativ werden. Ein Projektleiter erzählte mir kürzlich, dass er sein Team nur durch persönlichen Einsatz und gute Beziehungen zum Mitmachen bewegen konnte, weil sein Projekt offiziell nur „nebenbei“ lief.
Dritte Herausforderung: Rollenkonflikte. Du bist gleichzeitig Kollege und Führungskraft. Das kann zu Spannungen führen, besonders wenn du Entscheidungen treffen musst, die nicht allen gefallen. Du stehst zwischen den Stühlen. Einerseits willst du kollegial sein, andererseits musst du das Projekt voranbringen – manchmal auch gegen Widerstände.
Eine weitere Hürde: Unsichtbare Erfolge. Klassische Führungskräfte können auf Beförderungen, Umsatzzahlen oder Teamgrößen verweisen. Deine Erfolge sind oft subtiler: verbesserte Zusammenarbeit, gelöste Konflikte, gestiegene Motivation. Das macht es schwerer, deine Leistung sichtbar zu machen – gerade wenn es um die eigene Karriere geht. Umso wichtiger ist es, deine beruflichen Erfolge auch im Netzwerk sichtbar zu machen.
- Keine formale Macht: Du kannst weder belohnen noch sanktionieren – Überzeugung ist dein einziges Werkzeug
- Begrenzte Ressourcen: Kein Budget, keine fest zugewiesenen Mitarbeiter, oft wenig Zeit
- Rollenkonflikt: Du bist Kollege und Führungskraft zugleich, musst beiden Rollen gerecht werden
- Erfolge schwer messbar: Deine Wirkung ist oft subtil und nicht in Zahlen abbildbar
- Abhängigkeit von Goodwill: Du bist darauf angewiesen, dass andere freiwillig kooperieren

Die sechs Quellen des Einflusses ohne formale Macht
Wie nimmst du Einfluss, wenn du keine Macht hast? Maik Marx nennt in der Folge sechs zentrale Quellen, die alle zusammenwirken. Keine davon reicht allein aus – aber in Kombination machen sie dich zu einer echten Führungspersönlichkeit, auch ohne Titel.
1. Fachkompetenz: Wenn du der Experte bist, hören Menschen auf dich. Studien zeigen, dass Expertise eine der stärksten Quellen von Einfluss ist – stärker als Sympathie oder Titel. Aber Achtung: Fachkompetenz allein reicht nicht. Du kannst der beste Spezialist sein, aber ohne soziale Kompetenz wirst du nicht führen können. Fachkompetenz öffnet die Tür, soziale Kompetenz hält sie offen.
2. Beziehungen: Menschen folgen denen, die sie mögen und denen sie vertrauen. Investiere Zeit in echte Beziehungen. Verstehe, was anderen wichtig ist. Sei verlässlich, halte Versprechen, zeige Wertschätzung. Ein ehemaliger Projektleiter sagte mir: „Ich habe 70 % meiner Zeit in Beziehungsarbeit investiert – und das war der Grund, warum das Projekt erfolgreich war.“
3. Kommunikation: Laterale Führung ist zu 80 % Kommunikation. Du musst Visionen vermitteln, Ziele erklären, Feedback geben, Konflikte lösen. Wichtig: Keine versteckten Agenden, keine Manipulation. Transparenz und Klarheit sind entscheidend. Achte auch darauf, die Sprache deines Gegenübers zu sprechen – IT-Spezialisten anders ansprechen als Marketing-Kollegen.
4. Vorbildfunktion: Wenn du selbst tust, was du von anderen erwartest, inspirierst du. Menschen orientieren sich an dem, was du tust, nicht an dem, was du sagst. Sei pünktlich, übernimm Verantwortung, zeige Einsatz. Dein Verhalten setzt den Standard.
5. Netzwerk: Wenn du gut vernetzt bist, hast du Zugang zu Informationen, Ressourcen und Unterstützung. Ein starkes internes Netzwerk hilft dir, Verbündete zu finden, Widerstände zu überwinden und Dinge zu bewegen. Auch nach außen lohnt sich Vernetzung – gerade im Hinblick auf die nächsten Karriereschritte.
6. Problemlösungsfähigkeit: Wenn du Lösungen bringst statt Probleme zu beklagen, wirst du geschätzt und gefragt. Menschen folgen denen, die ihnen helfen, ihre Ziele zu erreichen. Biete konkrete Lösungen an, übernimm Initiative – das schafft Vertrauen und Einfluss.
- Fachkompetenz + soziale Intelligenz: Die beste Kombination für nachhaltigen Einfluss
- Echte Beziehungen: Vertrauen, Verlässlichkeit und Wertschätzung sind die Währung lateraler Führung
- Transparente Kommunikation: Klar, ehrlich, ohne Manipulation – angepasst an den Empfänger
- Vorbildfunktion: Dein Verhalten ist deine stärkste Botschaft
- Starkes Netzwerk: Zugang zu Informationen, Ressourcen und Verbündeten
- Lösungsorientierung: Wer Probleme löst statt schafft, wird geschätzt und einflussreich

Überzeugungskraft entwickeln: Menschen gewinnen statt überwältigen
Überzeugungskraft ist das Herzstück lateraler Führung. Aber wie überzeugst du Menschen wirklich – ohne Druck, ohne Manipulation? Maik Marx nennt in der Folge sechs konkrete Strategien, die in der Praxis funktionieren.
1. Nutzen aufzeigen: Menschen handeln, wenn sie verstehen, was sie selbst davon haben. Nicht: „Das Projekt ist wichtig für die Firma.“ Sondern: „Wenn wir das umsetzen, sparst du jede Woche drei Stunden Arbeit.“ Je konkreter der persönliche Nutzen, desto höher die Motivation. Frage dich immer: Was ist der WIIFM-Faktor (What’s in it for me?) für mein Gegenüber?
2. Geschichten erzählen: Fakten überzeugen den Kopf, Geschichten das Herz. Statt eine PowerPoint-Folie mit Zahlen zu zeigen, erzähle, wie eine ähnliche Lösung einem anderen Team geholfen hat. Geschichten schaffen emotionale Verbindung – und Emotionen treiben Entscheidungen. Das wissen übrigens auch gute Coaches: In einem professionellen Bewerbungscoaching geht es nicht nur um Fakten, sondern um deine persönliche Story.
3. Fragen stellen: Menschen überzeugen sich selbst am besten. Statt zu sagen: „Wir sollten das so machen
frage: „Was wäre deiner Meinung nach die beste Lösung?“ Wer selbst zur Erkenntnis kommt
ist viel stärker committet. Fragen öffnen den Raum für Partizipation und echte Zusammenarbeit.
4. Einwände ernst nehmen: Wenn jemand Bedenken äußert, diskutiere sie nicht weg. Verstehe sie, würdige sie, adressiere sie. „Du hast recht, das ist ein wichtiger Punkt. Lass uns überlegen, wie wir das lösen können.“ Wer Einwände ernst nimmt, gewinnt Vertrauen. Und oft entstehen aus Einwänden die besten Lösungen.
5. Alternativen aufzeigen: Biete nicht nur eine Lösung an, sondern Optionen. „Wir könnten Variante A machen, dann haben wir schnelle Ergebnisse. Oder Variante B, die ist nachhaltiger, dauert aber länger. Was passt besser zu euren Prioritäten?“ Menschen mögen das Gefühl, selbst zu entscheiden.
6. Timing beachten: Manche Menschen brauchen Zeit zum Nachdenken. Dränge nicht auf sofortige Zustimmung. „Denk drüber nach und lass uns morgen nochmal sprechen.“ Geduld ist eine unterschätzte Überzeugungsstrategie. Wer zu viel Druck macht, erreicht oft das Gegenteil.
- WIIFM-Faktor: Zeige immer den persönlichen Nutzen für dein Gegenüber
- Storytelling: Emotionale Geschichten überzeugen stärker als nackte Fakten
- Sokratische Fragen: Lass Menschen sich selbst überzeugen durch kluge Fragen
- Einwände wertschätzen: Ernst nehmen, nicht wegdiskutieren – das schafft Vertrauen
Umgang mit Widerstand: Geduld, Dialog und Verbündete
Widerstand ist in jedem Veränderungsprozess normal – und oft berechtigt. Wenn du ohne formale Macht führst, kannst du Widerstand nicht einfach „überstimmen“. Du musst anders damit umgehen: mit Verständnis, Dialog und strategischer Geduld.
Schritt 1: Verstehen. Warum ist die Person dagegen? Was ist ihre echte Sorge? Oft stecken hinter Widerstand berechtigte Ängste: Angst vor Mehrarbeit, vor Kontrollverlust, vor dem Scheitern. Höre aktiv zu, frage nach, versuche wirklich zu verstehen. Nicht selten löst sich Widerstand schon dadurch auf, dass sich jemand gehört fühlt.
Schritt 2: Ernst nehmen. Tue Bedenken nicht ab („Das ist doch Quatsch“). Würdige sie: „Ich verstehe deine Sorge, das ist ein wichtiger Punkt.“ Wertschätzung entwaffnet oft mehr als jedes Argument. Menschen wollen ernst genommen werden, nicht überzeugt werden.
Schritt 3: Dialog suchen. Nicht überzeugen wollen, sondern gemeinsam Lösungen finden. „Wie könnten wir das so gestalten, dass es auch für dich funktioniert?“ Mach die Person zum Mitgestalter, nicht zum Gegner. Das erfordert Demut – aber es zahlt sich aus.
Schritt 4: Kompromisse eingehen. Beharr nicht starr auf deiner Position. Vielleicht hat der andere einen Punkt. Vielleicht gibt es einen Mittelweg. Flexibilität ist eine Stärke, keine Schwäche. Wer kompromissbereit ist, gewinnt langfristig mehr Unterstützung.
Schritt 5: Geduld haben. Veränderung braucht Zeit. Manche Menschen brauchen drei Gespräche, bis sie sich öffnen. Das ist okay. Geduld ist die wichtigste Währung lateraler Führung. Druck erzeugt Gegendruck – Geduld schafft Raum für Entwicklung.
Schritt 6: Verbündete suchen. Kämpfe nicht alleine. Finde Menschen, die deine Vision teilen, und bilde Koalitionen. Wenn drei Kollegen eine Idee unterstützen, ist es leichter, auch den vierten zu gewinnen. Laut einer Studie des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales gelingen Veränderungsprozesse deutlich häufiger, wenn mindestens 20 % der Beteiligten als „Early Adopters“ aktiv unterstützen.
- Aktiv zuhören: Verstehe die echten Sorgen hinter dem Widerstand, nicht nur die Oberfläche
- Wertschätzung zeigen: Menschen wollen gehört werden, bevor sie überzeugt werden können
- Gemeinsam gestalten: Mach Kritiker zu Mitgestaltern – das verwandelt Widerstand in Engagement
- Kompromissbereitschaft: Flexibilität schafft Vertrauen und öffnet Türen
- Strategische Geduld: Gib Menschen Zeit – drei Gespräche sind besser als eines unter Druck
- Koalitionen bilden: Finde Verbündete, die deine Vision teilen, und nutze Netzwerkeffekte
AVGS-Coaching: Deine laterale Führungskompetenz professionell entwickeln
Du möchtest deine Führungskompetenzen gezielt ausbauen – auch ohne formale Position? Mit einem Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein (AVGS) kannst du ein individuelles Coaching bei plangenial nutzen, 100 % gefördert von der Arbeitsagentur oder dem Jobcenter. Wir arbeiten gemeinsam an deinen Kommunikationsfähigkeiten, deinem Netzwerk, deiner Überzeugungskraft und deiner persönlichen Wirkung. Führung ist eine Fähigkeit, die man lernen kann – und die deine Karriere nachhaltig voranbringt. Informiere dich über deine Fördermöglichkeiten und buche ein kostenloses Erstgespräch, um deine individuelle Situation zu besprechen.
Praxistipps: So entwickelst du deine laterale Führungskompetenz
Wie kannst du diese Fähigkeiten konkret entwickeln? Hier sind praxiserprobte Methoden, die du sofort umsetzen kannst – egal ob du gerade erst anfängst oder schon Erfahrung hast.
Tipp 1: Investiere in Beziehungen. Nimm dir jeden Tag 15 Minuten Zeit für informelle Gespräche. Frag Kollegen, wie es ihnen geht, was sie gerade beschäftigt. Zeige echtes Interesse. Diese kleinen Investitionen zahlen sich aus, wenn du später Unterstützung brauchst. Eine eigene professionelle Online-Präsenz kann übrigens auch helfen, deine Expertise sichtbar zu machen und dein Netzwerk zu erweitern.
Tipp 2: Werde zum Problemlöser. Biete aktiv Hilfe an, auch wenn es nicht deine Aufgabe ist. Wenn du merkst, dass ein Kollege Schwierigkeiten hat, frag: „Kann ich dich dabei unterstützen?“ Wer hilft, wird gefragt – und gewinnt Einfluss.
Tipp 3: Arbeite an deiner Kommunikation. Übe klare, präzise Kommunikation. Vermeide Fachjargon, wenn du mit Nicht-Experten sprichst. Höre mehr zu, als du redest (Faustregel: 70 % zuhören, 30 % sprechen). Gib regelmäßig konstruktives Feedback – nicht nur kritisch, sondern auch anerkennend.
Tipp 4: Bilde dich kontinuierlich weiter. Fachkompetenz ist eine Einflussquelle – aber sie muss aktuell bleiben. Nutze Weiterbildungen, Fachliteratur, Online-Kurse zu digitalen Skills. Besonders im Bereich KI und Digitalisierung entstehen gerade neue Chancen für Fachexpertise. Übrigens: Mit einem Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein der Arbeitsagentur kannst du viele Weiterbildungen sogar kostenlos absolvieren.
Tipp 5: Suche dir Mentoren und Vorbilder. Beobachte Menschen, die ohne formale Macht Einfluss haben. Was machen sie anders? Wie kommunizieren sie? Wie bauen sie Beziehungen auf? Lerne von ihnen – und frage sie direkt um Rat. Die meisten erfolgreichen Menschen geben ihr Wissen gerne weiter.
Tipp 6: Reflektiere regelmäßig. Nimm dir einmal pro Woche 30 Minuten Zeit, um zu reflektieren: Was ist gut gelaufen? Wo habe ich Einfluss genommen – und wie? Wo bin ich gescheitert – und warum? Selbstreflexion ist der Schlüssel zur Weiterentwicklung. Ein Coach kann dir dabei helfen, blinde Flecken zu erkennen – buche dir gerne ein kostenloses Erstgespräch, um deine individuelle Situation zu besprechen.
- Täglich 15 Minuten Beziehungsarbeit: Kleine Gespräche, große Wirkung
- Proaktiv Hilfe anbieten: Wer hilft, wird gefragt und gewinnt Vertrauen
- 70/30-Regel in der Kommunikation: Mehr zuhören als reden
- Kontinuierliche Weiterbildung: Fachkompetenz aktuell halten (KI, Digital Skills, Methoden)
- Mentoren suchen: Von erfolgreichen lateralen Führungspersönlichkeiten lernen
- Wöchentliche Reflexion: Was lief gut? Was kann ich verbessern? Wo will ich hin?
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Häufige Fragen
Was ist laterale Führung genau?
Laterale Führung bedeutet, Einfluss zu nehmen und Teams zu bewegen, ohne eine formale Führungsposition oder Weisungsbefugnis zu haben. Du führst durch Überzeugung, Kompetenz, Beziehungen und Kommunikation – nicht durch Hierarchie oder Sanktionsmöglichkeiten. Diese Art der Führung ist in modernen, agilen und interdisziplinären Organisationen zunehmend die Norm.
Kann man laterale Führung lernen, oder ist das eine angeborene Fähigkeit?
Laterale Führung ist definitiv erlernbar. Zwar bringen manche Menschen bestimmte Persönlichkeitsmerkmale mit (z. B. Empathie, Kommunikationsstärke), aber die zentralen Fähigkeiten – aktives Zuhören, Beziehungsaufbau, Überzeugungskraft, Konfliktlösung – kannst du systematisch entwickeln. Coaching, Weiterbildung, Reflexion und praktische Erfahrung helfen enorm dabei.
Wie gehe ich mit Kollegen um, die meine Autorität infrage stellen?
Bleib ruhig und professionell. Versuche zu verstehen, warum sie deine Rolle infrage stellen – oft steckt Unsicherheit oder Angst dahinter. Baue Vertrauen durch Kompetenz, Verlässlichkeit und Wertschätzung auf. Such das direkte Gespräch, erkläre deine Rolle klar und zeige, dass du nicht als „Chef
Wie viel Zeit sollte ich in Beziehungsarbeit investieren?
Maik empfiehlt in der Praxis etwa 70 % der Zeit in Beziehungs- und Kommunikationsarbeit zu investieren, wenn du lateral führst. Das klingt viel, zahlt sich aber aus: Gute Beziehungen sind die Basis für Vertrauen, Kooperation und Einfluss. Nimm dir täglich bewusst Zeit für informelle Gespräche, Feedback und echtes Zuhören – diese Investition ist Gold wert.
Kann ich auch ohne Führungsposition Karriere machen?
Absolut! Viele erfolgreiche Karrieren basieren nicht auf formalen Führungspositionen, sondern auf Fachexpertise, Projektverantwortung und lateraler Führung. In vielen Branchen (z. B. IT, Beratung, Kreativwirtschaft) sind Fachkarrieren mindestens genauso angesehen wie Führungskarrieren. Wichtig ist, dass du deine Erfolge sichtbar machst, dein Netzwerk pflegst und kontinuierlich an deiner Wirkung arbeitest.
Ein persönliches Wort von Maik
Führung ohne Titel – das klingt für viele erst einmal nach einem Widerspruch. Aber ich erlebe es täglich in meinem Coaching: Die wirkungsvollsten Menschen sind oft nicht die mit den größten Visitenkarten, sondern die, die andere inspirieren, überzeugen und bewegen. Die, denen man freiwillig folgt, weil man ihnen vertraut, weil sie Lösungen bringen, weil sie authentisch sind. Wenn du diese Fähigkeit entwickelst, öffnen sich Türen – im Projekt, im Team, in deiner gesamten Karriere. Du wirst gehört, du wirst gefragt, du wirst geschätzt. Und das Schöne ist: Jeder kann das lernen. Es braucht Zeit, Übung, Reflexion – aber es lohnt sich. Fang heute an. Investiere in Beziehungen. Höre mehr zu. Biete Hilfe an. Zeige echtes Interesse an den Menschen um dich herum. Sei der Mensch, dem andere gerne folgen – nicht weil sie müssen, sondern weil sie wollen. Ich glaube fest daran, dass in dir diese Führungskraft steckt. Du musst sie nur entfalten. Und wenn du dabei Unterstützung brauchst, bin ich für dich da. Gemeinsam finden wir deinen Weg – ich freu mich drauf.
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Hinweis: Dieser Podcast wird mit KI-Unterstützung produziert. Die Stimmen von Lia und Maik Marx sind teils KI-generiert. Die Inhalte dienen der allgemeinen Information und ersetzen keine individuelle Rechts-, Förder- oder Karriereberatung. Verantwortlich i.S.d. § 18 Abs. 2 MStV: Maik Marx, plangenial – Plan Genial Unternehmensberatung, Plauener Str. 19, 13055 Berlin.